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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung AT&S erzielt im 3. Quartal wieder positives Konzernergebnis 03.02.2026 / 07:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
AT&S erzielt im 3. Quartal wieder positives Konzernergebnis
Leoben – „Das dritte Quartal hat eindrucksvoll gezeigt, dass wir operativ auf dem richtigen Kurs sind“, sagt AT&S CEO Michael Mertin. „Zum einen zeigt unser konsequent umgesetztes Effizienzprogramm Wirkung, zum anderen hat sich das Marktumfeld für die Technologiebranche verbessert. Und schließlich tragen unsere Werke in Kulim, Malaysia, sowie Leoben, Österreich, zur Umsatzentwicklung bei, sodass wir wieder ein positives EBIT erzielen konnten. Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, unsere Jahresziele voll zu erreichen. Die Investitionen der vergangenen Jahre beginnen zu tragen und schaffen eine solide Basis, um aus der aktuellen Markterholung nachhaltig Wert zu schaffen.“
3. Quartal 2025/26 Im dritten Quartal 2025/26 trugen die neuen Werke in Kulim und Leoben spürbar zum Wachstum bei und AT&S steigerte seinen Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 % – währungsbereinigt um 27 %. Dank des umfassenden Kostenoptimierungs- und Effizienzprogrammes und eines besseren Preisumfelds erhöhte sich das EBITDA um 64 % – währungsbereinigt um 105 %.
AT&S erzielte ein positives Konzernergebnis von 24 Mio. € (VJ: -33 Mio. €), was zu einem Ergebnis pro Aktie von 0,51 € (VJ: -0.95 €) und, gemeinsam mit Wechselkurseffekten, zu einer Erhöhung der Eigenkapital-Quote – im Vergleich zum Halbjahreswert vom 30. September 2025 – um 1,6 Prozentpunkte auf 20,8 % führte.
Neun Monate 2025/26 Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 um 10 % auf 1,3 Mrd. € (VJ: 1,2 Mrd. €). Währungsbereinigt stieg der Konzernumsatz sogar um 16 %. Im Berichtszeitraum konnte AT&S durch eine positive Volumenentwicklung den negativen Wechselkurseffekten erfolgreich entgegenwirken.
Das EBITDA verbesserte sich um 28 % von 232 Mio. € auf 297 Mio. € ‒ währungsbereinigt betrug der Anstieg 46 %. Die Ergebniserhöhung ist vorrangig auf die gestiegenen Volumina, das umfassende Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm und ein besseres Preisumfeld zurückzuführen. Die EBITDA-Marge lag bei 22,6 % und damit deutlich über dem Vorjahresniveau von 19,4 %. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund von Anlagenzugängen und Technologie-Upgrades im Vergleich zum Vorjahr um 30 Mio. € auf 263 Mio. € (20 % vom Umsatz).
Das EBIT stieg trotz erheblicher negativer Währungseffekte von -1 Mio. € auf 34 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 2,6 % (VJ: -0,1 %). Das Finanzergebnis reduzierte sich vor allem durch negative Wechselkurseffekte von -65 Mio. € im Vorjahr auf aktuell -80 Mio. €. Das Konzernergebnis fiel mit -39 Mio. € erheblich weniger negativ aus (VJ: -95 Mio. €). Dies führte beim Ergebnis pro Aktie zu einer Verbesserung um 1,44 € von
Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 332 Mio. € und lag um 361 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Wesentliche Treiber waren die Wiederaufnahme des internationalen Factoring-Programms, welches neu aufgestellt wurde, und eine Verbesserung bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten. Der freie operative Cashflow fiel mit € 223 Mio. deutlich positiv aus und zeigte gegenüber der Vorjahresperiode eine Verbesserung um rund 580 Mio. €.
