US-Handel: Black Friday verliert an Bedeutung

Börsenbär und Bulle

Prozente: Angebote verteilen sich mehr (Foto: Claudia Hautumm, pixelio.de)pressetext.redaktion

Los Angeles (pte001/27.11.2017/06:00) – Der Black Friday, mit dem der US-Handel traditionell nach dem Erntedankfest Thanksgiving die Weihnachtssaison eröffnet, verliert an Bedeutung. “Daten belegen, dass die Verkäufe am Tag nach Thanksgiving in den vergangenen beiden Jahren zurückgegangen sind”, sagt Anthony Dukes, Marketingprofessor an der University of Southern California (USC) http://usc.edu . Dafür ist freilich auch der Trend zu längeren Sonderangebots-Zeiträumen mitverantwortlich.

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Rückläufige Tradition

Der auf das Erntedankfest am vierten Donnerstag im November folgende Tag hat in den USA große Sonderangebots-Tradition mit langen Wartenschlangen schon vor der Ladenöffnung und teils unkontrollierbaren Ansammlungen von Schnäppchenjägern. “Viele von uns wundern sich, beschweren sich über oder machen beim Black-Friday-Wahnsinn mit”, meint Dukes. Doch lichten sich die Shopper-Reihen in den Geschäften in den vergangenen Jahren, was nicht zuletzt an der wachsenden Bedeutung des online-Handels liegt.

Dazu kommt Dukes zufolge, dass immer mehr Händler – sowohl online als auch im klassischen Geschäft – darauf setzen, schon in den Tagen und Wochen vor Thanksgiving auf Verkaufsaktionen und Rabatte setzen. Das zeigt sich unter anderem am Beispiel Amazon: Der Online-Riese hat dieses Jahr gleich eine komplette “Cyber Monday Week” ausgerufen, die heute mit dem eigentlichen Cyber Monday endet. Eben dieser Montag nach Thanksgiving ist erst des vorigen Jahrzehnts als stärkster Tag des amerikanischen Online-Handels zu einer neuen Sonderangebots-Tradition geworden.

Lukrative Weihnachtssaison

Obwohl der diesjährige Black Friday also nicht jene Bedeutung als einzelner Verkaufstag gehabt haben dürfte, den er in den USA jahrzehntelang hatte, könnte die Weihnachtssaison für den US-Handel insgesamt recht gut ausfallen. “Dieses Jahr war Thanksgiving relativ früh”, eklärt Lars Perner, USC-Professor für klinisches Marketing. Damit bleibt Kunden sogar mehr Zeit für Weihnachtseinkäufe – und dass die US-Konsumenten eben dieser Tradition müde werden, hält Perner für unwahrscheinlich. “Die Art, wann und wo wir Geschenke kaufen, könnte sich aber endgültig verändern.”

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Aussender: pressetext.redaktion

Ansprechpartner: Thomas Pichler

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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20171127001 ]

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