Ölgiganten erholen sich von Drei-Jahres-Tief

Börsenbär und Bulle

Zapfsäule: Ölkonzerne erholen sich (Foto:Timo Klostermeier, pixelio.de)pressetext.redaktion

London/Paris/Amsterdam (pte012/28.07.2017/10:30) – Die weltweite Ölindustrie kommt langsam wieder in Fahrt. So berichten der britisch-niederländische Mineralölriese Shell http://shell.com , die französische Total http://total.com und die norwegische Statoil http://statoil.com wieder von besseren Geschäften. Dafür spricht, dass die generierten Profite für WTI-Öl inzwischen wieder die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Dadurch können die Unternehmen ihre Schuldenberge abtragen.

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Rentabilität steigt

Shell führt die Tabelle an. Die Profite haben sich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verdreifacht, angetrieben vom Raffinerie- und Chemiegeschäft und einem Ölpreisanstieg um 16 Prozent. “Das zeigt, dass sie sich auf ein neues Rentabilitätslevel von 50 Dollar pro Barrel Öl gesteigert haben”, sagt Colin Smith, Chef-Analyst bei Panmure Gordon http://panmure.com .

Gemeinsam haben die drei Unternehmen den Geldfluss mehr als verdoppelt, von 17 Mrd. Dollar (rund 14,5 Mrd. Euro) auf 41 Mrd. Dollar – und das ein Jahr nach der 54 Mrd. Dollar schweren Übernahme der BG Group. Der Brent-Ölpreis sank allerdings wieder unter 50 Dollar pro Barrel, als die US-Schieferölproduktion anstieg. Denn das löste eine Welle von Preisherabstufungen seitens der Banken aus.

Sparzwang überall

Statoil-CFO Hans Jakob Hegge erwartet einen weiteren Anstieg der Ölpreise bis zum Jahresende. Der Total-Vorstand geht jedoch davon aus, dass die Preise wegen der vollen Lager unbeständig bleiben. Der Trend zur strikten Kostenkontrolle bleibt jedoch: “Das externe Preisumfeld und die Entwicklungen des Energiesektors bedeuten für uns, diszipliniert zu bleiben”, sagt Shell-CEO Ben van Beurden.

Total-Boss Patrick Pouyanne sieht seinen Konzern als flexibel genug, um Vorteile aus der niedrigen Preissituation zu ziehen. Ertragreiche Projekte ließen sich trotzdem realisieren – und zwar zu attraktiven Konditionen. Das Kosteneinsparungsziel von Total beträgt eigenen Angaben zufolge 3,5 Mrd. Dollar, vor allem die Produktionskosten sollen weiter gesenkt werden.

Auch Shell profitiert – nicht zuletzt vom Abstoßen einiger Asstets im Wert von 25 Mrd. Dollar, um die BG-Übernahme abzubezahlen. Und laut Analysten bringen die neuen Online-Projekte positive Zukunftsaussichten mit sich. “Was Shell hier antreibt, ist der Vorteil seiner neuen Wachstumsprojekte durch höhere Margen. Diesen Vorteil wird man in den Zahlen deutlich erkennen können”, sagt Analyst Smith.

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Nina Setinc

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20170728012 ]

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