Die Bilanzsumme blieb per Ende Dezember 2025 mit 4.613 Mio. € praktisch unverändert im Vergleich zum Geschäftsjahresbeginn, verzeichnete dabei aber einen deutlichen Anstieg der liquiden Mittel. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund negativer Wechselkurseffekte im ‚Sonstigen Ergebnis‘ (OCI, other comprehensive income) sowie des negativen Konzernergebnisses um 2,4 Prozentpunkte auf 20,8 %.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich auf 843 Mio. € (31. März 2025: 485 Mio. €). Die nicht genutzten Kreditlinien beliefen sich auf 43 Mio. €. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA der letzten zwölf Monate hat sich von 2,5 (per 31. März 2025) auf 2,0 reduziert.
Neue Vorstandsstruktur Mit Wirkung zum 1. Februar 2026 trat CFO Gerrit Steen in das Unternehmen ein. Gleichzeitig wurde der Vorstand auf drei Mitglieder reduziert – Michael Mertin, CEO und Vorstandsvorsitzender, Peter Griehsnig, CTO, und Gerrit Steen, CFO.
Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm Im Geschäftsjahr 2025/26 werden die Maßnahmen zur Kostensenkung weiter verstärkt. Sämtliche Investitionen werden genau geprüft. Nach einer Reduktion der Kostenbasis um 120 Mio. € im Vorjahr wird diese nun nachhaltig um mindestens weitere 160 Mio. € und damit mehr als die ursprünglich geplanten 130 Mio. € gesenkt. Ziel ist es, die Auswirkungen des teils weiterhin herausfordernden Marktumfelds sowie die Anlaufkosten der zusätzlichen Produktionslinien in Kulim auszugleichen.
Erwartetes Marktumfeld Die geopolitischen Unsicherheiten führten dazu, dass manche Unternehmen Lagerbestände aufgebaut oder frühzeitig Bestellungen getätigt haben. Insgesamt hatten diese Effekte keinen Einfluss auf die allgemeine Marktlage, welche sich gegenüber dem letzten Quartal verbessert hat.
Treiber bleiben im Bereich Rechenzentren und Server: Hier herrscht weiter stabile Nachfrage. Besonders gefragt sind hochwertige Produkte, die für Künstliche Intelligenz entwickelt worden sind. Hier setzt sich auch der Trend zu hochwertigen IC-Substraten fort, von dem AT&S weiterhin profitieren wird.
Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen hat sich die Nachfrage in den meisten anderen Märkten positiv entwickelt. Notebooks zeigen ein positives Bild, das zum Teil auf Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Erneuerungszyklen, aber auch auf eine verschobene Saisonalität aus Angst vor möglichen Zöllen zurückzuführen ist. Gleichsam zeigt sich der Smartphonemarkt stark.
In den Bereichen Industrial und Automotive wird für 2025 weiterhin nur ein leichtes Wachstum erwartet. Ein Grund dafür sind Lagerbestände, die noch nicht vollständig abgebaut wurden. Besonders herausfordernd ist die Lage bei der E-Mobilität: Hier schwächt die aktuell geringe Nachfrage das Marktumfeld. Außerdem sorgen Zölle sowie politische und gesetzliche Hürden in den USA und der EU für weitere Belastungen.
Ausblick 2025/26 AT&S geht davon aus, im Geschäftsjahr 2025/26 einen Jahresumsatz von rund 1,7 Mrd. € zu erzielen (2024/25: 1.590 Mio. €), was einem operativen Wachstum – bereinigt um Währungseffekte und das verkaufte Werk in Ansan – gegenüber dem Vorjahr von rund 20 % entspricht. Die erwartete EBITDA-Marge wird mit etwa 23 % die Anlaufkosten der weiteren Linien in Kulim noch widerspiegeln (2024/25 inkl. Erlös aus dem Verkauf des Werkes in Ansan, Korea: 38,1 %; bereinigt um den Erlös: 17,7 %). Das Management plant ein Investitionsvolumen von rund 200 Mio. € (2024/25: 415 Mio. €). Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in den Ausbau der IC-Substrat-Produktion im neuen Werk in Kulim fließen. AT&S erwartet, dass das EBIT sowie der Operative Free-Cashflow positiv sein werden.
