728x90leaderboard2
Wertpapier Banner2

23. Oktober 2018   HV-Bericht

Weitere Kapitalerhöhungen bei der curasan AG zu erwarten

Korr.21BildHV BerichtCurasanAP News10 18

Seit Jahren schreibt curasan praktisch durchgängig Verluste. Immer wieder müssen Kapitalerhöhungen durchgeführt werden, um das Geschäft am Laufen zu halten, allein in den letzten vier Jahren sieben Mal! Das Grundkapital mit aktuell 16,7 Mio. Euro hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt. Entsprechend groß ist die Verwässerung für Aktionäre, die nicht ständig neues Geld nachschießen wollten.
Auf der Hauptversammlung am 28.6.2018 in Seligenstadt-Froschhausen sollte erneut ein genehmigtes Kapital geschaffen werden. Infolge eines organisatorischen Fehlers war dies jedoch überraschend abgelehnt worden, weshalb die HV für den 21.9.2018 erneut einberufen wurde. Dort wurde der Kapitalbeschluss mit einer Zustimmungsquote von über 99 % gefasst.

Investor zeichnet  Aktien zu 1,05 Euro

Vor der Abstimmung erläuterte Alleinvorstand Michael Schlenk die aktuelle Situation. Wie er darlegte, kehrte curasan nach einem schwachen Start ins laufende Jahr im zweiten Quartal 2018 wieder auf den Wachstumskurs zurück. Besonders stark ging es dank neuer Partnerschaften in Asien und Deutschland mit einem Plus von 50 % bzw. 20 % voran. Im Nahen Osten belasteten hingegen die politische Situation sowie die Währungsproblematik und der Umsatz brach ein. Insgesamt blieben die Erlöse im ersten Halbjahr mit 3,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau, bewegen sich also weiterhin auf einem sehr überschaubaren Niveau. Das Periodenergebnis blieb mit −1,5 Mio. Euro (Vj. −2,0 Mio. Euro) negativ.
Kritisch war, dass zur Jahresmitte praktisch keine Liquidität mehr vorhanden war. Mit der Kapitalerhöhung im August aus dem damals noch bestehenden genehmigten Kapital hat sich die Situation wieder entspannt. Insgesamt wurden 1,14 Millionen Aktien von einem Investor aus Zypern zu 1,05 Euro, also über dem damaligen Kurs, gezeichnet. Er glaubt an die Perspektiven von curasan und war bereit, eine Prämie zu zahlen. Auch künftig sollen nach Aussage von Schlenk keine Aktien unter 1,05 Euro angeboten werden. Weitere Kapitalerhöhungen werde es aber geben, sonst könnten die Wachstumschancen nicht genutzt und das Unternehmen nicht erfolgreich werden.

Nur für risikobereite Anleger

Zuversicht schöpft der Vorstand aus der Zulassung für das Produkt Ceracell Ortho Foam durch die FDA (US-Food and Drug Administration). Ab dem vierten Quartal erwartet er signifikantes Wachstum in den USA. Die Aktionäre sind nach den vielen Enttäuschungen der letzten Jahre allerdings skeptisch. Schlenk räumte ein, dass die Entwicklung sehr lange dauert. Unverändert ist er aber überzeugt, dass curasan über die besten Produkte verfügt. Gleichwohl sei es kostenintensiv, die Ärzte zu überzeugen. Zudem kämpfe man gegen die Großen der Branche, die über weit mehr Kapitalkraft für das Marketing verfügen. Hätten sich Ärzte erst einmal für curasan entschieden, blieben sie dabei.
Befragt nach einem Zeitplan für den Break Even verwies Schlenk auf den Spagat zwischen Kosteneinsparungen und der Notwendigkeit, zu investieren. Einige große Aktionäre seien sogar der Meinung, dass zu wenig investiert wird. Der Vorstand versicherte, dass viele Investoren, auch aus Asien und den USA, an der Technologie und dem Know-how interessiert seien und bereit wären, die Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Mit dem Mindestausgabepreis der Aktie von 1,05 Euro hat keiner ein Problem. Als Aktionär könnte man daraus eine gewisse Zuversicht schöpfen, dass mehr in curasan steckt. Auf einen zeitnahen Turnaround sollten aber nur risikobereite Anleger spekulieren.

 

Bild: curasan AG

Autor: Matthias Wahler



Diese Website verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung dieser Website, akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und die Verwendung von Cookies und um Ihnen spezielle Services und personalisierte Inhalte bereitzustellen. Weiteres erfahren Sie unter der Rubrik Datenschutz.

X schließen