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Original-Research: UmweltBank AG – von GBC AG 29.10.2026 / 11:00 CET/CEST Einstufung von GBC AG zu UmweltBank AG
Kreditgeschäft auf Wachstumskurs – Profitabilität verbessert sich Auch auf Sicht der ersten neun Monate des Jahres 2026 weist die UmweltBank AG mit einem Zinsergebnis in Höhe von 43,79 Mio. € (VJ: 43,35 Mio. €) eine weitgehend stabile Entwicklung des Zinsergebnisses aus. Im dritten Quartal 2026 wurde, nachdem in den beiden vorangegangenen Quartalen ein leichter Rückgang verzeichnet wurde, mit einem Anstieg des Zinsergebnisses um 13,8 % jedoch eine sichtbare Trendumkehr erreicht. Dieser positive Trend beim Zinsergebnis spiegelt zum einen den sukzessiven Auslauf der Sonderkonditionen im Einlagengeschäft (Privatkundengeschäft) wider, was zu einer Reduktion des Zinsaufwands geführt haben dürfte. Seit Oktober 2025 bietet die UmweltBank AG im Rahmen einer Sonderaktion 3,0 % Zinsen auf Tagesgeld, ursprünglich begrenzt auf drei Monate. Dies hatte zunächst zu einem starken Anstieg der Kundeneinlagen geführt. Aufgrund der aktuell intensiveren Konkurrenzsituation sowie nach dem Auslaufen der dreimonatigen Frist kam es zu einem Abfluss der Privatkundeneinlagen, die zum 30.09.26 auf ca. 3,7 Mrd. € (31.12.25: ca. 4,3 Mrd. €) gesunken sind, stärker als erwartet. Während des Sonderkonditionenzeitraums wird durch die Einlage der Kundeneinlagen bei der EZB ein negatives Zinsergebnis erwirtschaftet. Der Wegfall dieser „Kundengewinnungskosten” hat sich positiv auf das Zinsergebnis ausgewirkt. Ebenfalls zur positiven Entwicklung des Zinsergebnisses hat das Firmenkundengeschäft beigetragen, welches in den ersten 9 Monaten 2026 merklich angezogen hat. Mit einem Brutto-Kreditneugeschäft in Höhe von 324 Mio. € wurden die jeweiligen Gesamtjahreswerte der Jahre 2025 und 2024 bereits nach neun Monaten 2026 übertroffen. Das für das Gesamtjahr 2026 von der UmweltBank AG in Aussicht gestellte Brutto-Kreditneugeschäft in Höhe von 450 Mio. € dürfte gut erreichbar sein, da laut Unternehmensangaben weiterhin eine hohe Nachfrage im Bereich erneuerbare Energien und Immobilien besteht. Durch die im Vorjahr durchgeführte Kapitalerhöhung und die reduzierte Kapitalanforderung ist die UmweltBank AG nun besser in der Lage, die hohe Nachfrage selektiv zu bedienen. Parallel dazu verringerte sich das Finanzergebnis der UmweltBank AG in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 deutlich auf 3,61 Mio. € (VJ: 14,84 Mio. €). Der hohe Vorjahreswert war maßgeblich durch einen einmaligen Sonderertrag aus der Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft geprägt. Auch das Provisions- und Handelsergebnis lag mit 4,98 Mio. € (VJ: 5,30 Mio. €) leicht unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren insbesondere die schwächer als erwarteten Erträge im Wertpapiergeschäft und im Zahlungsverkehr. Der insgesamt rückläufigen Entwicklung der Gesamterträge auf 51,72 Mio. € (VJ: 60,72 Mio. €) steht eine erhebliche Verbesserung des Verwaltungsaufwandes auf 46,42 Mio. € (VJ: 51,59 Mio. €) gegenüber. Dieser profitierte insbesondere vom umgesetzten Kosten- und Effizienzprogramm, welches zu einem deutlichen Rückgang des anderen Verwaltungsaufwandes (IT-Kosten, Beratungs- und Prüfungsaufwendungen, sonstiger Verwaltungsaufwand) auf 20,36 Mio. € (VJ: 29,26 Mio. €) führte. Die gestiegenen Personalaufwendungen in Höhe von 25,79 Mio. € (VJ: 21,85 Mio. €) aufgrund des planmäßigen