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18. November 2019   Unternehmen

Vorstandsfrauen verdienen besser

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Häufig ist in Deutschland vom „Gender Pay Gap“ die Rede, dass Frauen also im Durchschnitt schlechter verdienen als Männer. Das gilt jedoch nicht für die 28 Frauen (Anteil 14,1 %), die im Vorstand eines DAX-30-Unternehmens sitzen, wie eine aktuelle Studie herausfand.


Die Vorstände deutscher börsennotierter Unternehmen mussten laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY im Jahr 2018 Gehaltseinbußen hinnehmen. Im Durchschnitt verdienten sie 2,09 Mio. Euro – 0,5 % weniger als im Vorjahr. Damit hat ihre Vergütung im Sechsjahresvergleich einen Tiefstand erreicht und liegt rund 30.000 Euro unter dem Höchstwert aus 2013. Über den Zeitraum von 2013 bis 2018 ergibt sich über alle DAX-Segmente ein Rückgang um 1,5 %.

Weibliche Vorstände konnten sich allerdings gegen diese Entwicklung stemmen und im Jahr 2018 sogar ein Plus von 6,5 % verbuchen, während die Vergütung bei den Männern um 1,9 % gesunken ist. Wie schon 2015, 2016 und 2017 lag die Gesamtdirektvergütung der Frauen über alle DAX-Indizes oberhalb ihrer männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen – 2018 um durchschnittlich 480.000 Euro. Mit 2,27 Mio. Euro fiel das Salär der weiblichen Vorstände um rund 27 % höher aus als das der Männer. Getrieben wird das deutliche Ergebnis jedoch auch von der prozentual geringeren Anzahl der Vorstandsfrauen in den niedriger vergütenden Indizes MDAX (8,6 %) und SDAX (4,7 %). Hier blieben ihre Gehälter hinter denen der Männer zurück.

Im DAX 30 lag 2018 – wie bereits 2017 und 2016 – die Gesamtdirektvergütung der weiblichen Vorstandsmitglieder oberhalb ihrer männlichen Kollegen – durchschnittlich um 120.000 Euro. Ein weibliches DAX-30-Vorstandsmitglied verdiente im Mittel 3,04 Mio. Euro, bei den Männern waren es 2,92 Mio. Euro. Bemerkenswert ist die Steigerung der Gehälter weiblicher DAX-30-Vorstandsmitglieder über die vergangenen sechs Jahre hinweg: Während sie zwischen 2013 und 2018 um etwa 16 % angestiegen sind, erhöhte sich im selben Zeitraum die Vergütung der männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen lediglich um 1 %.

 

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay.

Redaktion AnlegerPlus



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