Kritik von unten fördert Kreativität im Job

Börsenbär und Bulle

Von oben herab: macht Kritik unbekömmlich (Foto: jerrykimbrell10, pixabay.com)pressetext.redaktion

Toronto (pte003/08.04.2019/06:10) – Wenn es um kreative Aufgaben bei der Arbeit geht, wirkt Kritik von Untergebenen positiv und fördert die Schaffenskraft. Negatives Feedback von Vorgesetzten oder gleichrangigen Kollegen dagegen hemmt die kreative Ader eher. Das hat eine Studie von Forschern der University of Toronto http://utoronto.ca und der Ohio State University http://osu.edu ergeben. Insbesondere Vorgesetzte sollten Kritik also mit Bedacht äußern, damit sie möglichst nicht schadet.

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Auf die Richtung kommt es an

„Ich persönlich hasse es – wie die meisten Menschen – negatives Feedback zu hören“, sagt Yeun Joon Kim, Doktorand im Bereich Organisationsverhalten und HR-Management. Daher hat er in Zusammenarbeit mit einem Kollegen untersucht, ob Kritik tatsächlich helfen kann, die Performance bei Kreativaufgaben zu verbessern. Das Ergebnis einer Laborstudie und eines Feldversuchs: Negatives Feedback kann kreatives Denken fördern oder hemmen – und was davon zutrifft, liegt offenbar primär daran, aus welcher Richtung die Kritik kommt.

Kreativprofis und Versuchsteilnehmer, die Kritik von Vorgesetzten oder Gleichrangigen ernteten, waren danach weniger kreativ. Das scheint für Kim auch intuitiv logisch. „Negatives Feedback von einem Vorgesetzten könnte Karriereängste auslösen“, erklärt er. Ein kritischer Kollege wiederum könne als Bedrohung empfunden werden. Überraschender kam für die Forscher, dass jemand, der negatives Feedback von Untergebenen erhielt, danach kreativer wurde. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie aufgrund ihrer Machtposition das Unangenehme des Kritisiertwerdens eher ausblenden und somit Feedback positiv nutzen können.

Chefs sollten vorsichtig kritisieren

Ein Problem ist, dass negatives Feedback zu den Aufgaben von Vorgesetzten zählt. Sie sollen ja letztlich helfen, Schwachstellen zu erkennen und somit letztlich die Leistung verbessern. Kim empfiehlt daher aufgabenorientiertes Feedback, das Untergebene nicht so leicht persönlich nehmen können. „Erklären Sie, dass der Punkt, über den Sie sprechen, nur das Verhalten bei Aufgaben betrifft, nicht Persönlichkeitsaspekte“, sagt er. Zudem sollte negatives Feedback nicht rücksichtslos, sondern diskret erfolgen.

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Thomas Pichler

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