20. Dezember 2019   Magazin

Wirtschaftsstandort Deutschland vor ungewisser Zukunft

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Für die nun beginnenden 20er Jahre des 21. Jahrhunderts werden gewaltige wirtschaftliche Umbrüche prognostiziert. Deutschland sollte dafür gewappnet sein. Ob die kürzlich vom Bundeswirtschaftsministerium präsentierte „Industriestrategie“ dabei hilfreich ist, scheint fraglich. In unserer Standpunktereihe der diesjährigen Ausgabe AnlegerLand skizzieren prominente Gastautoren ihre Vorstellungen einer gelungenen Wirtschaftspolitik.

 

Im Februar 2019 stellte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Entwurf einer „Industriestrategie 2030“ vor. Besonders aufgrund einiger planwirtschaftlicher Ansätze und der Bevorzugung großer Industrieunternehmen stieß der Entwurf auf reichlich Kritik von vielen Seiten, so dass der darauffolgende „Dialogprozess“ mit Vertretern, von Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften für eine deutliche Entschärfung der im November präsentierten runderneuerten „Industriestrategie 2030“ sorgte.

 

In AnlegerLand fassen wir die Eckpunkte der Industriestrategie 2030 zusammen. Verschiedene Gastautoren nehmen Stellung dazu und präsentieren eigene Ideen. Reinhold von Eben Worlée, Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer, kritisiert, dass zumindest mit Altmaiers erstem Entwurf die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen gefährdet gewesen sei. Dem setzte der Verband das eigene „Nationale Fitnessprogramm“ entgegen. Einige Elemente daraus fanden Eingang in die endgültige Industriestrategie.

 

Anja Hajduk, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, wünscht sich eine Wirtschaftspolitik, die verlässlich ist und klare Rahmenbedingungen schafft. Doch die Bundesregierung zeige keinen Mut. Ihr Maßnahmenpaket nütze weder dem Klima noch vermittele es den Unternehmen Planungssicherheit.

 

Der DZ-Bank-Volkswirt Dr. Christoph Swonke befürchtet, dass Deutschland zunehmend zum Hochsteuerland wird. Die hohe Abgabenlast werde sich nachteilig auf den Wirtschaftsstandort auswirken. Prof. Dr. Thorsten Polleit sieht sich aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der politischen Tendenzen gar zu einem Plädoyer für die Marktwirtschaft veranlasst.

 

Während es die Wirtschaftspolitik also niemandem recht machen kann, konnten Anleger 2019 eigentlich kaum daneben liegen – egal auf welche Assetklasse sie setzten. Es ist jedoch eine deutsche Eigenart, dass ein Großteil der Bevölkerung bei der Geldanlage auf Sparkonten und Festgeld dennoch wieder Realverluste hinnehmen musste. Schuld daran ist das Tiefzinsregime der Notenbanken, das gleichzeitig dafür sorgte, dass es bei den Kursen von Aktien und Anleihen, Edelmetallen und Immobilien durch die Bank aufwärts ging. Unterschiede in der Performance gab es dennoch.

 

In AnlegerLand werfen wir einen Blick auf verschiedene Assetklassen. Bei Aktien stehen die Börsengänge des Jahres und Immobilienwerte im Fokus. Außerdem versuchen wir, mögliche Outperformer des kommenden Jahres an der Börse zu identifizieren. Einen Schwerpunkt legen wir zudem auf die „Krisenwährung“ Gold. Wir blicken zurück auf die Jahresperformance unserer Qualitätsaktien, wikifolios und unser Fondsmusterdepot. Außerdem zeigen wir auf, wie sich mit Fondssparplänen Vermögen aufbauen lässt.

 

Als „Macher und Mensch“ stellt sich diesmal der Chef des Automobilzulieferers HELLA, Rolf Breidenbach, unseren Fragen. In einem weiteren Interview gibt die Buchautorin Beate Sander Einblicke in ihre Anlagestrategie, die ihr im fortgeschrittenen Alter zu einem Millionenvermögen verhalf.

 

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Redaktion AnlegerPlus



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