Walmart kürzt Gewinnprognose – Aktie stürzt ab

Walmart

Wieder einmal blickte die Wall Street gespannt auf Jerome Powell, der sich beim „Wall Street Journal Future of Everything Festival“ zur Inflation und zur allgemeinen Wirtschaftslage äußerte. Die Rede enthielt wenig Neues, Powell betonte aber, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin höchste Prioritäten habe. Ein geldpolitischer Strategiewechsel ist damit nicht in Sicht. 

Der Nasdaq 100 kletterte am Dienstag um 2,63 % auf 12.565 Punkte. Der Dow Jones notierte am Ende des Handelstages 1,35 % höher bei 32.657 Punkten. Für den S&P 500 ging es 2,03 % auf 4.089 Zähler nach oben. 

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Walmart: schwere Verluste

Die weiterhin hohe Inflation in den USA wirkt sich jetzt auch auf den Einzelhandel aus. Walmart verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinn von 2,05 Mrd. Dollar, rund ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Auch die Gewinnprognose musste angepasst werden: Ursprünglich war man im laufenden Geschäftsjahr von einem Plus von 3 % ausgegangen, jetzt rechnet man mit einem Rückgang um 1 % bis März 2023. 

Zwar stieg der Umsatz um 2,4 % auf 141,6 Mrd. Dollar, die gestiegenen Personalkosten konnten damit aber nicht ausgeglichen werden. Zusätzlich belastete der hohe Ölpreis das Ergebnis, er trieb die Transportkosten in die Höhe. Nach Veröffentlichung der Zahlen trennten sich viele Anleger von ihren Walmart-Aktien, das Papier ging mit einem Minus von 11,41 % aus dem Handel. 

AMD & Amazon im Plus

Während Walmart abstürzte, ging es für andere Einzelhändler nach oben: die Baumarktkette Home Depot notierte bei Handelsschluss 1,65 % höher, Walgreens Boots Alliance legte 1,79 % zu. Auch der Onlinehandel zeigte sich stark, die Amazon-Aktie verteuerte sich um 4,13 %, Ebay um 4,08 %. 

Die Anteilsscheine des Chipherstellers AMD legten am Dienstag 8,74 %. Für Auftrieb sorgte ein positiver Analystenkommentar: Piper Sandler stufte AMD von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch. 

Zu den stärksten Papieren des Tages gehörte Paramount Global. Der Börsenwert des Unternehmens erhöhte sich um 15,31 %. Zuvor hatte Berkshire Hathaway rund 69. Mio Anteile erworben. 

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Foto: © unsplash.com

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