Millionenstreit um Markennamen des Olympia-Vaters

Börsenbär und Bulle

Pierre de Coubertin: Streitigkeiten um Markenrechte (Foto: olympic.org/the-ioc)pressetext.redaktion

Paris/Veenendaal (pte003/19.07.2018/06:10) – Das Internationale Olympische Komitee (IOC) http://olympic.org/the-ioc hat sich vom niederländischen Unternehmen Tempting Brands http://temptingbrands.com in einen Markenrechtsstreit verwickeln lassen, der über Millionen von Dollar entscheiden könnte. Im Zuge der Auseinandersetzung geht es um die kommerzielle Nutzung des Namens „Pierre de Coubertin“, des französischen Gründers der modernen Olympischen Spiele. Diese Wortmarke wollten sich die findigen Strategen aus Holland gleich in 60 Ländern unter den Nagel reißen. Das IOC behauptet aber, die entsprechenden Rechte bereits seit 2007 zu besitzen und hat nun Klage eingereicht.

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Schutz für Erbe des Gründers

„Das IOC verklagt Tempting Brands, um das Erbe seines Gründers vor einem möglichen Ausverkauf seines Namens in Form von Produkten, die mit der Marke ‚Pierre de Coubertin‘ in Verbindung gebracht werden, zu schützen“, zitiert „Phys.org“ aus einem Statement des globalen Sportverbandes. Außerdem wolle man durch diesen Schritt verhindern, dass dieser Name fälschlicherweise mit den geschäftlichen Vorhaben einer Firma in Verbindung gebracht wird, die „in keinerlei Zusammenhang mit der Olympischen Bewegung“ steht.

Laut IOC habe man bereits im Jahr 2007 einen entsprechenden Schutz des Namens „Coubertin“ beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum http://euipo.europa.eu beantragt und sichergestellt. Tempting Brands argumentiert aber, dass dieser Schutz im Einklang mit geltendem EU-Recht heute nicht mehr gültig sei, weil es das IOC verabsäumt habe, den Namen innerhalb von fünf Jahren auch zu verwenden.

Unterschiedliche Auslegungen

„Temtping Brands mag zwar einen cleveren Weg gefunden haben, sich den Coubertin-Markennahmen unter den Nagel zu reißen. Das Unternehmen könnte am Ende aber dennoch als Verlierer dastehen“, meint die französische Anwältin Fabienne Fajgenbaum, die sich auf den Schutz geistigen Eigentums spezialisiert hat. Denn die Firma aus den Niederlanden habe einen „betrügerischen Antrag“ gestellt, den man gut rechtlich anfechten könnte, so die Experin.

Ganz anders schätzt die Lage hingegen ihr Kollege Tjeerd Overdijk aus den Niederlanden ein: „Ich halte es für unwahrscheinlich, dass das IOC in diesem Fall als Sieger aus dem Rechtsstreit hervorgeht, weil hier mehrere verschiedene Rechtssprechungen zum Zug kommen. In Holland wäre es zumindest nur schwer möglich, Tempting Brands die Markenrechte zu nehmen.“

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Markus Steiner

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20180719003 ]

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