8. Januar 2020   Investment

Unerlaubte Provisionen der Schweizer Banken zurückfordern!

Unerlaubte Provisionen

Das unrechtmäßige Einbehalten von Vertriebsprovisionen war jahrelang ein äußerst lukratives Geschäftsmodell für Schweizer Banken. Alleine im Jahr 2012 haben die eidgenössischen Finanzhäuser laut einer Studie der Schweizer Bankiersvereinigung ca. 4,2 Mrd. Schweizer Franken damit eingenommen. Diese Provisionen, in der Schweiz „Retrozessionen“ genannt, stehen aber gesetzlich den Anlegern zu.

 

Der Schweizer Finanzmarkt war lange Zeit sehr attraktiv und hat Kunden aus aller Welt angezogen. Doch wohl kaum ein Anleger konnte vermuten, dass die Banken neben den stolzen Depotgebühren zusätzlich Provisionen in Milliardenhöhe einstrichen. Dies erfolgte ganz unbemerkt, denn die Gelder wurden nicht vom Kundenkonto abgebucht, sondern von dritter Seite an die Banken überwiesen.

 

Hemd näher als Hose

Die attraktiven Kick-Back-Provisionen haben Finanzvertriebsfirmen (z. B. Fonds, Private Equity, strukturierte Produkte) den Banken angeboten, damit diese den Verkauf eben dieser Finanzprodukte pushen. Die Provisionen wurden performanceunabhängig an die Banken bezahlt und stellten dadurch reizvolle Zusatzerträge für die Banken dar.

Und genau hier liegt der Grund dafür, warum Retrozessionen laut der Schweizer Gesetzgebung nicht den Banken, sondern den Anlegern zustehen. Eine Bank und/oder ein Vermögensverwalter werden von Kunden deshalb engagiert, damit das investierte Kapital möglichst profitabel, den Kundenwünschen entsprechend und im besten Interesse des Investors, angelegt wird. Doch wenn eine Bank bei manchen Produkten höhere Rückvergütungen kassiert als bei anderen, ist die Gefahr groß, dass sie im Eigeninteresse die Provisionseinnahmen maximieren will und dementsprechend Finanzprodukte mit hohen Rückvergütungen in die Portfolios ihrer Kunden setzt.

 

In Deutschland gibt es über 135.000 davon betroffene Anleger. Doch nur wenige davon wissen, dass man diese Provisionen dank mehrerer höchstgerichtlicher Urteile für die letzten zehn Jahre von den Schweizer Banken zurückfordern kann. Die Forderung im Alleingang durchzusetzen ist aber so gut wie unmöglich, da der Rückforderungsprozess äußerst intransparent ist und viele schwer zu bewältigende Hürden zu überwinden sind.

Außerdem verweigern Schweizer Banken trotz der eindeutigen rechtlichen Lage weiterhin die Herausgabe von Retrozessionen und spielen auf Zeit. Die zehnjährige Verjährungsfrist spielt ihnen dabei in die Hände, denn besonders in den Jahren 2009 bis 2013 sind hohe Provisionen einkassiert worden. Je länger Anleger mit der Rückforderung warten, desto mehr Geld verjährt zugunsten der Schweizer Banken.

 

Die Verjährung droht

Die Anlegerschützer der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. sind überzeugt, dass man davon ausgehen kann, dass so gut wie jeder, der während der letzten zehn Jahre Vermögenswerte in der Schweiz angelegt hatte, betroffen ist. Sie empfehlen die zeitnahe Durchsetzung der Ansprüche, da die Rechtslage in der Schweiz sehr anlegerfreundlich und der Rückforderungsprozess mit spezialisierten Dienstleistern risikofrei ist.

Daher bietet die SdK in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Dienstleistungsunternehmen, das sich auf die Rückforderung von Retrozessionen spezialisiert hat, die Durchsetzung der Rückforderung rein auf Erfolgsbasis zu betreiben. Nur wenn eine Rückforderung erfolgreich durchgesetzt werden kann, wird eine Erfolgsbeteiligung von 40 % fällig. Sollte keine Rückforderung möglich sein, fallen für den Anleger keine Kosten an.

 

Eine bestehende Geschäftsbeziehung mit der betroffenen Bank ist für eine Rückforderung nicht erforderlich, aber auch nicht hinderlich. Außerdem ist keine ausführliche Dokumentation für die Durchsetzung der Kundenansprüche notwendig und auch jene Anleger, die ihr Schweizer Vermögen erst nachträglich erklärt haben, können die unrechtmäßig geflossenen Retrozessionen zurückfordern. Der wichtigste Faktor, um seine Ansprüche wirksam durchsetzen zu können, ist aufgrund der drohenden Verjährung ganz klar eine zeitnahe Bearbeitung. Interessierte Anleger können sich bei der SdK an Rechtsanwalt Michael Siegle (siegle@sdk.org oder 089/2020846-0) wenden.

 

Bild von photosforyou auf Pixabay

Redaktion AnlegerPlus



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen