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Verbio SE / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung/9-Monatszahlen Verbio SE: Verbio zurück auf Erfolgskurs 13.05.2026 / 08:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Verbio zurück auf Erfolgskurs
Leipzig, 13. Mai 2026 – Die Dynamik aus dem ersten Halbjahr 2025/26 gewann im dritten Quartal weiter an Fahrt und führte zu einem starken Ergebnis nach neun Monaten. Im Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis 31. März 2026 steigerte Verbio die Produktion von Biodiesel und Bioethanol auf 888.691 Tonnen (9M 2024/25: 879.118 Tonnen), maßgeblich getrieben durch den kontinuierlichen Hochlauf der Anlage in Nevada. Auch die Biomethanproduktion legte deutlich zu und erreichte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 1.040 GWh (9M 2024/25: 865 GWh). Damit übertraf Verbio erneut die Vorjahreswerte und setzte neue Produktionsrekorde bei Biomethan und Bioethanol. Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten auf EUR 1.340,7 Mio. (9M 2024/25: EUR 1.146,5 Mio.). Ausschlaggebend dafür war insbesondere die anziehende Nachfrage nach THG‑Quoten in einem zunehmend stabilisierten Marktumfeld, die sich sowohl in steigenden Handelsvolumina als auch in höheren Absatzpreisen widerspiegelte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 bei EUR 105,7 Mio. (9M 2024/25: EUR 22,4 Mio.). Der EBITDA‑Anstieg ist im Wesentlichen auf eine um EUR 64,8 Mio. verbesserte absolute Bruttomarge zurückzuführen. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung vom Segment Bioethanol/Biomethan, in dem sich die deutliche Erholung des THG‑Quotenmarktes zeigte. Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf EUR 58,3 Mio. (9M 2024/25: EUR -24,2 Mio.). Das Periodenergebnis wird mit EUR 22,3 Mio. (9M 2024/25: EUR -40,5 Mio.) ausgewiesen. Daraus resultiert ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von EUR 0,35 (9M 2024/25: EUR -0,64). Der operative Cashflow erreichte nach den ersten neun Monaten 2025/26 dank der verbesserten operativen Dynamik EUR 96,4 Mio. (9M 2024/25: EUR -11,5 Mio.), während die Auszahlungen für Sachanlagen bei EUR 63,4 Mio. (9M 2024/25: EUR 96,3 Mio.) lagen. Die Investitionen betrafen hauptsächlich die Anlagen zur Herstellung von biobasierten Spezialchemikalien aus Rapsmethylester (Biodiesel) in Europa und die Anlage in South Bend (IN, USA). Damit betrug der Free Cashflow (operativer Cashflow abzgl. Investitionen in Sachanlagen) EUR 33,0 Mio. (9M 2024/25: EUR -107,8 Mio.). Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich folglich zum 31. März 2026 auf EUR 126,8 Mio. (30.06.2025: EUR 164,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 59,3 % (30.06.2025: 58,2 %). Belebter THG‑Quotenmarkt mit saisonal starker Nachfrage treibt Q3-Ergebnis Im dritten Quartal erzielte Verbio einen Konzernumsatz von EUR 447,1 Mio. (Q2 2025/26: EUR 455,4 Mio.; Q3 2024/25: EUR 394,9 Mio.). Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um EUR 52,0 Mio. und im Vergleich zum Vorquartal um EUR 30,1 Mio. gesteigert werden und belief sich auf EUR 60,2 Mio. (Q2 2025/26 EUR 30,1 Mio.; Q3 2024/25: EUR 8,2 Mio.). Insbesondere die fortgesetzte Markterholung in Kombination mit der saisonbedingt hohen Nachfrage nach THG‑Quoten sowie gesteigerte Biomethanabsatzmengen spiegelten sich in der stark positiven Entwicklung des Quartalsergebnisses wider. Im Segment Biodiesel erreichte die Produktion in Europa im dritten Quartal 2025/26 erneut ein Rekordniveau, wodurch die Gesamtproduktion gegenüber dem dritten Quartal 2024/25 zunahm. Aufgrund veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen in Nordamerika wurden die Mengen in Kanada im Berichtszeitraum planmäßig auf einem niedrigen Niveau gehalten. Der Umsatz verringerte sich dennoch im dritten Quartal von EUR 223,8 Mio. in Q2 2025/26 und EUR 210,3 Mio. in Q3 2024/25 auf EUR 202,7 Mio., da die Absatzmengen infolge einer gezielten Reduktion von Drittmengen zurückgingen. