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13. Januar 2020  

Frauen: Offenes Lob steigert Führungswillen

Anerkennung ermutigt oft zum Führen (Foto: 089photoshootings, pixabay.com)pressetext.redaktion

Exeter (pte003/13.01.2020/06:10) - Die Leistungen von Mitarbeiterinnen öffentlich anzuerkennen, erhöht die Bereitschaft von Frauen, Führungsaufgaben zu übernehmen, deutlich. Das hat eine Studie von Forschern der University of Exeter http://exeter.ac.uk ergeben. Dies gilt demnach auch in einer stark männerdominierten Umgebung. Unternehmen könnten von solch offenem Lob langfristig profitieren, da von derart ermutigten Frauen geführte Teams laut der Studie in Folge eher eine gute Performance liefern.

Anerkennung macht stark

"Es gibt so viele fähige Frauen, aber viele fühlen sich am Arbeitsplatz nicht ermutigt, sodass sie das Gefühl haben, sie sollten sich nicht für Führungspositionen ins Spiel bringen", sagt Studienleiterin Jingnan Chen, Wirtschaftsprofessorin in Exeter. Vor allem in Teams mit höherem Männeranteil scheuen Frauen ihr zufolge vor Führungsrollen oft zurück. Besonders ausgeprägt ist das in als typisch männlich geltenden Branchen - also gerade dort, wo die Steigerung des Frauenanteils auf allen Ebenen ein besonders wichtiges Anliegen sein sollte.

Dies hängt Chen zufolge damit zusammen, dass herausragende Leistungen von Frauen meist weniger Beachtung bekommen, da diese sich nicht so sehr selbst promoten wie Männer. Öffentliche Anerkennung der quantitativen Leistung solcher Frauen könnte laut den Forschern helfen. "Wenn wir mehr Anerkennung der Leistung von Frauen erleben, sodass die Kollegen wissen, was diese gut machen, werden Frauen eher vortreten und ihre Führungsfertigkeiten nutzen", sagt die Wirtschaftsprofessorin. Eine Ausnahme sind jedoch reine Frauen-Teams - hier hat offenes Lob sogar den gegenteiligen Effekt, da die fähigsten Frauen Fairness und Kooperationsbereitschaft signalisieren wollen.

Fähigste Führungskräfte

Chen betont, dass die Ergebnisse keineswegs darauf hinauslaufen, dass man die Leistungen von Männern schmälern sollte. Es gehe vielmehr darum sicherzustellen, dass jene von Frauen nicht übersehen werden. Gute Leistungen hervorzuheben, sei für Unternehmen oft leicht und jedenfalls von großem Vorteil. "Die fähigsten weiblichen und männlichen Führungspersonen treten hervor, und daher erzielen Gruppen die besten Ergebnisse, wenn es öffentliches Performance-Feeedback gibt", so die Ökonomin.

Die Forscher haben für die in "Leadership Quarterly" veröffentlichte Studie 248 Studenten in Vierer-Teams verschiedene Aufgaben ausführen lassen. Dabei wurde erfasst, wer bereit war, die Gruppe bei einzelnen Aufgaben zu führen, ob Probanden Frauen oder Männer besser über verschiedene Themen für informiert hielten und ob die Studienteilnehmer damit richtig lagen.

(Ende)

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Ansprechpartner: Thomas Pichler
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E-Mail: pichler@pressetext.com
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20200113003 ]

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