Mit dem Rohstoffboom rückt das Rohstoffland Australien stärker in den Fokus der Wirtschaft und Politik, aber auch bei Investoren. Die australische Börse zählt allein 735 Minenaktien, von Micro Caps bis hin zu Bluechips.
- Riesiges Anlageuniversum: Investoren haben die Wahl aus 735 börsennotierten Minenaktien – von globalen Bluechips bis hin zu spezialisierten Explorern.
- Lange Vorlaufzeiten sichern Preise: Es dauert oft bis zu 20 Jahre, bis ein neues Bergbauprojekt produktionsreif ist, was das Angebot langfristig verknappt.
- Effizienz-Benchmark im Goldsektor: Top-Performer wie Capricorn Metals produzieren 2026 zu extrem niedrigen Kosten.
- Ende der China-Abhängigkeit: Australien baut eigene Kapazitäten für kritische Mineralien auf, um die westliche Versorgung mit Gallium, Neodym & Co. zu sichern.
Ob Gold, Silber, Kupfer, Eisenerz oder sonstige Mineralien, Australien hat sie alle und stillt die weltweite Nachfrage. Und das schon seit über 100 Jahren. Dabei gab es viele Höhen und Tiefen, denn der Preisverlauf an den Metallmärkten ist hochgradig zyklisch.
Ein neuer „Super-Zyklus” könnte gerade wieder anlaufen, zumindest drehen wesentlichen Faktoren gerade in diese Richtung. Die vierte industrielle Revolution durch Elektrifizierung, Automatisierung, klimaneutrale Energien und künstliche Intelligenz verlangt mehr und mehr Metalle.
Geopolitischer Perspektivwechsel
Die weltweite Aufrüstung und das Anlegen von strategischen nationalen Reserven schafft zusätzliche Nachfrage. Denn den westlich ausgerichteten Nationen ist inzwischen bewusst geworden, dass die Abhängigkeiten von chinesischen und russischen Rohstofflieferungen unter Sicherheitsaspekten einen Schwachpunkt darstellen.
Kritische Mineralien und neue Lieferketten bestimmen deshalb auch den geopolitischen Diskurs. US-Präsident Trump lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass die Erlangung der Rohstoffautarkie eine absolute Priorität seiner Politik ist. Bei allen Konfliktherden, ob Ukraine, Kongo, Venezuela oder Grönland – es geht immer auch um die Versorgung mit Rohstoffen.
Noch gravierender ist das Problem für Europa, wo es nur wenige Rohstoffvorkommen und Minenunternehmen gibt. Wirtschaftliche Anreize und Public-Private-Partnerships sollen dieses Problem relativieren. Gerades deswegen sind „Minenländer“, insbesondere Australien und Kanada, willkommene Partner für gemeinsame Projekte.
Idealer Partner Australien
Während die globale Metallnachfrage, wie beschrieben, absehbar steigen wird, zeigt sich auf der Angebotsseite ein anderes Bild. Insbesondere beim wichtigsten Industriemetall Kupfer nimmt die Fördermenge nicht zu. Alte Minen sind erschöpft oder liefern nur noch Erze mit geringerem Kupfergehalt. Streiks im wichtigsten Förderland Chile sowie zeitweilige Schließungen indonesischer Minen verknappen das Angebot zusätzlich. Dennoch sind die Budgets für Exploration noch nicht angestiegen.
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Derzeit kann es bis zu 20 Jahre dauern, bis ein Projekt tatsächlich alle Genehmigungen erhalten hat, die notwendigen Investitionen geleistet wurden und mit der Kupferförderung für den Weltmarkt begonnen werden kann. In vielen Ländern sind die Auflagen streng und oft stellt sich die Bevölkerung Bergbauprojekten entgegen.
In Australien ist der Abbau von Rohstoffen allerdings ein wichtiger Wirtschaftssektor, der für Beschäftigung und Wohlstand sorgt. Digitalisierung, neue umweltverträgliche Abbaumethoden und innovative Hightech-Analyseverfahren revolutionieren den Sektor und sorgen für geringere Kosten, höhere Effizienz und Akzeptanz in der Bevölkerung. Viele australische Minenunternehmen steuern zudem ihre Expertise auf allen Kontinenten zur Entwicklung der Ressourcen bei.
Im Fokus
Neu auf der Agenda stehen die sogenannten „kritischen Mineralien“. Dabei handelt es sich um Elemente wie Gallium, Samarium, Neodym oder Terbium, die eigentlich gar nicht so selten sind, jedoch nur in geringen Konzentrationen vorkommen. Die Nachfrage nach diesen Mineralien steigt durch Hightech, Green-Tech und Aufrüstung enorm. Problematisch ist, dass die meisten dieser Elemente bisher zum überwiegenden Teil aus China kommen.
Hinzu kommt, dass die Verarbeitung komplex und anspruchsvoll ist und diese Prozesse außerhalb Chinas kaum bekannt sind. Australien hat jedoch eigene Expertise aufgebaut, um die Fördermengen auch im Land verarbeiten zu können. Dazu gehören KI-gestützte Automatisierung sowie die Integration von Geologie-basierten Datenbanken und Softwareanwendungen.
Große Auswahl
Die Versorgung der Rohstoffmärkte liegt maßgeblich in der Hand der Minengesellschaften. Zu den weltweit aktiven und bekanntesten zählen BHP und Rio Tinto. Es sind Mischkonzerne, bei denen Eisenerz, Kohle, Aluminium und Kupfer die wichtigste Rolle spielen. Die Goldförderung ist dagegen bei 165 Minenunternehmen der Hauptgeschäftsgegenstand. Der Subindex All Ordinaries Gold (XGD) bildet die Performance ab. Dort sind große und profitable Goldförderer wie Northern Star Resources und Capricorn Metals vertreten.
Während Northern Star in Australien und Alaska aktiv ist, konzentriert sich Capricorn auf eine große Low-Cost-Förderstätte in Australien, die mit modernster Technologie hochprofitabel betrieben wird. Die Förderkosten je Feinunze Gold betragen 2026 bei Capricorn 1.600 australische Dollar und 2.700 australische Dollar bei Northern Star.
Die meisten der kleineren Minenunternehmen sind spezialisierte Explorer und Development Unternehmen. Wenn diese eine reiche Ressource entdecken und entwickeln, sind Aktienkurssteigerungen von Hunderten Prozent keine Seltenheit. Chancen bieten aber auch historische Abbaugebiete, die bei den hohen Rohstoffpreisen und mit moderner Technologie plötzlich wieder sehr rentabel werden.
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