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Ifo-Index sinkt auf 21,2: Wo der Preisdruck 2026 nachlässt
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Preisdruck lässt leicht nach – Energiepreise bleiben Risikofaktor

01.09.2026

2–3 Minuten

Anlegerplus Redaktion

Eine Person, die Euroscheine in der Hand hält.

Der Preisdruck könnte laut Ifo-Institut in den nächsten drei Monaten leicht nachlassen. Der wichtigste Risikofaktor bleiben weiterhin die Energiepreise. 

💡 Key Takeaways: Ifo-Preiserwartungen & Inflationsausblick
  • Leichter Rückgang der Preiserwartungen: Der Ifo-Indikator fällt von 21,6 im Juli auf 21,2 Punkte im August, was auf einen schwächeren Preisdruck in den nächsten 3 Monaten hindeutet.
  • Branchenspezifischer Dämpfer: In der energieintensiven Industrie (von 21,3 auf 18,7 Punkte) und im Handel (von 31,4 auf 30,0) sinken die Erwartungen, während Dienstleister ein Plus auf 20,9 Punkte verzeichnen.
  • Risikofaktor Energie: Gestiegene Marktpreise für Rohöl, Erdgas und Strom drohen durch den Nahost-Konflikt zeitversetzt auf Waren und Nahrungsmittel durchzuschlagen.
  • Inflationsprognose bis 2027: Das Ifo-Institut rechnet für 2026 mit einer Teuerung von 2,8 % (Kernrate 2,2 %) und für 2027 mit einem Anstieg auf 3,0 % (Kernrate 2,9 %).

Im August planten etwas weniger Unternehmen in Deutschland Preiserhöhungen. Die Ifo-Preiserwartungen sanken von revidierten 21,6 Punkten im Juli auf 21,2 Punkte. Damit dürfte der Preisdruck in den kommenden drei Monaten leicht nachlassen, teilte das Ifo-Institut mit.

In vielen Wirtschaftsbereichen gingen die Preiserwartungen zurück. Bei den energieintensiven Industrieunternehmen fiel der Indikator von 21,3 auf 18,7 Punkte, bei den übrigen Industrieunternehmen von 22,7 auf 19,0 Punkte. Im Handel sank er von 31,4 auf 30,0 Punkte. Dagegen stiegen die Preiserwartungen der Dienstleister von 19,1 auf 20,9 Punkte.

Energiepreise weiterhin Risikofaktor

Ein Risiko für die weitere Preisentwicklung sind die seit Anfang August deutlich gestiegenen Marktpreise für Rohöl, Erdgas und Strom. „Je länger der Krieg im Nahen Osten anhält und die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Waren steigen, da die Unternehmen die gestiegenen Kosten mit Verzögerung weitergeben“, sagt Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.

Das Ifo-Institut erwartet daher zunächst weiterhin eine hohe Teuerung. Für 2026 wird mit einer Inflationsrate von 2,8 % gerechnet, für 2027 mit 3,0 %. In der Kernrate ohne Energie dürfte sich der Energiepreisschock erst verzögert bemerkbar machen. Sie soll 2026 bei 2,2 % und 2027 bei 2,9 % liegen.

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Foto: © Unsplash

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