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Ifo-Index steigt auf 88,6: Hoffnung für deutsche Wirtschaft?
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Ifo-Geschäftsklimaindex steigt leicht: zaghafte Impulse für die deutsche Wirtschaft

23.02.2026

2–4 Minuten

Anlegerplus Redaktion

Frachtcontainer aus der Vogelperspektive.

Nach einer langen Durststrecke hellt die Stimmung in den deutschen Chefetagen im Februar leicht auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 87,6 auf 88,6 Punkte. Trotz der leichten Verbesserung bleibt die Lage in vielen Branchen angespannt.

💡 Key Takeaways: Ifo-Geschäftsklimaindex Februar 2026
  • Positiver Trend: Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt im Februar überraschend deutlich von 87,6 auf 88,6 Punkte und signalisiert eine erste Entspannung.
  • Sektorale Diskrepanz: Während Industrie und Dienstleister (insb. Logistik) zulegen, verzeichnet der Einzelhandel entgegen dem Trend einen leichten Rückgang.
  • Bodenbildung am Bau: Das Bauhauptgewerbe stabilisiert sich weiter, auch wenn die Auftragslage branchenübergreifend das größte Sorgenkind bleibt.
  • Vorsichtiger Ausblick: Trotz des Anstiegs um 1,0 Indexpunkte mahnen Experten zur Geduld; eine kraftvolle wirtschaftliche Erholung steht noch aus.

Die deutsche Wirtschaft versucht eine Bodenbildung. Wie das Ifo-Institut am Montag bekannt gab, bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Lage sowie die Aussichten für die kommenden Monate etwas weniger pessimistisch als im Vormonat. Ifo-Präsident Clemens Fuest sprach angesichts der aktuellen Daten von „ersten Signalen einer Belebung“, warnte jedoch indirekt vor zu hohen Erwartungen.

Industrie und Dienstleister mit leichtem Plus

Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Index zulegen, was primär an einer positiveren Einschätzung der aktuellen Geschäftslage lag. Während die Produktionspläne nach oben korrigiert wurden und die Auftragslage sich positiv entwickelte, bleibt der Ausblick auf die kommenden Monate jedoch eingetrübt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Dienstleistungssektor. Hier hellten sich insbesondere die Erwartungen auf, und auch das laufende Geschäft wurde von den Unternehmen besser bewertet als im Januar. Vor allem in der Logistiksparte war eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimas messbar.

Einzelhandel als Sorgenkind, Bauwirtschaft stabilisiert sich

Konträr zum allgemeinen Trend entwickelte sich der Handel. Hier gab der Index leicht nach, da die Unternehmen ihre aktuelle Situation schlechter einstuften. Besonders deutlich trübte sich die Stimmung im Einzelhandel ein, während der Großhandel immerhin leichte Aufwärtstendenzen verzeichnete. Der Ausblick auf die Zukunft wurde im gesamten Handelssektor nur minimal nach oben korrigiert.

Im Bauhauptgewerbe setzt sich derweil eine langsame Erholung fort. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fielen positiver aus als zuletzt. Ein Wermutstropfen bleibt hier jedoch die Auftragslage, die laut Ifo-Institut nur sehr langsam Fortschritte macht.

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Der moderate Anstieg auf 88,6 Punkte zeigt zwar, dass sich die Abwärtsspirale vorerst verlangsamt hat, von einer kraftvollen Erholung kann jedoch noch nicht die Rede sein. Die deutsche Wirtschaft sendet erste Lebenszeichen, verbleibt aber vorerst in einem schwierigen Fahrwasser mit uneinheitlichen Signalen aus den verschiedenen Wirtschaftszweigen.

Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlus, AnlegerPlus News und AnlegerLand ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Foto: © Pixabay

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