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PMorgan Aktie: Q4-Zahlen im Check – Gewinn sinkt wegen Apple
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JPMorgan-Aktie: starkes Q4-Wachstum trotz Gewinnrückgang – Apple-Deal belastet

13.01.2026

3–4 Minuten

Thomas G. Wunder

Das JPMorgan-Logo auf einem Firmengebäude.

Die US-Berichtssaison ist eröffnet. Am Dienstag gewährte die US-Bank JPMorgan Chase Einblick in ihre Bücher. Für die Aktie ging es trotz solider Zahlen nach unten – Schuld daran ist Donald Trump. 

💡 Key Takeaways: JPMorgan-Quartalszahlen & Apple-Vorschuss
  • Sondereffekt Apple-Deal: Der Nettogewinn sank auf 13,0 Mrd. $, da JPMorgan 2,2 Mrd. $ Kreditreserve für das Apple-Kreditkartenportfolio bildete.
  • Operative Stärke: Die bereinigten Erträge stiegen um 7 % auf 46,8 Mrd. $, getrieben durch ein massives Plus von 40 % im Aktienhandel.
  • Politische Unsicherheit: Donald Trumps Pläne einer Zinsdeckelung für Kreditkarten auf 10 % sorgten für einen Kursrutsch von 4,19 % am Berichtstag.
  • Langfristiger Trend: Trotz des aktuellen Rücksetzers bleibt die Aktie mit einem Plus von rund 27 % auf Jahressicht ein Outperformer im Bankensektor.

Im abgelaufenen Schlussquartal 2025 verbuchte JPMorgan Chase einen Rückgang des Nettogewinns auf 13,0 Mrd. Dollar, was einem Ergebnis von 4,63 Dollar je Aktie entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem noch ein Profit von 14,0 Mrd. Dollar beziehungsweise 4,81 Dollar pro Aktie erzielt wurde, fiel das Ergebnis damit schwächer aus. 

Dieser Rückgang ist primär auf eine gezielte Vorsorgemaßnahme zurückzuführen: Die Bank legte 2,2 Mrd. Dollar als Kreditreserve für die künftige Übernahme des Apple-Kreditkartenportfolios beiseite. Ohne diesen strategischen Sondereffekt, der den Gewinn je Aktie rechnerisch um 0,60 Dollar belastete, wäre das Nettoergebnis auf beeindruckende 14,7 Mrd. Dollar oder 5,23 Dollar je Aktie gestiegen.

Operative Stärke: Handelsgeschäft und Vermögensverwaltung glänzen mit Rekorden

Trotz des belasteten Nettogewinns präsentierte sich die Ertragsseite äußerst dynamisch. Die bereinigten Erträge (Managed Revenue) kletterten um 7 % auf 46,8 Mrd. Dollar, verglichen mit 43,7 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. 

Ein wesentlicher Treiber war hierbei das Handelsgeschäft (Markets), das seine Einnahmen um 17 % auf 8,2 Mrd. Dollar steigern konnte. Während der Bereich Fixed Income ein solides Plus von 7 % verzeichnete, glänzte der Aktienhandel mit einem Zuwachs von 40 %. Parallel dazu meldete die Vermögensverwaltung (Asset & Wealth Management) mit einem Umsatz von 6,5 Mrd. Dollar ein neues Rekordniveau.

„Trump-Faktor“: JPMorgan-Aktie verliert trotz stabiler Zahlen

JPMorgan blickt damit auf ein erfolgreiches viertes Quartal zurück, auch der Deal mit Apple ist grundsätzlich ein Erfolg. Die Bank stärkt damit ihre Position im lukrativen Kreditkartengeschäft. Hier sorgte jedoch jüngst eine Ankündigung Donald Trumps für Verunsicherung. Der US-Präsident will die Zinsen für Kreditkartenschulden auf 10 % begrenzen. Experten gehen jedoch davon aus, dass er für diesen Schritt die Zustimmung des Kongresses einholen müsste. 

Deshalb ging es für die JPMorgan-Aktie am Dienstag trotz der soliden Zahlen 4,19 % nach unten.  Auf Jahressicht notieren die Anteilsscheine der größten US-Bank aber noch immer rund 27 % im Plus. 

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Foto: © Michal Jarmoluk auf Pixabay

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