Rivian: Aktie weiterhin im freien Fall

Rivian R1S

Bei den Anlegern steigt die Nervosität; Wachstumssorgen und Inflation sorgten am Dienstag für rote Zahlen bei den großen Indizes. Mit Spannung werden die Quartalszahlen von Apple und Microsoft erwartet, sie könnten ausschlaggebend für die Stimmung der nächsten Wochen sein. Unter der aktuellen Situation leiden vor allem hochspekulative Wachstumswerte wie das E-Auto-Startup Rivian. 

Der Dow Jones ging am Dienstag mit einem Minus von 2,43 % bei 33.220 Punkten aus dem Handel, der S&P 500 verschlechterte sich um 2,88 % und landete bei 4.172 Zählern. Der Nasdaq 100 stürzte 3,87 % in die Tiefe und schlug bei 13.008 Punkten auf. 

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Rivian: Lieferengpässe & Konkurrenzdruck

Die Anteilsscheine des einst gefeierten Elektroauto-Startups Rivian befinden sich weiterhin im freien Fall, quasi täglich werden neue Tiefststände erreicht. Am Dienstag gab die Aktie 9,56 % nach, in den letzten drei Monaten hat sich der Wert damit um rund 50 % verringert. Das liegt auch an der hohen Bewertung, mit der das Unternehmen an der Börse gestartet ist. Ende 2021 war das Startup kurzzeitig der drittwertvollste Autobauer der Welt – obwohl erst rund 1.000 Fahrzeuge die Produktion verlassen hatten. 

Zusätzlich leidet das Unternehmen seit einiger Zeit unter Versorgungsengpässen: Zuerst konnten keine Chips beschafft werden, jetzt mangelt es zudem an Batterien. Rivian wollte am Markt vor allem mit elektrischen Pickups und SUVs punkten, hat hier aber mittlerweile starke Konkurrenz bekommen. Ford – mit 11 % einer der größten Rivian-Aktionäre – wird am 26. April mit dem Verkauf des Ford F-150 Lightning beginnen. Dem Unternehmen zufolge wurden bereits 200.000 Fahrzeuge vorbestellt. Rivian wird voraussichtlich am 11. Mai Einblick in seine Bücher gewähren, kommt es hier zu einer positiven Überraschung, ist eine Trendwende möglich. Wahrscheinlicher ist aber, dass das Papier weiter an Wert verlieren wird. 

Musk kauft Twitter – Tesla verliert

Während Musk-Jünger die jüngste Akquisition des Unternehmers bejubeln, sind viele Tesla-Aktionäre alles andere als begeistert. Nachdem am Montag bekannt wurde, dass sich der Twitter-Vorstand und Elon Musk auf eine Übernahme des Kurznachrichtendienstes verständigt haben, rutschten die Tesla-Anteilsscheine am Dienstag 12,21 % ins Minus. Die Twitter-Aktie verlor 3,93 %. 

Kursgewinne gab es hingegen beim Chemiekonzern Sherwin Williams. Das Unternehmen hat im ersten Quartal sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzerwartungen geschlagen, die Aktie legte 9,77 % zu. Waste Management ging mit einem Plus von 5,28 % aus dem Handelstag, auch hier trieben erfreuliche Q1-Zahlen den Kurs in die Höhe. 

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Foto: © Rivian

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