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GFT Technologies Aktie: +18 % EBIT-Plus dank KI-Strategie?
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GFT Technologies: diese Aktie ist auf KI programmiert

04.08.2026

3–4 Minuten

Thorsten Renner

EIn Gehirn, das aus Lichtpunkten und -strahlen besteht.

Am Thema künstliche Intelligenz kommt derzeit kein IT-Unternehmen vorbei. GFT Technologies will die neue Technologie nutzen, um das eigene Wachstum zu beschleunigen und die Profitabilität langfristig zu steigern. Das starke erste Quartal könnte der Aktie jetzt Rückenwind geben.

💡 Key Takeaways: GFT Technologies Aktie
  • KI-Produktivitätsbooster: Mit der Plattform Wynxx steigern Kunden ihre Entwickler-Produktivität um ca. 40 % – das unterstützte Umsatzvolumen kletterte bereits auf 104 Mio. Euro in 11 Ländern.
  • Sicherheits- & Verteidigungsmarkt: In Partnerschaft mit INTEC erschließt GFT neue Wachstumspotenziale bei der Modernisierung missionskritischer IT-Systeme.
  • Profitabilität zieht an: Nach einem schwächeren Jahr 2025 legte das EBIT in Q1 2026 um 18 % auf 12,8 Mio. Euro zu.
  • Optimistischer Ausblick: Für das Gesamtjahr peilt GFT einen Umsatz von rund 930 Mio. Euro sowie ein bereinigtes EBIT von ca. 71 Mio. Euro an.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die IT-Branche grundlegend. Auch die GFT Technologies SE hat ihre Strategie konsequent auf diesen Trend ausgerichtet. Das Unternehmen entwickelt Software- und KI-Lösungen für Unternehmen und unterstützt insbesondere Kunden aus der Finanz-, Versicherungs- und Industriebranche bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Dabei geht es sowohl um die Modernisierung bestehender IT-Systeme als auch um den Aufbau moderner IT-Plattformen auf Cloud-Basis.

Zukunftsstrategien

Im März 2025 stellte GFT seine neue, auf KI ausgerichtete Fünfjahresstrategie vor. Das Unternehmen hatte bereits frühzeitig in entsprechendes Know-how investiert und setzt KI inzwischen gezielt ein, um die Softwareentwicklung zu beschleunigen und die Modernisierung bestehender Systeme effizienter zu gestalten.

Mit Wynxx hat GFT eine KI-Plattform entwickelt, die Entwickler bei der Programmierung unterstützt und viele Arbeitsschritte automatisiert. Nach Unternehmensangaben können Kunden dadurch ihre Produktivität um rund 40 % steigern. Binnen eines Jahres weitete sich der Einsatz der Plattform von einem Land mit 25 Kunden auf elf Länder und 105 Kunden aus. Das damit unterstützte Umsatzvolumen stieg auf 104 Mio. Euro.

Darüber hinaus positioniert sich GFT in weiteren Zukunftsmärkten. Angesichts der geopolitischen Entwicklungen gewinnt etwa der Verteidigungssektor an Bedeutung. Gemeinsam mit dem Ingenieurdienstleister INTEC unterstützt GFT Verteidigungsorganisationen bei der Modernisierung missionskritischer Systeme. Dabei stehen Souveränität, Sicherheit und die operative Kontrolle der IT-Infrastruktur im Mittelpunkt. Beide Partner sehen in diesem Bereich langfristig attraktive Wachstumsmöglichkeiten.

Profitabilität gesteigert

Trotz der strategischen Ausrichtung auf Zukunftsthemen musste GFT die Prognose für 2025 im Jahresverlauf senken. Der Umsatz stieg am Ende um 2 % auf 888,3 Mio. Euro. Das EBIT ging dagegen von 71,0 auf 49,4 Mio. Euro zurück. Der Rückgang war allerdings zu einem großen Teil auf Sondereffekte in beiden Jahren zurückzuführen. Der Jahresüberschuss belief sich auf 32,9 Mio. Euro beziehungsweise 1,27 Euro je Aktie. Die Dividende blieb mit 0,50 Euro je Aktie unverändert.

Das erste Quartal 2026 verlief dagegen erfolgversprechend. Der Umsatz legte um 3 % auf 229,5 Mio. Euro zu. Das EBIT stieg überproportional um 18 % auf 12,8 Mio. Euro, das bereinigte EBIT um 7 % auf 16,1 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verbesserte sich um 21 % auf 8,6 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet GFT einen Umsatz von rund 930 Mio. Euro sowie ein bereinigtes EBIT von etwa 71 Mio. Euro. Gelingt es dem Unternehmen, seine KI-Strategie weiter erfolgreich umzusetzen, könnte dies auch dem Aktienkurs Rückenwind verleihen, der in den vergangenen fünf Jahren deutlich nachgegeben hat.

Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlusAnlegerPlus News und AnlegerLand ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Foto: © unsplash.com

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