Der US-Halbleiterhersteller Intel hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Trotz eines Gewinnplus und übertroffener Analystenschätzungen reagierte der Markt aufgrund eines verhaltenen Ausblicks auf das Jahr 2026 negativ, die Aktie rutschte nachbörslich ins Minus.
- Deutlicher Gewinn-Beat: Im Q4 2025 lieferte Intel einen Gewinn von 0,15 Dollar je Aktie und übertraf damit die Analysten-Prognosen (0,078 Dollar) um fast 100 %.
- Erfolgreicher Turnaround: Auf Jahressicht kehrte Intel mit einem EPS von 0,42 Dollar in die Gewinnzone zurück, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 0,13 Dollar verbucht wurde.
- Cash-Injektion durch NVIDIA: Die Bilanz wurde durch den strategischen Verkauf von Stammaktien im Wert von 5,0 Mrd. Dollar an NVIDIA signifikant gestärkt.
- Prognose-Schock: Der verhaltene Ausblick auf Q1 2026 (EPS-Erwartung von 0,00 Dollar) sorgte für einen nachbörslichen Kurssturz der Aktie um 12,57 %.
Intel schloss das vierte Quartal 2025 mit einem bereinigten Gewinn (Non-GAAP) von 0,15 Dollar je Aktie ab. Damit lag das Unternehmen über dem Vorjahreswert von 0,13 Dollar und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich, die im Vorfeld lediglich 0,078 Dollar prognostiziert hatten.
Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum von 14,26 Mrd. Dollar im Vorjahr auf 13,7 Mrd. Dollar. Dennoch lag auch dieser Wert über den Expertenschätzungen von 13,42 Mrd. Dollar. CEO Lip-Bu Tan sprach in diesem Zusammenhang von einem „soliden Jahresabschluss“ und betonte die Fortschritte beim Umbau des Konzerns.
Jahresbilanz 2025: Rückkehr in die Gewinnzone
Für das Gesamtjahr 2025 wies Intel einen Non-GAAP-Gewinn von 0,42 Dollar je Aktie aus, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 0,13 Dollar verzeichnet worden war. Auch hier wurden die Analystenschätzungen von 0,338 Dollar pro Aktie übertroffen.
Der Jahresumsatz belief sich auf 52,9 Mrd. Dollar, was einen leichten Rückgang gegenüber den 53,1 Mrd. Dollar des Vorjahres darstellt. Es ist jedoch zu beachten, dass die Vorjahresvergleiche nicht um die Entflechtung der Tochtergesellschaft Altera im dritten Quartal 2025 bereinigt wurden.
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Strategische Meilensteine und operative Hürden
Ein wichtiger technischer Fortschritt war laut Tan die Einführung der ersten Produkte auf Basis der „Intel 18A“-Prozesstechnologie. Zudem konnte das Unternehmen seine Bilanz durch den Abschluss des Verkaufs von Intel-Stammaktien im Wert von 5,0 Mrd. Dollar an NVIDIA stärken.
Finanzvorstand David Zinsner erklärte, dass Intel die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn trotz branchenweiter Lieferengpässe übertroffen habe. Er warnte jedoch, dass das verfügbare Angebot im ersten Quartal 2026 seinen Tiefpunkt erreichen werde, bevor im weiteren Jahresverlauf eine Besserung erwartet wird.
Enttäuschung über Ausblick für 2026
Trotz der positiven Ergebnisse für 2025 sorgte die Prognose für das erste Quartal 2026 für Ernüchterung an der Börse. Intel rechnet mit einem Umsatz zwischen 11,7 und 12,7 Mrd. Dollar, was unter den Schätzungen der Marktbeobachter liegt. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet der Konzern lediglich einen Wert von 0,00 Dollar.
Infolgedessen geriet die Aktie unter Druck. Im nachbörslichen Handel an der Nasdaq verzeichnete das Papier zeitweise ein Minus von 12,57 % und sank auf 47,50 Dollar.
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