Mittlerer Osten investiert in Indiens Start-ups

Börsenbär und Bulle

Dollar: Mittlerer Osten sieht Chancen (Foto: unsplash.com, Pepi Stojanovski)pressetext.redaktion

Bengaluru (pte003/30.07.2019/06:10) – Das indische Start-up-Ökosystem hat Investoren aus der ganzen Welt – USA, China oder Japan – angezogen. Der Mittlere Osten hat jetzt laut einer Einschätzung von YourStory http://yourstory.com den Einsatz erhöht. Diese Investoren zeigen zunehmendes Vertrauen in den Subkontinent und finanzieren Unternehmen verschiedener Größen und Branchen.

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2014 investierte Katar über seinen Staatsfond Qatar Investment Authority in den Online-Versandhändler Flipkart http://flipkart.com . Das Unternehmen erwies sich als eines der Einhörner der indischen Start-up-Szene. Walmart erwarb 2018 für 16 Mrd. Dollar die Mehrheit an der Firma. Zu den Investoren aus dem Mittleren Osten gehören auch Regierungsbehörden. Dieser allgemeine Trend hält weiter an. Bisher wurde auch in Unternehmen wie Byju’s und Zomato investiert. Der Mittlere Osten und Indien verfügen zudem über lange historische, geschäftliche, politische und kulturelle Verbindungen. Dazu gehört auch, dass zahlreiche Inder in dieser Region Arbeit gefunden haben.

Mehr Diversifikation

Der japanische Konzern Softbank hat bereits mit seinen ersten Vision Fund in der Höhe von 100 Mrd. Dollar klar Interesse bekundet. Beteiligt waren Saudi-Arabien und Abu Dhabi. Saudi-Arabien allein investierte 45 Mrd. Dollar. Vor Kurzem kündigte Byju’s http://byjus.com eine Finanzierung in der Höhe von 150 Mrd. Dollar unter der Leitung der Qatar Investment Authority http://qia.qa an. V Balakrishnan, der Chariman von Exfinity Ventures, geht davon aus, dass die sinkenden Ölpreise zu einer Diversifikation in andere Technologiebereiche führen werden.

Die Investitionen des Mittleren Ostens beschränken sich jedoch nicht auf Einhörner mit einem hohen Wert. Investoren haben bereits auf andere aufkommende Unternehmen, wie unter anderem Tea Box, Healthifyme, Zoomcar, Medtrail, Magicpin, Lets Transport und Khatabook, gesetzt. Laut Navin Honagudi, Partner bei Kae Capital, scheint der chinesische Mark gesättigt zu sein und Indien umfangreiche Möglichkeiten zu bieten. Zusätzlich hat der indische Markt mit Flipkart und FreeCharge bisher bereits gute Möglichkeiten für einen Marktaustritt geboten. Dazu gehört auch der von Oyo angebotene Rückkauf von Aktien. In diesem Bereich sei durchaus noch mehr Entwicklung zu erwarten.

Keine Einbahnstraße

Gleichzeitig ist der Mittlere Osten auf der Suche nach indischen Partnern, die ihr eigenes Start-up-Ökosystem aufbauen wollen. Das Bahrain Economic Development Board (EDB) http://bahrainedb.com lädt bereits indische Unternehmen dazu ein, ihre Töchter in der Golfnation anzusiedeln. EDB-CEO Khalid Al Rumaih betont gegenüber YourStory, dass es zwischen Indien und Bahrain bereits starke historische Verbindungen gebe. Die Bevölkerung von Bahrain ist zwar nur rund ein Tausendstel so groß wie jene von Indien. Rund ein Drittel der Einwohner von Bahrain sind jedoch Inder. “Das hat dabei geholfen, einen ‘Bahrain-India Business Corridor’ entstehen zu lassen. Auf diesen bilateralen Handel entfällt mehr als eine Mrd. Dollar pro Jahr.”

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Moritz Bergmann

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20190730003 ]

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