Personalaufbaus sowie von Gehaltsanpassungen wurden damit überkompensiert. Damit hat die UmweltBank AG in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 5,31 Mio. € (VJ: 9,13 Mio. €) erreicht. Auch auf Quartalsebene wird der im Zinsergebnis dargestellte positive Trend sichtbar. Nach einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 0,23 Mio. € (Q1 2026) bzw. 1,95 Mio. € (Q2 2026) lag dieses im dritten Quartal bei 3,13 Mio. €. Mit der Veröffentlichung der Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2026 hat das Management der UmweltBank einzelne Bestandteile der Guidance für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Während die Prognose für das Zinsergebnis (60–65 Mio. €) und das Finanzergebnis (4–8 Mio. €) unverändert blieb, wird nun mit einem niedrigeren Provisions- und Handelsergebnis in Höhe von 6–9 Mio. € (bisher: 10–15 Mio. €) gerechnet. Grund hierfür ist das voraussichtliche Ausbleiben der Platzierung von zwei für 2026 geplanten Anleiheemissionen sowie die schwächer als erwarteten Erträge im Wertpapiergeschäft. Angesichts des anhaltend intensiven Zinswettbewerbs und der damit verbundenen Abflüsse von Tagesgeldern hat das Management die Prognose für die Privatkundeneinlagen zum Jahresende 2026 auf rund 4,0 Mrd. € (bisher: 4,0–5,4 Mrd. €) reduziert. Zusammen mit dem niedrigeren Kundenwachstum soll sich auch der erwartete Gesamtaufwand deutlich reduzieren. Mit dem zusätzlich laufenden Effizienz- und Kostenprogramm stellt der Vorstand der UmweltBank einen anderen Verwaltungsaufwand in Höhe von 28–32 Mio. € (bisher: 32 Mio. €) in Aussicht. Damit wäre ein Teil des erwarteten niedrigen Provisions- und Handelsergebnisses aufgefangen. Darüber hinaus erwartet die Gesellschaft aufgrund der fortschreitenden Gesundung einzelner Immobilienfinanzierungen eine Auflösung bestehender Risikovorsorge, sodass für das Gesamtjahr ein positiver Ergebnisbeitrag aus der Risikovorsorge von 0 bis 4 Mio. € prognostiziert wird. In Summe führen diese Effekte zu einer unveränderten EBT-Prognose von 12,5–17,5 Mio. €, wobei ein Ergebnis am unteren Ende der Prognosebandbreite erwartet wird. Wir haben unsere Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 an die aktualisierte Unternehmens-Guidance angepasst. Bei einem niedrigeren Provisions- und Handelsergebnis rechnen wir mit niedrigeren Aufwendungen, sodass wir mit einem nahezu unveränderten Vorsteuerergebnis von 11,72 Mio. € (bisher: 12,02 Mio. €) kalkulieren. Unsere Schätzungen für die kommenden Geschäftsjahre bleiben unverändert. Am 10. Dezember 2026 wird die Gesellschaft eine strategische Planung bis zum Geschäftsjahr 2031 vorstellen. Dabei soll auch eine Neubewertung der bisherigen langfristigen Wachstumsziele erfolgen, was unter Umständen auch eine Anpassung unserer Prognosen für die kommenden Geschäftsjahre bedeuten könnte. Unsere marginale Prognoseanpassung hat einen vernachlässigbaren Einfluss auf den fairen Wert je Aktie. Wir bestätigen daher das Kursziel von 8,00 € und vergeben erneut das Rating „KAUFEN“. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20261029_UmweltBank_Comment Kontakt für Rückfragen: Hinweis zu Issuer-Sponsored Research: Vorliegende Researchstudie ist Issuer-Sponsored Research und wurde in Übereinstimmung mit dem EU-Verhaltenskodex (EU Code of Conduct) für Issuer-Sponsored Research erstellt. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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