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Sto-Aktie +8,8%: EBIT steigt um 20,6% trotz China-Problemen
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Sto-Aktie nach Zahlen im Plus – neue China-Strategie

31.08.2026

3–5 Minuten

Thomas G. Wunder

Blaue Farbe wird mit einem Farbroller auf eine weiße Wand aufgetragen.

Sto hat seinen Bericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Trotz eines schwachen Marktumfeldes stiegen Umsatz und Gewinn. Das lag vor allem an den europäischen Märkten, Schwächen zeigten sich hingegen in China. Für die Sto-Aktie ging es nach den Zahlen kräftig nach oben. 

💡 Key Takeaways: Sto Halbjahreszahlen 2026
  • Starke Gewinnsteigerung: Das EBIT wuchs im H1 2026 um 20,6 % auf 30,5 Mio. Euro bei einem Konzernumsatz von 805,5 Mio. Euro (+3,7 %).
  • Kursreaktion: Die Sto-Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen und der bestätigten Jahresprognose um kräftige 8,84 % zu.
  • Einschnitte in China: Wegen extrem schwacher Neubau-Nachfrage reduziert Sto Stellen und richtet das China-Geschäft neu auf Innenräume und Renovierung aus.
  • Solide Bilanzstruktur: Trotz eines negativen operativen Cashflows (−19,2 Mio. Euro durch Vorratsaufbau) überzeugt Sto mit einer Eigenkapitalquote von 63,3 % und 100,6 Mio. Euro Netto-Guthaben.

Der Farben- und Dämmstoffhersteller Sto hat den schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal aufgeholt. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Konzernumsatz laut Halbjahresbericht um 3,7 % auf 805,5 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich um 20,6 % auf 30,5 Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis um 16,8 % auf 29,9 Mio. Euro. Die EBT-Marge erhöhte sich von 3,3 % auf 3,7 %.

In Deutschland legte der Umsatz um 4,7 % auf 323,8 Mio. Euro zu. Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 3,0 % auf 481,7 Mio. Euro. Zuwächse in West- sowie Nord- und Osteuropa standen einem Rückgang im Segment Amerika/Asien/Pazifik gegenüber. Dort sank der Umsatz um 5,0 % auf 98,4 Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Minus 1,0 %. Das Segment-EBIT verbesserte sich dennoch von 3,4 Mio. Euro auf 3,9 Mio. Euro.

Restrukturierung in China

In Nordamerika belasteten vor allem der schwächere Dollar und die schrittweise Einstellung des Geschäftsbetriebs der kanadischen Skyrise Prefab Building Solutions. Die übrigen Gesellschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika steigerten ihr Geschäftsvolumen. Das StoPanel-Geschäft soll trotz der Schließung von Skyrise fortgeführt werden.

Deutlich schwieriger ist die Lage in China. Sto spricht von einer sehr schwachen Nachfrage und extrem schwierigen Marktbedingungen, insbesondere im Neubau. Die chinesische Gesellschaft werde deshalb restrukturiert und künftig stärker auf Innenräume und Renovierungen ausgerichtet. Zudem wurde die Beschäftigtenzahl bei chinesischen Tochterunternehmen wirtschaftlich bedingt reduziert.

Wie umfangreich die Restrukturierung ausfallen wird und welche der verbliebenen chinesischen Gesellschaften im Einzelnen betroffen ist, erläutert Sto nicht. Im März 2026 wurde außerdem die Tochtergesellschaft Wuhan Sto Building Material verkauft und entkonsolidiert. Nach Unternehmensangaben hatte die Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf den Halbjahresabschluss. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verkauf und der jetzt genannten Restrukturierung stellte Sto im Bericht nicht her.

Prognose bestätigt – Sto-Aktie legt zu

Der operative Cashflow verschlechterte sich von −0,7 Mio. Euro auf −19,2 Mio. Euro. Grund war vor allem die stärkere Kapitalbindung im Umlaufvermögen. Unter anderem erhöhte Sto vorsorglich die Vorräte, um auf erwartete Preissteigerungen zu reagieren. Die Investitionen gingen gleichzeitig von 22,2 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro zurück.

Die Bilanz bleibt solide. Zur Jahresmitte verfügte Sto über ein Netto-Finanzguthaben von 100,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 63,3 %.

Für 2026 bestätigte der Vorstand seine Prognose. Erwartet werden ein Umsatz von 1,62 Mrd. Euro und ein EBIT zwischen 56 Mio. Euro und 76 Mio. Euro. Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibe allerdings von hoher Unsicherheit geprägt. Insbesondere steigende Beschaffungs- und Frachtkosten könnten das Ergebnis belasten. 

Für die Sto-Aktie ging es nach den Halbjahreszahlen 8,84 % nach oben. 

Die Kapital Medien GmbH, der Verlag der Finanzzeitschriften AnlegerPlusAnlegerPlus News und AnlegerLand ist eine 100-%-Tochter der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Foto: © Theme Photos auf Unsplash

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