Aktive oder passive Anlagestrategie: So umgeht man die Gretchenfrage

Passive Aktive Anlagestrategie Core Satellite

Aktive oder passive Anlagestrategie? Diese Frage beschäftigt viele Anleger, die langfristig für das Rentenalter vorsorgen möchten. In diesem Beitrag werfen wir einen kurzen Blick auf die Vorzüge von Fondsinvestments, insbesondere auf aktiv gemanagte Fonds, und beziehen auch Exchange Traded Funds (ETFs) mit ein. 

Beide Ansätze, also sowohl aktive Investmentfonds als auch passive Indexfonds, haben ihre eigenen Stärken und Schwächen, und die Entscheidung für oder gegen eine der beiden Anlagestrategien hängt oft von den individuellen Zielen und Präferenzen des Anlegers ab. Beide eint, dass sie gegenüber dem Einzelinvestment in Aktien die risikoärmeren Anlagevarianten sind. Doch Risiko und Rendite gehören zusammen. Langfristig kann sich etwas weniger Risiko zu nehmen aber durchaus dennoch auszahlen.

Anzeige

Die flexible Option

Aktiv gemanagte Fonds gelten als flexibler und damit grundsätzlich in der Lage, in schwachen Börsenphasen den Markt outzuperformen, da Fondsmanager aktiv nach den besten Anlagemöglichkeiten suchen und ihre Portfolios entsprechend anpassen können. Diese Flexibilität kann in Zeiten wirtschaftlicher Veränderungen oder Marktvolatilität von Vorteil sein. Fondsmanager können schnell auf neue Informationen reagieren und ihre Allokation entsprechend optimieren, um das Risiko zu minimieren und Renditen zu maximieren. 

Der aktive Ansatz kann dazu beitragen, langfristig solide Renditen zu erzielen. Allerdings ist die Expertise des Fondsmanagers ganz entscheidend. Anleger sollten hierauf ein besonderes Augenmerk legen und sich die vergangene Performance des Managers genau ansehen. 

Ein weiterer Vorteil von aktiv gemanagten Fonds ist die Möglichkeit, auf spezialisierte Märkte oder Sektoren zu setzen. Fondsmanager können gezielt in vielversprechende Branchen investieren, die langfristiges Wachstum versprechen. Dies kann dazu beitragen, eine bessere Diversifikation des Portfolios zu erreichen und damit gleichzeitig das Risiko zu streuen.

Die kostengünstige Variante

Auf der anderen Seite stehen Indexfonds, sogenannte ETFs. Diese – zumindest in der klassischen Ausrichtung – sind passiv gemanagt und bilden einfach „nur“ einen Index ab. Der Hauptvorteil von ETFs liegt in ihrer kostengünstigen Struktur. Da sie keinen aktiven Fondsmanager benötigen, fallen in der Regel geringere Verwaltungskosten an. Dies führt zu niedrigeren Gesamtkosten für den Anleger, was gerade bei langfristigen Anlagen einen erheblichen Unterschied bei der Gesamtperformance ausmachen kann.

Ein weiterer Pluspunkt von ETFs ist ihre Transparenz. Da sie einen bestimmten Index nachbilden, wissen Anleger genau, in welche Unternehmen oder Anlageklassen sie investieren. Dies macht es einfach, ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen, ohne sich um die Auswahl einzelner Titel kümmern zu müssen.

Fazit

Eine Kombination beider Ansätze, die als „Core-Satellite“-Strategie bekannt ist, könnte der Königsweg für viele Privatanleger sein. Hierbei bildet ein breit diversifizierter ETF den Kern (Core) des Portfolios, während einzelne aktiv gemanagte Themenfonds als Satelliten hinzugefügt werden, um gezielt auf bestimmte Chancen zu setzen. Einige Satellitenthemen für Fonds- und ETF-Investments stellen wir nachfolgend vor.

Eine sorgfältige Analyse der eigenen Ziele und eine regelmäßige Überprüfung des Portfolios dahingehend bleiben letztlich aber entscheidend, um langfristig eine solide Vermögensbildung für das Rentenalter zu erreichen.

Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlusAnlegerPlus News und AnlegerLand ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Foto: © unsplash.com, SpaceX

AnlegerPlus

SDK Flyer