Kryptowährungen: Grundbegriffe zu Bitcoin & Co.

Kryptowährungen

Bitcoin, Ethereum und Co. erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch wer in die digitalen Währungen investieren möchte, sollte sich gründlich informieren. Ein Überblick über die wichtigsten Grundbegriffe gibt dieser Beitrag.

Tesla-Chef Elon Musk ist ein glühender Anhänger, genauso wie US-Schauspieler Ashton Kutcher. Die Rede ist von Bitcoin. Die Digitalwährung ist seit 2009 im Umlauf. Allein in den letzten drei Jahren ist der Wert des Bitcoins im Vergleich zum Euro um rund 1.200 % gestiegen. Doch der Bitcoin ist nicht die einzige digitale Währung, mittlerweile konkurrieren mehr als 10.000 Kryptowährungen um die Gunst der Anleger.

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Blockchain-Technologie und Mining

Von Bitcoin und anderen Kryptowährungen gibt es weder Münzen noch Scheine. Sie sind allein auf einem Netzwerk von Rechnern hinterlegt. Die Teilnehmer des Netzwerks sind die sogenannten Miner. Sie betreiben die Rechner, auf denen sich alle Käufe und Verkäufe von Bitcoin und Co. nachverfolgen lassen. Zusammengefasst sind die Transaktionen in sogenannten Blöcken, der Blockchain.

Wird ein Bitcoin verkauft, prüfen alle Miner, ob der Verkäufer tatsächlich im Besitz des Bitcoins ist – es also einen Block auf der Blockchain für den Verkäufer gibt. Erwirbt jemand Bitcoin, wird ein neuer Block für den Käufer erstellt. Das ist sehr energieintensiv: Eine Bitcoin-Transaktion verbraucht in etwa so viel Strom wie ein durchschnittlicher deutscher Einpersonenhaushalt in einem Monat.

Chancen und Risiken

Hinter Kryptowährungen steht kein Staat mit seiner Wirtschaftsleistung und die digitalen Währungen werden nicht durch eine Zentralbank kontrolliert. Das klingt erst einmal wenig vertrauenserweckend, hat aber einen großen Vorteil: Die im Umlauf befindlichen Einheiten von Bitcoin, Ethereum und Co. können nicht durch eine Zentralbank erhöht werden. Ähnlich wie Gold ist die Anzahl der Bitcoins begrenzt – was vor der Inflationierung der Währung schützt.

Andererseits sind die Kurse der Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether sehr schwankungsanfällig. Wer bei Kryptowährungen einsteigen möchte, sollte also einen langen Anlagehorizont mitbringen. 

Wie in Kryptowährungen investieren?

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen kann man physisch kaufen. Man benötigt dafür eine digitale Geldbörse, eine sogenannte Wallet, die man im Internet herunterladen kann. Diese hat eine Nummer, ähnlich wie ein Bankkonto. Anders als bei einer Überweisung ist jedoch beim Kauf oder Verkauf von Digitalwährungen keine Bank dazwischengeschaltet.

Es gibt außerdem die Möglichkeit, über Zertifikate oder über Differenzkontrakte (CFDs) an der Kursentwicklung von Bitcoin und Co. zu partizipieren. Dafür ist keine Wallet nötig, sondern nur ein Wertpapierdepot.

Profitabel ist zudem das sogenannte Staking. Halten Anleger eine bestimmte Kryptowährung wie Ether oder Solana und autorisieren Transaktionen auf der Blockchain, bekommen sie Zinsen in Form neuer Coins – einen Staking Reward. Das Staken ist über eine Kryptobörse wie Binance, Kraken oder Coinbase möglich.

Foto: © Pixabay

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