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ANSCHÜTZ + Company: Spritpreise sprengen im September alle Rekorde

01.10.2026

7–11 Minuten

EQS News

Emittent / Herausgeber: ANSCHÜTZ + Company

/ Schlagwort(e): Monatszahlen/Sonstiges

Spritpreise sprengen im September alle Rekorde

01.10.2026 / 11:15 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


PRESSEMITTEILUNG www.clever-tanken.de

Für Interviewwünsche oder detaillierte regionale Daten zur Benzinpreisentwicklung in den 20 größten deutschen Städten kontaktieren Sie bitte die PR-Agentur.
Eine Infografik in hoher Auflösung sowie weitere Informationen stehen unter nachfolgendem Link zum Download bereit:
bit.ly/Press-Kit_Clever-Tanken

 

Spritpreise sprengen im September alle Rekorde

  • Auswertung von Clever Tanken: Super E10 rund 13 Cent, Diesel rund 17 Cent teurer als im August
  • Super E10 und Diesel erreichen höchste Monatswerte seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen vor 13 Jahren

Nürnberg, 1. Oktober 2026. Die Kraftstoffpreise in Deutschland sprengten im September alle bisherigen Rekorde. Bundesweit kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt rund 2,2797 Euro und damit etwa 13 Cent mehr als im August (2,1488 Euro). Noch stärker verteuerte sich Diesel: Für einen Liter zahlten Autofahrende im Schnitt 2,4000 Euro und damit rund 17 Cent mehr als im Vormonat (2,2266 Euro). „Super E10 und Diesel waren im September so teuer wie in keinem Monat seit Beginn unserer systematischen Aufzeichnungen im September 2013“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken.

Vier Tankfüllungen mit jeweils 60 Litern Super E10 kosteten im September bundesweit durchschnittlich rund 547,13 Euro. Gegenüber August (515,71 Euro) summierte sich die Mehrbelastung auf etwa 31,42 Euro. Im Jahresvergleich wird der Anstieg noch deutlicher: Im Vergleich zu September 2025 zahlten Autofahrende für dieselbe Kraftstoffmenge rund 149,30 Euro mehr.

Und auch beim Diesel mussten Autofahrende nochmals deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter zahlten Autofahrende im September im Schnitt rund 576,00 Euro. Das waren etwa 41,62 Euro mehr als im August und rund 196,18 Euro mehr als im September 2025.
 

Geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt bestimmendes Thema:
Gründe für die Preisentwicklung im September

 

Im September blieb der Iran-Krieg der entscheidende Preistreiber an den Rohölmärkten – und damit auch an den hiesigen Tankstellen. Neben der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus verschärften die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens die bereits angespannte Versorgungslage im Nahen Osten. Das Königreich ist der weltweit größte Rohölexporteur und damit von zentraler Bedeutung für die globale Versorgung. Die zeitweise Stilllegung einer wichtigen saudischen Ölpipeline verstärkte zusätzlich die Befürchtungen vor Versorgungsengpässen auf dem Weltmarkt.

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Notierungen durch die Entscheidung der OPEC+, ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anzuheben, sowie durch höhere Rohöleinkäufe chinesischer Raffinerien. So stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der für Deutschland wichtigen Nordseesorte Brent von rund 95 US-Dollar zu Monatsbeginn auf knapp 109 US-Dollar Mitte September. Anschließend gab der Preis unter teils deutlichen Schwankungen wieder nach und lag gegen Monatsende bei rund 98 US-Dollar.

Für die zwischenzeitliche Entspannung sorgten Hoffnungen auf eine diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Preisdämpfend wirkte zudem die Ankündigung Saudi-Arabiens, die nach Drohnenangriffen stillgelegte Ost-West-Pipeline innerhalb weniger Tage schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen. Über diese Pipeline kann Rohöl vom Persischen Golf zum Roten Meer transportiert werden, ohne die weitgehend blockierte Straße von Hormus passieren zu müssen.

Gegen Monatsende erhielten die Notierungen jedoch einen erneuten Auftrieb, nachdem die USA einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatten. Damit bekamen die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Konflikts einen weiteren Dämpfer.

„Der September hat erneut gezeigt, wie stark der Ölmarkt derzeit von geopolitischen Risiken geprägt ist“, sagt Steffen Bock. „Nachrichten über mögliche Lieferausfälle haben die Notierungen teils kräftig nach oben getrieben. Umgekehrt haben bereits Signale für eine Entspannung der Versorgungslage oder diplomatische Fortschritte ausgereicht, um die Preise wieder deutlich sinken zu lassen.“
 

Diesel im September 12 Cent teuer als Benzin 
 

Auch im September kam der steuerliche Vorteil von Diesel nicht bei den Autofahrenden an. Zwar liegt die Energiesteuer auf Diesel derzeit 18,41 Cent je Liter unter der von Benzin, dennoch war Diesel im Monatsdurchschnitt rund 12,03 Cent teurer als Super E10.

