Kreislaufwirtschaft für nachhaltige Erholung

Börsenbär und Bulle

Wirtschaft 2020: COVID-19 dämpfte die Konjunktur (Foto: geralt, pixabay.com)pressetext.redaktion

Warwick (pte004/14.10.2020/06:10) – Ein nachhaltigeres Modell, das auf einem Kreislaufwirtschaft-Framework basiert, könnte der Welt helfen, sich finanziell von COVID-19 zu erholen und gleichzeitig CO2-Emissionsziele zu erreichen. Zu dem Schluss kommt ein internationales Forscher-Team unter Leitung der Warwick Manufacturing Group (WMG) http://wmg.warwick.ac.uk . Kreislaufwirtschafts-Strategien wären demnach der beste Weg, damit sich die Weltwirtschaft erholt.

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Robustere Strukturen

Die COVID-19-Pandemie hat globale Lieferketten ins Chaos gestürzt, die Finanzmärkte in Unruhe versetzt und mit Lockdowns und Grenzschließungen die Weltwirschaft in den Grundfesten erschüttert. „Die Pandemie hat die Umweltnarretei des Wirtschaftsmodells ‚Extrahieren, Produzieren, Verwenden und Wegwerfen‘ für Material- und Energieflüsse unterstrichen“, sagt Taofeeq Ibn-Mohammed, Erstautor der Studie. Diese hat die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie unter die Lupe genommen und kommt zu dem Schluss, dass künftig alle Sektoren mit den passenden Kreislaufwirtschafts-Ansätzen stabiler aufgestellt wären.

„Die kurzfristigen Lösungen, um mit der Pandemie umzugehen, sind langfristig nicht nachhaltig“, warnt Ibn-Mohammed. Denn damit gingen keine Strukturverbesserungen in der globalen Wirtschaft einher. Doch auch eine Rückkehr zu gewohnten Strukturen nach Ende der Pandemie scheint nicht sinnvoll. Immerhin hat COVID-19 beispielsweise die Anfälligkeit globaler Lieferketten für eine Pandemie-bedingte Disruption mehr als deutlich gemacht. „Wir schlagen daher die Einführung von Kreislaufwirtschaft in allen Branchen vor, mit jeweils unterschiedlichen Strategien“, sagt Ibn-Mohammed.

Vergängliche Vorteile

Die Forscher betonen auch, dass beobachtete positive Nebenwirkungen der Pandemie nicht nachhaltig sind. Denn ein geringerer Primärenergieverbrauch und damit weniger CO2-Emissionen aus Kohle- und Ölverbrennung dürften ohne grundlegende strukturelle Änderungen nach Ende der Pandemie geradezu wörtlich in Rauch aufgehen, ebenso wie die damit zusammenhängende geringere Luftverschmutzung. Stimulus-Pakete für die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie sollten also Investitionen begünstigen, die den Umstieg auf widerstandsfähigere, kohlenstoffärmere Kreislaufwirtschaften beschleunigen, so Ibn-Mohammed.

Zur Studie „A critical analysis of the impacts of COVID-19 on the global economy and ecosystems and opportunities for circular economy strategies“: http://bit.ly/33RmkE4

(Ende)

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Ansprechpartner: Thomas Pichler

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