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20. September 2018   MYDIVIDENDS-WIKIFOLIO

Von wegen kalter Kaffee

costa

Der weltgrößte Getränkekonzern Coca-Cola gab Ende August den Kauf der britischen Café-Kette Costa bekannt. Damit entwickelt sich Coca-Cola zum Rivalen von Starbucks, die wir ebenfalls in unserem AnlegerPlus MyDividends-wikifolio halten.

Der Markt für Softwaredrinks ist schwieriger geworden. Der hohe Zuckerkonsum, der gerade über Limonaden und Cola-Getränke erfolgt, kommt wegen gesundheitsgefährdender Aspekte immer mehr in Verruf. In Großbritannien gibt es seit April 2018 sogar eine Strafsteuer auf Getränke mit zugesetztem Zucker. Auch andere Länder wie Frankreich, Mexiko oder Norwegen führten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke ein.

Trend zu weniger Zuckergehalt

Und diese zeigte Wirkung – in Mexiko beispielsweise sank der Absatz dieser Getränke nach Einführung der Steuer um fast 8 %. In Deutschland ist ebenfalls ein rückläufiger Trend erkennbar. Der Pro-Kopf-Verbrauch zuckerhaltiger Limonaden hierzulande (einschließlich Cola-Getränke) fiel im Jahr 2017 um rund 6,5 % auf knapp 60,3 Liter (2016: 64,5 Liter).

Der weltweit größte Getränkekonzern Coca-Cola reagiert auf diesen Trend und hat inzwischen viele Erfrischungsgetränke mit gar keinem oder wenig Zucker im Sortiment, z. B. Coca-Cola Zero Sugar oder Fanta Zero, Sprite Zero sowie mezzo mix Zero. Wasser und Sportgetränke, wie Vio, Apollinaris oder Powerade, kommen auf knapp 18 % im Coca-Cola-Sortiment, das aus über 500 Marken besteht. Fast zwei Milliarden der rund 60 Milliarden Getränke, die die Weltbevölkerung täglich konsumiert, gehen auf das Konto von Coca-Cola. Der Konzern aus Atlanta im US-Bundesstatt Georgia besitzt 21 Marken, die jeweils über 1 Mrd. US-Dollar Umsatz pro Jahr generieren.

Sortiment wird ständig erweitert

Coca-Cola besitzt außerdem 90 % der Anteile an der Smoothie-Marke innocent und 17 % am Energydrink-Hersteller Monster. Innocent mit Sitz in London verkauft über zwei Millionen Smoothies in der Woche. Die Firma wurde 1998 gegründet. Damals kauften die drei Gründer für 500 Britische Pfund Obst, mixten diese zu Smoothies und verkauften diese auf einem Jazz-Festival in London. Die Zustimmung der Menschen auf dem Festival war so hoch, dass die drei sofort ihren Job kündigten und innocent gründeten. Heute ist die Firma ein wichtiger Baustein im Portfolio von Coca-Cola.

Die jüngsten Zahlen zum 2. Quartal 2018 von Coca-Cola, die der Konzern Ende Juli präsentierte, wurden von den Analysten positiv aufgenommen. Der Umsatz betrug 8,9 Mrd. US-Dollar, auf bereinigter Basis war dies ein Zuwachs um 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Zum Wachstum trugen vor allem auch kalorienarme Getränke bei. Der Gewinn betrug 2,32 Mrd. US-Dollar (Vj. 1,37 Mrd. US-Dollar). Für das Gesamtjahr rechnet Coca-Cola mit einem organischen Wachstum beim Umsatz von mindestens 4 % und mindestens 9 % beim bereinigten Ertrag.

Neuer Rivale für Starbucks

Einen Monat nach den Quartalszahlen, Ende August, gab der Getränkeriese die Übernahme der britischen Café-Kette Costa für 5,1 Mrd. US-Dollar bekannt. Costa war bisher eine Marke im Portfolio von Whitbread mit Sitz in der Grafschaft Bedfordshire. Whitbread konzentriert sich künftig vor allem auf sein Hotelgeschäft. Mit der Übernahme steigt Coca-Cola in einen attraktiven Markt ein, in dem sich wichtige Wettbewerber wie Starbucks oder die Milliardärsfamilie Reimann tummeln, die über ihre JAB Holding das Kaffeeunternehmen Jacobs Douwe Egberts mit Marken wie Jacobs, Tassimo oder Senseo kontrollieren. Die Café-Kette Costa ist Marktführer in Großbritannien und betreibt weltweit rund 4.000 Cafés.

Im Vergleich zur amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks ist Costa damit aber noch relativ klein. Insgesamt betreibt unser wikifolio-Wert Starbucks 28.720 Läden in 77 Ländern weltweit. Im dritten Geschäftsquartal 2018 wurden 511 neue Läden eröffnet. Der Umsatz von Starbucks stieg im dritten Quartal 2017/18 um 11,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,31 Mrd. US-Dollar, wie Starbucks Ende Juli 2018 mitteilte. Auf vergleichbarer Basis lag der weltweite Umsatzzuwachs bei 1 %. Der Gewinn legte um 23,3 % auf 852,5 Mio. US-Dollar zu.

Starbucks entwickelt zum Dividendenwert

Mit den jüngsten Quartalszahlen gab Starbucks auch eine Anhebung der Dividende um 20 % bekannt. Aktuell wird eine Quartalsdividende von 36 US-Cent je Aktie ausgeschüttet. Im März 2010 startete der Konzern erstmalig mit der Zahlung einer Quartalsdividende. Zu Beginn lag die Dividende bei 5 US-Cent. Seitdem wurde die Dividende jedes Jahr angehoben. Auf das Jahr hochgerechnet werden 1,44 US-Dollar ausbezahlt. Damit beträgt die aktuelle Dividendenrendite beim derzeitigen Aktienkurs von 55,43 US-Dollar 2,60 %. Seit Jahresanfang 2018 liegt der Wert an der Wall Street mit 3,82 % im Minus und die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 75,93 Mrd. US-Dollar (ca. 65 Mrd. Euro).

Das AnlegerPlus MyDividends-wikifolio weist seit Jahresbeginn 2018 ein Kursplus von 9,42 % auf. Im Vergleich hierzu liegt der Leitindex DAX mit 4,88 % im Minus und auch der EURO-STOXX-50-Performanceindex weist bisher mit minus 3,22 % eine negative Jahresbilanz auf.

 

Werner W. Rehmet, Depotmanager des AnlegerPlus MyDividends-wikifolios



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