Im Vergleich zum August hat sich die Preisrelation damit um rund 4,25 Cent zulasten von Diesel verschoben.
 

Die günstigsten und teuersten Tanktage im September
 

Der günstigste Tanktag für beide Kraftstoffsorten war im vergangenen Monat der 1. September. An diesem Dienstag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt rund 2,2000 Euro und ein Liter Diesel rund 2,2510 Euro.

Der teuerste Tanktag für Super E10 war Mittwoch, der 16. September. Ein Liter kostete an diesem Tag im bundesweiten Durchschnitt 2,3270 Euro.  Diesel war mit 2,4810 Euro am Donnerstag, dem 17. September, am teuersten.
 

Städteranking im September:
Super 
E10 in München, Diesel in Nürnberg am günstigsten –
Leipzig und Dresden am teuersten

 

Unter den 20 größten deutschen Städten war München im September erneut die günstigste Super-E10-Tankstadt. Autofahrende zahlten hier im Monatsdurchschnitt 2,2227 Euro pro Liter. Nürnberg folgte mit 2,2253 Euro auf Platz zwei, Stuttgart mit 2,2418 Euro auf Platz drei. Stuttgart gehört damit zum sechsten Mal in Folge zu den drei günstigsten Super-E10-Tankstädten.

Die teuerste Super-E10-Tankstadt war dagegen Leipzig. Dort kostete der Liter im Durchschnitt 2,3119 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Hannover mit 2,3094 Euro und Dresden mit 2,3085 Euro.

Der Preisunterschied machte sich bei mehrmaligem Tanken deutlich bemerkbar: Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten in Leipzig durchschnittlich 554,86 Euro und damit 21,41 Euro mehr als in München.

In der Kategorie der günstigsten Diesel-Tankstädte belegte Nürnberg zum dritten Mal in Folge den ersten Platz. Im Monatsdurchschnitt kostete der Liter hier 2,3775 Euro. Damit zählt die Stadt bereits zum fünften Mal nacheinander zu den Top drei dieser Kategorie. Auf Platz zwei folgte im September erneut München mit 2,3826 Euro pro Liter. Bielefeld erreichte mit 2,3853 Euro den dritten Platz.

Die teuerste Diesel-Tankstadt war im vergangenen Monat Dresden mit einem Durchschnittspreis von 2,4310 Euro pro Liter. Damit gehört die sächsische Landeshauptstadt seit neun Monaten in Folge zu den drei teuersten Dieselstandorten Deutschlands. Auf den Plätzen zwei und drei folgten im September Hannover mit 2,4220 Euro und Dortmund mit 2,4157 Euro.

 

Ausblick für Oktober:
Tankrabatt bringt Entlastung – aber nicht um jeden Preis

 

Auch im Oktober werden die Kraftstoffpreise voraussichtlich stark von den Rohölpreisen abhängen, die seit sieben Monaten maßgeblich von der Entwicklung des Iran-Konflikts und der Situation an den wichtigen Transportwegen im Nahen Osten beeinflusst werden. Eine ausbleibende Einigung zwischen den USA und dem Iran sowie weitere politische oder militärische Eskalationen könnten die Notierungen erneut in die Höhe treiben.

Für Entlastung könnten hingegen eine Beruhigung des Konflikts und stabilere Transportwege sorgen. So hat Saudi-Arabien zuletzt einen Teil seiner Öltransporte über die Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen, die eine wichtige Alternative zur Straße von Hormus darstellt. Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor bleibt allerdings die Nachfrage. Zwar rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) für das Gesamtjahr 2026 mit einem Rückgang der weltweiten Ölnachfrage um durchschnittlich 2,5 Millionen Barrel pro Tag, doch deuten aktuelle Marktsignale auf eine kurzfristig robuste Nachfrage hin.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland kommt ab dem heutigen 1. Oktober ein weiterer Faktor hinzu: der Tankrabatt der Bundesregierung. Bis zum Jahresende wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent pro Liter gesenkt. Einschließlich Mehrwertsteuer ergibt sich daraus eine rechnerische Entlastung von bis zu 17 Cent. „Der Tankrabatt ist schnell umsetzbar, wirkt in der Breite und kommt unmittelbar bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an“, sagt Steffen Bock. „Er kann die hohen Kraftstoffpreise für drei Monate spürbar abfedern. Er ändert aber nichts an ihren Ursachen – und spätestens mit seinem Auslaufen zum Jahreswechsel fällt diese Entlastung wieder weg.“