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen unfertiger und fertiger Erzeugnisse sowie eines leichten Rückgangs im Materialeinsatz ergab sich dagegen eine höhere Bruttomarge im Vorjahresvergleich. Somit konnte Verbio das EBITDA im Segment steigern und erreichte EUR 18,5 Mio. nach EUR 16,8 Mio. im dritten Quartal 2024/25. Im Vergleich zum Vorquartal gingen Bruttomarge und EBITDA marktbedingt zurück (Q2 2025/26 EBITDA: EUR 24,1 Mio.). Im Segment Bioethanol/Biomethan erreichte Verbio im dritten Quartal 2025/26 infolge des Hochlaufs der Anlage in Nevada einen neuen Produktionsrekord bei Biomethan. Der Rückgang der Bioethanol‑Produktionsmengen gegenüber dem Vorjahres‑ und Vorquartal war im Wesentlichen auf eine temporäre biologische Beeinträchtigung der Fermentationsprozesse in Europa zurückzuführen. In Nordamerika führten darüber hinaus zeitweise negative Produktionsmargen infolge ungünstiger Marktbedingungen im Januar 2026 zu einem Rückgang der Produktionsmengen gegenüber dem Vorquartal. Der Umsatz stieg auf EUR 236,3 Mio. in Q3 2025/26 von EUR 228,0 Mio. in Q2 2025/26 und EUR 181,5 Mio. in Q3 2024/25. Wesentliche Treiber waren die Erholung des THG‑Quotenmarktes und die starke saisonal bedingte Nachfrage nach THG-Quoten. Die Zunahme des EBITDA um EUR 28,4 Mio. im Vergleich zum Vorquartal und EUR 48,2 Mio. im Vergleich zum entsprechendem Vorjahresquartal resultierte maßgeblich aus dem Ergebnisbeitrag des THG‑Quotengeschäfts, sodass im dritten Quartal insgesamt ein EBITDA von EUR 34,2 Mio. (EBITDA Q2 2025/26: EUR 5,8 Mio.; Q3 2024/25: EUR -14,0 Mio.) ausgewiesen wurde. Niedrigere Getreideeinstandspreise gegenüber dem Vorjahresquartal führten dazu, dass sich der Materialeinsatz deutlich reduzierte und sich positiv auf die Marge auswirkte. Im Segment Übrige erzielte Verbio im dritten Quartal 2025/26 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12,3 Mio. (Q2 2025/26: EUR 7,2 Mio.; Q3 2024/25: EUR 8,8 Mio.) aus Transport- und Logistikleistungen. Zusammen mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem Bereich Trading wird das Segment-EBITDA mit EUR 7,6 Mio. (Q2 2025/26: EUR 0,2 Mio.; Q3 2024/25: EUR 5,4 Mio.) ausgewiesen. Das Ergebnis aus Warentermingeschäften im Segment betrug EUR 11,3 Mio.; davon ist der überwiegende Anteil realisiert. Verbio konkretisiert neue Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 Im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes zum Geschäftsjahr 2024/25 am 25. September 2025 wurde für das Geschäftsjahr 2025/26 ein EBITDA im hohen zweistelligen Millionenbereich und damit deutlich über dem des Vorjahres prognostiziert. Diese Prognose wurde am 25. März 2026 in einer Ad-Hoc-Meldung nach oben korrigiert. Erwartet wurde nun aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufes sowie des derzeitigen Absatz- und Rohstoffpreisniveaus ein EBITDA in der Größenordnung zwischen EUR 100 Mio. und EUR 140 Mio. Die Prognose wurde mit einer breiten Spanne formuliert, da das geopolitische Umfeld weiterhin dynamisch bleibt. Auf Basis der anhaltend hohen Absatzpreise, unterstützt von