Im Fokus: die deutsche Aktienkultur
Erscheinungstag: 16.12.2017, Ausgabe AnlegerLand 2018
Verlag: Kapital Medien GmbH
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Themen im Heft
Die Standpunktereihe unserer Jahressonderausgabe AnlegerLand 2018 befasst sich mit dem Thema Aktienkultur, die in Deutschland nun wirklich nicht ausgeprägt ist. Woran es hakt, darüber „diskutieren“ unsere Standpunkteautoren. Neben den Standpunkten hat AnlegerLand weitere zahlreiche Anlagethemen und Investmentideen in petto.
Deutschland ist kein Land der Aktionäre. Und das liegt mit Sicherheit unter anderem daran, dass einem Großteil der Bevölkerung das entsprechende Aktien-Know-how fehlt. Deshalb fordert Prof. Dr. Heribert Hirte, MdB, auch von der Politik Anstöße für eine finanzpolitische Schulausbildung. Aber selbst dann dürften die Selbstentscheider in der Minderheit sein, d.h. der Privatanleger ist auf externe Beratung, z. B. durch Banken angewiesen.
Doch die Aktienberatung ist seit Jahren einer strengen Regulierung unterworfen, Kritiker sprechen von einer Überregulierung. Georg Bauer, Mitglied der Geschäftsleitung beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, erläutert die letzten Regulierungsschritte und gibt Anstöße, was zu einer Verbesserung der Positionierung der Aktie in der Beratung noch erforderlich ist.
Unstrittig unter Finanzexperten ist dagegen, dass die Anlageform Aktie für das System der Altersrente unverzichtbar ist. Die langfristig am Aktienmarkt erzielbaren Renditen sind unschlagbar und gehören deshalb eigentlich in jeden Vermögensmix. Udo Philipp, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen, fordert daher eine Reform der kapitalgedeckten Altersvorsorge und die Einführung eines öffentlich verwalteten Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild, in den monatlich ein Teil des Einkommens eingezahlt wird.
Aber egal ob Aktienanlage in Einzelwerte oder über einen Bürgerfonds, die Finanztransaktionssteuer sowie die von einigen Parteien geforderte (kompensationslose) Abschaffung der Abgeltungssteuer sind nicht nur Gift für die Rendite, sondern auch für eine langfristig ausgerichtete Anlagestrategie. Und deshalb fordern Dr. Christine Bortenlänger und Dr. Franz-Josef Leven, beide vom Deutschen Aktieninstitut, auf zusätzliche steuerpolitische Experimente und die Erhöhung der Komplexität des Steuersystems zu verzichten.
Wie jedes Jahr ist auch diesmal das Schwarzbuch Börse der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V Bestandteil der AnlegerLand-Ausgabe. Auf 37 Seiten informieren die Anlegerschützer über die größeren und auch kleinen Skandale an den Kapitalmärkten des Jahres 2017.

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