|
Original-Research: Österreichische Post AG – von Montega AG 10.08.2026 / 15:24 CET/CEST Einstufung von Montega AG zu Österreichische Post AG
Paketdynamik stützt Umsatz in H1 – Margendruck und Sondereffekte belasten Halbjahresergebnis Die Österreichische Post AG hat ihren Zwischenbericht für H1/2026 vorgelegt. Die Ergebnisse spiegeln die erwartete zweigeteilte Entwicklung wider: Während der Konzernumsatz dank der anhaltenden Dynamik im E-Commerce-Bereich um +3,8% yoy auf 1.544,0 Mio. EUR zulegen konnte, stand die Ergebnisseite weiter unter Druck. Neben dem strukturellen Rückgang im Briefgeschäft und dem intensiven Preiswettbewerb im Ausland belasteten insbesondere nicht-cashwirksame Bewertungseffekte aus Optionsverbindlichkeiten das Periodenergebnis. Dennoch bleibt der Ausblick für die zweite Jahreshälfte dank greifender Tarifanpassungen positiv. [Tabelle] Operatives Geschäft im Rahmen der Erwartungen – Q2 zeigt Paketbeschleunigung: Mit einem H1-EBIT von 73,3 Mio. EUR (-22,0% yoy) landete die Post im Rahmen unserer Schätzungen (Q2-EBIT: 36,5 Mio. vs. MONe: 36,0 Mio. EUR). Hauptverantwortlich für den EBIT-Rückgang waren neben Lohn- und Sachkostensteigerungen auch margenschwächere Volumensverschiebungen. Während der profitable Briefbereich durch fortschreitende E-Substitution volumenmäßig einbüßte, hielt der Preis- und Wettbewerbsdruck in der internationalen Paketlogistik an. Zusätzlich lasteten die Transformation sowie Anlaufkosten im Telekom-Bereich (Markteinführung von YELLOW) vorübergehend auf der operativen Marge. Hinzu kamen regulatorische Eingriffe im türkischen Markt, die das margenstarke asiatische Importvolumen bremsten. Operativ sticht das Q2 dennoch positiv hervor: Die Division E-Commerce & Logistics beschleunigte ihr Umsatzwachstum in Q2 auf +16,3% yoy (H1: +11,5% auf 910,9 Mio. EUR), gestützt auf ein starkes Paketplus in Österreich (+9,0% in H1) sowie den vollen Konsolidierungseffekt von euShipments.com. In der Division Brief, Filiale & Services fiel der Umsatzrückgang in Q2 (-7,1% yoy; H1: -7,4% auf 566,1 Mio. EUR) moderater aus als befürchtet. Margenseitig drückten der Wegfall der Telekom-Kooperation, Kostendruck sowie die Preisintensität in CEE/Türkei das Q2-Brief-EBIT (-34,9% yoy). Das Periodenergebnis (H1: 22,8 Mio. EUR; Q2: 7,5 Mio. EUR) wurde stark von unbaren Neubewertungseffekten der Aras-Kargo-Optionsverbindlichkeit (-20 Mio. EUR in H1) belastet. Bereinigt lag das H1-EPS bei soliden 0,65 EUR (vs. 0,32 EUR berichtet). Der operative Free Cashflow erholte sich in Q2 deutlich (+29,3% yoy auf 43,2 Mio. EUR). Ausblick: Das Management hat die Jahresguidance eines stabilen EBITs bestätigt. Wir erwarten für H2 ebenfalls eine spürbare Ergebnisbeschleunigung, getrieben durch die Portoerhöhung beim Premiumbrief ab 1. August sowie greifende Preisanpassungen in der Türkei und CEE ab 1. Juli. Fazit: Die Q2-Zahlen bestätigen den erwarteten Übergangscharakter des ersten Halbjahrs. Operativ beschleunigt sich das Paketgeschäft, während die erwarteten H2-Preisanpassungen die Lücke zum Jahresziel schließen sollten. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 38,00 EUR. +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
||||||||||||||||||||
2380108 10.08.2026 CET/CEST
Eine Speicherung der Nachrichten in Datenbanken sowie jegliche Weiterleitung der Nachrichten an Dritte im Rahmen gewerblicher Nutzung oder zur gewerblichen Nutzung sind nur nach schriftlicher Genehmigung durch die EQS Group GmbH gestattet.
Originalversion auf eqs-news.com ansehen.