einem günstigen regulatorischen Umfeld und von geopolitischen Faktoren, konkretisiert Verbio die EBITDA-Erwartung für das Gesamtjahr 2025/26 an das obere Ende der neuen Erwartungsspanne von EUR 100 Mio. bis EUR 140 Mio. Die Erwartung für die Nettofinanzverschuldung zum Geschäftsjahresende wurde mit der Ad-hoc-Meldung am 25. März 2026 nach unten korrigiert und in einer Größenordnung von EUR 140 Mio. prognostiziert. Mit der Konkretisierung der EBITDA-Erwartung erwartet der Vorstand nun eine Nettofinanzverschuldung zum Geschäftsjahresende von weniger als EUR 140 Mio. THG‑Quote bis 2040 deutlich erhöht – Bundesrat stimmt Gesetz zur Umsetzung der RED III zu Nach dem Beschluss durch den Bundestag wurde die Neuregelung zur Treibhausgasminderungsquote am 8. Mai 2026 auch vom Bundesrat angenommen. Die THG‑Quote steigt damit von derzeit 12 Prozent auf 17,5 Prozent im Jahr 2027 und wird bis 2040 schrittweise auf 65 Prozent erhöht. Gleichzeitig entfällt die Doppelanrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe, die Kappungsgrenze für Anbaubiomasse wird bis 2032 auf 5,8 Prozent ausgeweitet und ab 2027 werden verbindliche Vor‑Ort‑Kontrollen zur Betrugsprävention eingeführt. Ergänzend zu weiteren weltweiten Marktimpulsen stärkt das Gesetz die Biokraftstoffbranche und erweitert die Marktchancen konventioneller und fortschrittlicher Biokraftstoffe. „Mit der neuen THG-Quotenregelung werden wir integraler Bestandteil eines vorausschauenden Energiekonzepts. Wir erhalten künftig nicht mehr nur eine Klimaschutz-Prämie für unsere Produkte, sondern auch eine Resilienz-Prämie“, erläutert Verbio-Chef Claus Sauter die Bedeutung der Beschlussfassung für Industrie und Verbraucher. Er fügt hinzu: „Biokraftstoffe sind nicht nur gelebter Klimaschutz. Sie sind auch eine wichtige Unterstützung für die Landwirtschaft und für eine sichere Energieversorgung. Unsere Rohstoffe müssen nicht durch die Straße von Hormus. Sie wachsen direkt auf dem Feld nebenan in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Brandenburg.“
Verbio Kennzahlen
Ausführliche Informationen über die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Ge-schäftsjahres 2025/26 finden Sie in der Quartalsmitteilung zum 31. März 2026, die ab 8:30 Uhr (MESZ) unter www.verbio.de/finanzberichte abrufbar ist.
Über Verbio Wir bei Verbio machen mehr aus Biomasse: In unseren Bioraffinerien verarbeiten wir Roh- und Reststoffe aus der regionalen Landwirtschaft zu klimafreundlichen Kraftstoffen, grüner Energie und erneuerbaren Produkten für Chemie und Landwirtschaft. Darüber hinaus stellen wir hochwertige Komponenten aus nachhaltig erzeugter Biomasse für die Futter- und Nahrungsmittelindustrie bereit. An unseren Standorten in Europa, Asien und Nordamerika beschäftigen wir ca. 1.400 Mitarbeitende. Unser Leitsatz „Pioneering green solutions“ fasst zusammen, was unser internationales Team antreibt: Mit innovativen Technologien und grünen Lösungen gestalten wir den gesellschaftlichen und industriellen Wandel hin zu Klimaneutralität und ökologischer Produktion. Wir tragen dazu bei, die natürlichen Ressourcen zu bewahren und nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen. Dabei verbinden wir globales Wachstum mit wirtschaftlichem Erfolg, gesellschaftlicher Verantwortung und Versorgungssicherheit. Die Verbio-Aktie (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) ist seit Oktober 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Unser Hauptsitz ist in Zörbig, Deutschland.
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