Der Rüstungsspezialist Renk hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich und blickt optimistisch in die Zukunft. Auch die zahlreichen Krisenherde weltweit spielen dem Unternehmen eigentlich in die Karten. Dennoch reagierte die Renk-Aktie am Donnerstag mit Kursabschlägen.
- Starkes operatives Wachstum: Der Umsatz stieg 2025 um 19,8 % auf 1,37 Mrd. Euro, während das bereinigte EBIT um 21,7 % auf 230 Mio. Euro kletterte.
- Historischer Auftragsbestand: Mit einem Orderbuch von 6,68 Mrd. Euro ist die Basis für das langfristige Umsatzziel von bis zu 3,2 Mrd. Euro im Jahr 2030 gelegt.
- Attraktive Gewinnbeteiligung: Die Dividende wird um 38 % auf 0,58 Euro angehoben, was einer Ausschüttungsquote von soliden 40,9 % entspricht.
Der Augsburger Getriebehersteller Renk bleibt auf Wachstumskurs. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, konnte im Geschäftsjahr 2025 ein Rekordumsatz von rund 1,37 Mrd. Euro erzielt werden. Dies entspricht einer Steigerung von 19,8 % gegenüber dem Vorjahr und entspricht damit den eigenen Zielen. Auch beim operativen Ergebnis lieferte das Unternehmen: Das bereinigte EBIT stieg um 21,7 % auf 230 Mio. Euro, womit Renk am oberen Ende seiner Zielspanne landete.
Top-Analysen, exklusive Tipps & Markttrends – unabhängig und praxisnah.
24-mal im Jahr fundierte Börsenanalysen
Auftragsbücher prall gefüllt
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Verteidigungstechnologien spiegelt sich in einem historischen Auftragseingang von 1,57 Mrd. Euro wider. Der Gesamtauftragsbestand erreichte mit 6,68 Mrd. Euro ein neues Allzeithoch. CEO Dr. Alexander Sagel betonte, dass sich der Fokus auf Verteidigungslösungen auszahle und das Unternehmen auf dem richtigen Kurs sei, um seine langfristigen Wachstumsziele bis zum Jahr 2030 zu realisieren.
Diese positive operative Entwicklung soll auch bei den Aktionären ankommen. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,58 € je Aktie vor – ein Plus von 38 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der Erhöhung bleibt die Dividendenrendite beim aktuellen Kursniveau mit knapp 1 % moderat, wobei die Ausschüttungsquote von 40,9 % Spielraum für künftige Steigerungen lässt.
Renk-Aktie verliert trotz positivem Ausblick
Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert Renk ein weiteres Umsatzwachstum auf über 1,5 Mrd. Euro bei einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Mio. Euro. Langfristig strebt der Konzern bis zum Jahr 2030 Erlöse von 2,8 bis 3,2 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von rund 20 % an.
Warum gibt die Aktie trotz der Rekordmeldungen nach? Der Hauptgrund dürfte in der Bewertung liegen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV) von 41 ist der Titel bereits sehr ambitioniert bewertet. Analysten sehen im Schnitt nur noch ein Kurspotenzial von etwa 16 %, da viele der positiven Nachrichten bereits im Kurs eingepreist scheinen. Zuletzt notierte die Renk-Aktie rund 6 % im Minus.
Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlus, AnlegerPlus News und AnlegerLand ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Foto: © Bayer