Ausblick 2026/27 AT&S rechnet mit einer anhaltend starken und wachsenden Nachfrage nach Produkten mit hoher Wertschöpfung, vor allem für generative Künstliche Intelligenz. Aber auch die etablierten Märkte wie Server für Unternehmen, PCs & Notebooks haben sich erholt. AT&S hat zudem entschieden, künftig auch den Defense-Sektor stärker zu bedienen. Zudem wird das Unternehmen künftig noch intensiver mit seinen Kunden zusammenarbeiten, damit Produktionssteigerungen zuverlässig umgesetzt werden können. Gleichzeitig trägt diese enge Zusammenarbeit dazu bei, dass neue Produkte strukturiert eingeführt und gemeinsame Entwicklungsaktivitäten langfristig gestärkt werden. Vor diesem positiven Markthintergrund geht AT&S aktuell davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatz von rund 2,1 bis 2,4 Mrd. € und eine EBITDA-Marge von 24 bis 28 % erzielt wird.
AT&S erwirtschaftet mehr als dreiviertel seines Umsatzes mit US-amerikanischen Unternehmen und generiert den Großteil seiner Umsätze in US-Dollar. Die Produktionskosten fallen zu einem Großteil in asiatischen Währungen an, während die Berichterstattung in Euro erfolgt. Seit der Veröffentlichung der Prognose 2026/27 im Dezember 2024 ist der US-Dollarkurs gegenüber dem Euro von 1,07 US-Dollar pro Euro auf ca. 1,17 US-Dollar pro Euro gefallen, was einem Rückgang von ca. 10 % entspricht. Dies führte dazu, dass sich die Umsatzerwartungen des Managements vom oberen Ende der Umsatzerwartung an das untere Ende verschoben haben. Weitere Änderungen der Wechselkurse – positive wie negative – hätten entsprechend Einfluss auf den prognostizierten Umsatz.
Neben diesen allgemeinen Marktdynamiken könnte ein Rohstoff-Engpass eine Herausforderung darstellen. Fiberglasmatten – insbesondere E-Glas und das technisch anspruchsvollere T-Glas – sind essenzielle Komponenten im Aufbau von Leiterplatten und IC-Substraten. Für großformatige und komplexe IC-Substrate ist T-Glas unverzichtbar. Bereits im vergangenen Jahr gab es im Markt Hinweise auf mögliche Engpässe in der Lieferkette, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit von einem zentralen Zulieferer. AT&S hat frühzeitig reagiert und gemeinsam mit seinen Kunden zusätzliche Lieferanten qualifiziert, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Einige dieser neuen Partner befinden sich im Aufbau ihrer Produktionskapazitäten und können derzeit noch nicht die vollständigen benötigten Mengen liefern. Daher besteht ein gewisses Risiko, dass AT&S, wie auch Mitbewerber, in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026/27 nicht alle der zuletzt nach oben korrigierten Kundenbedarfe vollständig decken kann. Ein solcher Engpass würde zwar das Produktionsvolumen begrenzen, könnte jedoch positiv auf die Preise für IC-Substrate wirken.
In der Prognose ist eine mögliche Eskalation im aktuell schwelenden Handelsstreit, ein signifikanter Fiberglasmatten-Engpass sowie eine weitere Abwertung des US-Dollars nicht enthalten. Das Management beobachtet die geopolitische Lage mit höchster Aufmerksamkeit, um jederzeit auf Entwicklungen reagieren und strategische Anpassungen vornehmen zu können.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft – Advanced Technologies & Solutions AT&S ist ein global führender Anbieter von hochwertigen IC-Substraten und Leiterplatten. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Verbindungstechnologien für digitale Schlüsselindustrien: mobile Endgeräte, Automotive & Aerospace, Industrial, Medical sowie High-Performance Computing für KI-Anwendungen. Mit Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring), China (Shanghai, Chongqing), Malaysia (Kulim) und Indien (Nanjangud) sowie einem europäischen Kompetenzzentrum für R&D und IC-Substrat-Produktion in Leoben gestaltet AT&S den digitalen Wandel aktiv mit – durch zukunftsweisende Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 13.000 Mitarbeiter:innen. Weitere Infos auch unter www.ats.net
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03.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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