Kritisch bewertet Steffen Bock hingegen weiterhin die seit April geltende 12-Uhr-Regel, nach der Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen dürfen. Nach Beobachtungen von Clever Tanken hat die Regel das allgemeine Preisniveau nicht gesenkt. Stattdessen konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf den Vormittag, während die Preiserhöhungen um 12 Uhr teilweise besonders kräftig ausfallen. Zugleich sind die über den Tag verteilten günstigen Tankzeitfenster weitgehend verschwunden. „Die 12-Uhr-Regel hat das Tanken nicht günstiger gemacht, sondern vor allem den Tagesverlauf der Preise verändert“, kritisiert Bock. „Für viele Berufstätige ist das besonders ärgerlich, weil sie die günstigeren Preise am Vormittag kaum nutzen können.“
 

Spartipps:
So holen Autofahrer das Beste aus dem Tankrabatt heraus

 

Steffen Bock rät Autofahrenden zunächst, nicht darauf zu setzen, dass die Entlastung durch den Tankrabatt bereits heute überall vollständig an den Zapfsäulen ankommt. Der Kraftstoff, der sich zu diesem Zeitpunkt noch in den Tanks der Tankstellen befindet, wurde in der Regel noch zum höheren Steuersatz aus den Raffinerien oder Großtanklagern ausgeliefert. „Wer noch genügend Kraftstoff im Tank hat, sollte deshalb nach Möglichkeit erst am 2. oder 3. Oktober tanken. Erfahrungsgemäß dürfte sich der Steuereffekt bis dahin weitgehend im Markt niedergeschlagen haben“, so Bock.

Entscheidend bleibt zudem die Uhrzeit. Nach Beobachtungen von Clever Tanken liegen die Preise seit Einführung der 12-Uhr-Regel vormittags häufig deutlich niedriger und steigen um 12 Uhr sprunghaft an. „Wer zeitlich flexibel ist, sollte möglichst kurz vor dem Mittag tanken. Dann sind die Preise oft am niedrigsten, bevor sie um 12 Uhr teils deutlich angehoben werden“, empfiehlt Bock. „Und wie bisher gilt: Vor dem Tanken unbedingt die Preise vergleichen. Gerade bei den derzeit hohen Kraftstoffpreisen können sich die Unterschiede zwischen den Tankstellen erheblich summieren.“

 

Über Clever Tanken

Als weltweit erstes Unternehmen informierte die infoRoad GmbH mit dem Internetportal www.clever-tanken.de bereits im Jahr 1999 Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland über die günstigsten Kraftstoffpreise der jeweiligen Umgebung. Seit 2013 ist Clever Tanken einer der ersten zugelassenen Verbraucherinformationsdienste bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Unterstützt von Recherchen des eigenen Teams werden damit täglich die Preise nahezu aller Tankstellen in Deutschland aktualisiert.

Der App-Bereich Clever Laden ergänzt das Angebot seit 2018 um Services rund um das Laden von E-Fahrzeugen. Nach einem Update im Juli 2025 lassen sich hier erstmals in Deutschland auch die Preise für spontane Ad-hoc-Ladevorgänge abrufen und melden. Dank der Partnerschaft mit dem Berliner Technologieunternehmen Cariqa ist seit August 2026 zudem das direkte Starten und Bezahlen von Ladevorgängen zu Betreiberpreisen möglich. So schafft Clever Tanken mehr Transparenz an öffentlichen Ladesäulen und baut sein Informationsangebot in Richtung Elektromobilität konsequent aus.

In Deutschland ist Clever Tanken Marktführer unter den Verbraucherinformationsdiensten zum Thema Spritpreise. Die gleichnamige Webseite wird monatlich circa acht Millionen Mal aufgerufen, die Apps circa 27 Millionen Mal. (Durchschnittswerte der letzten 12 Monate; Quellen: Google Analytics und Google Firebase / Stand: Juli 2026).

Nicht nur Verbraucher greifen auf die Services von Clever Tanken zurück. Auch Anbieter wie HERE und Garmin verwenden die Datenbank, um ihre Nutzer über die aktuellen Spritpreise zu informieren. Print- und Rundfunkmedien nutzen den Dienst, um ihren Rezipienten die günstigsten Tankstellen in der Umgebung zu melden.

  

Pressekontakt
ANSCHÜTZ + Company
Public Relations
Ansprechpartnerin: Nadine Anschütz

Im Ludwigpalais – Ludwigstraße 8
80539 München
 
T: +49 89 9622 8981
E:  clever-tanken@anschuetz-co.de
W: https://anschuetz-co.de

Unternehmenskontakt
infoRoad GmbH
Geschäftsführer: Steffen Bock

Hauptstraße 27
90562 Heroldsberg
 
 
E:  infoservice@clever-tanken.de
W: https://www.clever-tanken.de/
 

Städteranking der Spritkosten für September 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken

Städteranking der Spritkosten für September 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken

Städteranking mit Durchschnittskosten für Diesel und Super E10 im September 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken

Städteranking mit Durchschnittskosten für Diesel und Super E10 im September 2026. © infoRoad GmbH / Clever Tanken

 


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