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Gute Zahlen und erhöhte Prognose – INDUS-Aktie hat weiterhin Potenzial

Das Foto zeigt moderne Montagemaschinen in einer großen Werkshalle.

Die Aktie der INDUS Holding AG hat seit unserer (Wieder-)Vorstellung Ende 2025 zugelegt. Ausgehend von damals rund 27 Euro notiert das Papier inzwischen bei etwa 31 Euro, womit das erste Kursziel von 32 Euro fast erreicht ist. Unterstützung kommt dabei auch von einer operativ erfreulichen Geschäftsentwicklung.

💡 Key Takeaways: BMW-Aktie nach Gewinnwarnung
  • Prognose drastisch gesenkt: BMW korrigiert die erwartete EBIT-Marge in der Autosparte für das Gesamtjahr 2026 von ursprünglich 4–6 % auf nur noch 1–3 %.
  • Analysten kappen Kursziele: Experten reagieren pessimistisch – Berenberg senkt das Ziel auf 69 Euro, während die Citigroup den fairen Wert bei 66 Euro sieht. Goldman Sachs bleibt mit 84 Euro optimistischer.
  • Globale Belastungsfaktoren: Ein verschärfter Wettbewerb im schwächelnden China-Markt sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten den Free Cashflow spürbar.
  • Lichtblick für Aktionäre: Trotz des signifikanten Gewinneinbruchs bleiben die Dividendenausschüttungsquote von 30 bis 40 % und das laufende Aktienrückkaufprogramm unangetastet.

Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Beteiligungsholding für den industriellen Mittelstand solide Zahlen vorlegen. Der Umsatz lag mit 1,74 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahresniveau, das EBIT verbesserte sich auf 127 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 69,8 Mio. Euro beziehungsweise 2,77 Euro je Aktie, nachdem im Vorjahr 54,7 Mio. Euro erzielt worden waren. 

Volle Auftragsbücher

Positiv entwickelte sich auch der Auftragseingang, der 2025 um 15,1 % auf 1,85 Mrd. Euro zulegte und damit auf einen guten Geschäftsverlauf im laufenden Jahr hindeutet. Auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um 0,10 Euro auf 1,30 Euro je Aktie steigen und wird nach der Hauptversammlung am 3. Juni ausgeschüttet.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Vorstandschef Johannes Schmidt mit dem Geschäftsverlauf. Trotz eines seit Jahren schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zeigte sich der Manager optimistisch und verwies auf die Anpassungsfähigkeit der Beteiligungen: „In unruhigen Zeiten sind es gerade die mittelständischen Unternehmen wie in unserer Gruppe, die immer wieder neue Wege finden, um ihre Ziele zu erreichen.“

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Prognose erhöht

Für 2026 hatte der Vorstand im März zunächst einen Umsatz der Holding zwischen 1,80 und 1,95 Mrd. Euro sowie ein adjusted EBITA von 150 bis 170 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Bereits Ende April hob INDUS die Erwartungen an, ausgelöst durch eine „Sonderentwicklung“ im Segment Materials Solutions. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Versorgungslage bei Wolframcarbid, die zu einem massiven Preisanstieg geführt hat. Davon profitiert das größte Beteiligungsunternehmen des Segments, das derzeit einen starken, vor allem preisgetriebenen Umsatzanstieg verzeichnet.

Die Umsatzprognose für 2026 wurde deshalb auf 1,85 bis 2,05 Mrd. Euro angehoben, beim adjusted EBITA rechnet der Vorstand nun mit 160 bis 190 Mio. Euro. Auch die Zahlen zum ersten Quartal untermauern den optimistischeren Ausblick. Der Umsatz lag bei 442 Mio. Euro, das adjusted EBITA bei 42,5 Mio. Euro. Damit erscheint die erhöhte Prognose aus heutiger Sicht gut erreichbar.

Der positive Geschäftsverlauf spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Dennoch halten wir die INDUS-Aktie weiterhin für moderat bewertet. Unser neues mittelfristiges Kursziel liegt bei 38 Euro, das Stop-Loss-Limit sollte auf 25 Euro nachgezogen werden. 

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Foto: © Maksym Kaharlytskyi auf Unsplash

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