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Tesla legt Zahlen vor – Megafusion voraus?  
Warren Wise Podcast
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Tesla legt Zahlen vor – Megafusion voraus?  

22.10.2026

3–5 Minuten

Thomas G. Wunder

Das Bild zeigt den Innenraum eines Teslas.

Tesla hat im vergangenen Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Eine mögliche Megafusion sorgt derzeit für Diskussionen.

💡 Key Takeaways: Q3-Ergebnisse & SpaceX-Fusion
  • Gewinn-Überraschung & starker Cashflow: Trotz eines bereinigten EBITDA-Rückgangs um 8 % auf 3,90 Mrd. Dollar übertraf der Gewinn je Aktie mit 0,48 Dollar die Erwartungen. Der Free Cashflow lag mit positiv 1,53 Mrd. Dollar deutlich über dem erwarteten Minus von 4,92 Mrd. Dollar.
  • Geplante Capex-Senkung: Tesla korrigierte seine Investitionsprognose (Capex) für das Gesamtjahr von ursprünglich 25 Mrd. Dollar auf nun 20 Mrd. Dollar nach unten.
  • Umsatz im Kerngeschäft unter Druck: Während der Gesamtumsatz bei 28,05 Mrd. Dollar stagnierte, sanken die Umsätze in der Sparte Energieerzeugung (-16 %) und im Automobilbereich (-3 %) unter anderem wegen auslaufender Kaufprämien.
  • 3,5-Billionen-Dollar-Megafusion: Die Bildung von Sonderausschüssen zur Prüfung einer Fusion mit SpaceX könnte einen integrierten Tech-Giganten schaffen, bringt für Tesla-Aktionäre aber auch ein höheres Musk-Kontrollrisiko mit sich.

Tesla hat am Mittwoch nach Börsenschluss Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 28,05 Mrd. Dollar und damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 

Einen deutlichen Umsatzrückgang in Höhe von 16 % gab es jedoch im Bereich Energieerzeugung und -speicherung.  Auch im Automobilbereich ging der Umsatz um 3 % zurück. Hier spielt aber ein Sondereffekt eine Rolle: Im Vorjahreszeitraum kündigte US-Präsident das Ende der Kaufprämie für Elektroautos an. Viele Konsumenten nutzten die Restlaufzeit, um einen Neuwagen anzuschaffen. Für Tesla war das Quartal deshalb außergewöhnlich erfolgreich. 

Gewinn über Analystenerwartung

Das bereinigte EBITDA ging um 8 % auf 3,90 Mrd. Dollar zurück. Die EBITDA-Marge verschlechterte sich von 15,0 auf 13,9 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,48 Dollar jedoch über dem Analystenkonsens. 

Der Free Cashflow lag bei 1,53 Mrd. Dollar gegenüber geschätzten -4,92 Mrd. Dollar. Die Investitionsausgaben lagen mit 4,73 Mrd. Dollar unter den geschätzten 7,96 Mrd. Dollar. In der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen aktualisierte Tesla seine Capex-Prognose für das Gesamtjahr von zuvor 25 Mrd. Dollar auf nun 20 Mrd. Dollar. 

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Fusionsspekulationen lassen Tesla-Aktie steigen

Im Laufe des Handelstages ging es für die Tesla-Aktie 3,41 % nach oben. Nach Börsenschluss rutschte sie deutlich ins Minus. Wie sich die Aktie in den nächsten Wochen entwickelt, dürfte aber vor allem am Verlauf der Fusionssondierungen mit SpaceX liegen. 

In der Telefonkonferenz zum SpaceX-Quartalsbericht sagte Elon Musk – CEO von SpaceX und Tesla – beide Unternehmen hätten Sonderausschüsse aus unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern gebildet, um eine Fusion der beiden Konzerne zu diskutieren. Da er selbst in einem Interessenskonflikt stehe, nehme er an den Gesprächen nicht teil. Es sei aber verfrüht, von einer Fusion auszugehen. 

Käme es jedoch dazu, entstünde ein 3,5 Billionen Dollar schweres integrierter Technologiegigant. Der Zusammenschluss würde Robotik, Elektromobilität, Raumfahrt, Solarenergie, Satellitentechnik und KI unter ein Dach bringen. 

Das könnte Synergien freisetzen und massiv Kosten einsparen. Es würde Musk aber auch mehr Kontrolle geben. Derzeit hält er an Tesla nur rund ein Fünftel der Anteile, während er bei SpaceX über die stimmrechtliche Kontrolle verfügt. Für Tesla-Aktionäre kämen die möglichen Kursgewinne also mit einem höheren Musk-Risiko.  

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Foto: © unsplash

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