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Original-Research: SBF AG – von GBC AG 27.10.2026 / 10:00 CET/CEST Einstufung von GBC AG zu SBF AG
Operative Margenerholung im 1. HJ 2026 fortgesetzt, mittelfristige Rückkehr zu profitablem Wachstum erwartet Das vergangene Geschäftsjahr 2025 des SBF-Konzerns war v.a. gekennzeichnet durch ein schwieriges Umfeld und herausfordernde Marktbedingungen (Projektverschiebungen etc.). In Anbetracht dessen musste SBF im abgelaufenen Geschäftsjahr einen signifikanten Umsatzrückgang um 13,8% auf 40,70 Mio. € (VJ: 47,20 Mio. €) hinnehmen. Trotz rückläufiger Umsatzerlöse und Sonderbelastungen aus Restrukturierungen hat das Unternehmen dank eines positiven Ergebnisbeitrags aus dem (Rail-)Kernsegment und Profitabilitätsverbesserungen im Elektronik-Segment eine nahezu Verdopplung des EBITDA auf 1,04 Mio. € (VJ: 0,56 Mio. €) erzielt. Korrigiert um Sonder- und Einmaleffekte wurde sogar ein bereinigtes EBITDA von 2,84 Mio. € (VJ: 3,93 Mio. €) erreicht. Im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2026 musste SBF aufgrund schwieriger Rahmen- und Marktbedingungen (verhaltene Investitionsbereitschaft bei den Kommunen, geringere Abrufe wegen Projektverzögerungen etc.) einen signifikanten Umsatzrückgang um 9,6% auf 19,81 Mio. € (1. HJ 2025: 21,92 Mio. €) hinnehmen. Demgegenüber konnte der Konzern dank einer optimierten Kostenstruktur eine mehr als Verdreifachung des EBITDA auf 1,60 Mio. € (1. HJ 2025: 0,50 Mio. €) erzielen. Gleichzeitig verbesserte sich die EBITDA-Marge auf ca. 8,0% (1. HJ 2025: ca. 2,0%). Auch das Nettoergebnis wurde auf 0,61 Mio. € (1. HJ 2025: -0,70 Mio. €) verbessert. Mit der Ende September 2026 veröffentlichten Ad-hoc-Meldung über die vorläufige Insolvenzverwaltung eines Kunden hat der SBF-Konzern seine bisherige Ergebnisprognose gesenkt. Aufgrund eines daraus erwarteten Forderungsausfalls und eines damit verbundenen negativen Ergebniseffekts von 0,80 Mio. € bis 1,0 Mio. € rechnet die Gesellschaft für das aktuelle Geschäftsjahr nun mit einem EBITDA in einer Bandbreite von 0,90 Mio. € bis 1,50 Mio. € (zuvor: 1,80 Mio. € bis 2,40 Mio. €). Hinsichtlich ihrer Umsatzguidance geht SBF weiterhin von Umsatzerlösen in einer Bandbreite von 38,0 Mio. € bis 41,0 Mio. € aus. Um auf den Wachstumskurs zurückkehren zu können, kann der SBF-Konzern auf einen umfangreichen Auftragsbestand von zuletzt 98,5 Mio. € (Stand: Juli 2026) zurückgreifen, der mit einem geschätzten Anteil von rund 85,0 Mio. € (GBCe) primär auf das Bahntechnik-Kernsegment entfällt. Angesichts der reduzierten Ergebnisguidance des Unternehmens haben wir ebenfalls unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose für das aktuelle Geschäftsjahr gesenkt. Wir rechnen nun für diese Geschäftsperiode mit einem Umsatz und EBITDA von 39,02 Mio. € (zuvor: 45,11 Mio. €) bzw. 1,31 Mio. € (zuvor: 4,67 Mio. €) und somit mit einer EBITDA-Marge von 3,4%. Vor dem Hintergrund der unter unseren Erwartungen liegenden Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2026 haben wir trotz des weiterhin starken Auftragsbestands auch unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose für das Folgejahr 2027 gesenkt. Für dieses Geschäftsjahr erwarten wir eine wesentlich geringere Wachstumsdynamik und folglich einen moderaten Umsatz- und starken EBITDA-Anstieg auf 40,61 Mio. € (zuvor: 50,33 Mio. €) bzw. 3,58 Mio. € (zuvor: 6,31 Mio. €). Das von uns prognostizierte Wachstum sollte dabei primär aus der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in der Elektronik- und Infrastruktursparte resultieren, da wir mit einer vorübergehenden Konsolidierung im Bahntechnik-Kernsegment (wegen von uns erwarteter auslaufender Großprojekte) rechnen. Aufgrund der zum Halbjahr deutlich verbesserten Kostenbasis rechnen wir entsprechend mit einer Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2028, das wir erstmals in unseren detaillierten Schätzzeitraum aufgenommen haben, kalkulieren wir, basierend auf dem umfangreichen Auftragsbestand (geschätzter Rail-Anteil des Juli-2026-Auftragsbestands: ca. 85,0 Mio. €) und erwarteten signifikanten Umsatzimpulsen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen, mit einem Umsatz- und EBITDA-Zuwachs auf dann 44,10 Mio. € bzw. 4,91 Mio. €. Entsprechend sollte das prognostizierte Wachstum v.a. durch die Rail- und Infrastruktur-Sparte befeuert werden. Parallel hierzu sollte sich die EBITDA-Marge weiter verbessern können auf dann 11,1%. Als mittel- und langfristigen Wachstumstreiber für den SBF-Konzern sehen wir nach wie vor die verstärkten Investitionen in die (europäische) Bahn bzw. Bahninfrastruktur sowie die öffentliche Infrastruktur. In diesem Zusammenhang sollte die SBF-Gruppe vor allem von den ambitionierten Wachstumsplänen ihrer Hauptkunden im Bahntechnik-Kernsegment profitieren können. An dieser Stelle ist insbesondere Stadler Rail mit ihrem im aktuellen Geschäftsjahr angepeilten Umsatzsprung auf erstmals über 5,0 Mrd. CHF (erwartetes Umsatzplus: >35,0%) hervorzuheben. Darüber hinaus sollte die SBF-Gruppe unserer Einschätzung nach über ihre Lunux-Sparte an den in den kommenden Jahren in der Realwirtschaft ankommenden finanziellen Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen partizipieren können. Auf Basis unserer angepassten Umsatz- und Ergebnisprognosen haben wir unser bisheriges Kursziel auf 8,05 € (zuvor: 9,85 €) je Aktie gesenkt. Kurszielsenkend wirkte auch die Erhöhung der Kapitalkosten (WACC) infolge des angestiegenen risikofreien Zinssatzes (auf 3,5% statt zuvor 3,0%). Kurszielerhöhend wirkte hingegen der eingetretene sogenannte Roll-Over-Effekt und der hieraus resultierende neue Kurszielhorizont 31.12.2027 (statt bisher 31.12.2026). In Bezug auf das aktuelle Kursniveau vergeben wir damit weiterhin das Rating „Kaufen“ und sehen ein hohes Kurspotenzial in der SBF-Aktie.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20261027_SBF_Anno_final Kontakt für Rückfragen: Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Hinweis zu Issuer-Sponsored Research: Vorliegende Researchstudie ist Fertigstellungsdatum: 27.10.2026 (7:30 Uhr) Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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