Am Donnerstag hat TSMC den Bericht für das zweite Quartal vorgelegt. Die Umsatzzahlen hatte der der taiwanesische Chiphersteller bereits am Montag veröffentlicht. Trotz dem fünften Rekordgewinn in Folge rutschte die Aktie ins Minus.
- Gewinn-Explosion im Q2: Der Nettogewinn steigt im Jahresvergleich um 77,4 % auf 706,56 Mrd. Taiwan-Dollar und übertrifft die Analystenschätzungen deutlich.
- Umsatztreiber High-Tech: Moderne Prozesstechnologien von 7 Nanometern und darunter machen satte 77 % des gesamten Wafer-Umsatzes aus.
- Wachstumsstarker Ausblick: Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert das Management einen Umsatz von bis zu 45,8 Mrd. US-Dollar, getrieben durch den Hochlauf der 2-Nanometer-Technologie.
- Kurskorrektur trotz Rekord: Auf Wochensicht verliert die TSMC-Aktie über 9 %, Marktteilnehmer fürchten eine Erschöpfung des KI-Booms und margenbelastende Investitionskosten.
Wie das TSMC am Donnerstagmorgen mitteilte, belief sich der konsolidierte Umsatz im Dreimonatszeitraum bis zum 30. Juni 2026 auf 1.270,38 Mrd. Taiwan-Dollar, was umgerechnet 40,20 Mrd. US-Dollar entspricht. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Umsatzplus von 36 % in Landeswährung und eine Steigerung von 12 % gegenüber dem Vorquartal dar. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 77,4 % auf 706,56 Mrd. Taiwan-Dollar, während das verwässerte Ergebnis je Aktie ebenfalls um 77,4 % auf 27,25 Taiwan-Dollar kletterte. Die Profitabilität blieb hoch: Die Bruttomarge lag bei 67,7 %, die operative Marge bei 60,3 % und die Nettogewinnmarge bei 55,6 %.
Die Erwartungen wurden damit klar übertroffen. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips lieferte damit den fünften Rekordgewinn in Folge. Analysten hatten im Schnitt nur mit 632,6 Mrd. Taiwan-Dollar gerechnet.

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Chips weiterhin gefragt
Haupttreiber der Ergebnisse war die starke Nachfrage nach modernen Prozesstechnologien. Technologien im Bereich von 7 Nanometern und darunter machten zusammen 77 % des gesamten Wafer-Umsatzes aus. Dabei entfielen 33 % des Umsatzes auf die 5-Nanometer-Technologie, 30 % auf die 3-Nanometer-Technologie und 11 % auf 7 Nanometer.
Die neue 2-Nanometer-Technologie steuerte bereits 3 % zum Wafer-Umsatz bei. Wendell Huang, Senior Vice President und CFO von TSMC, begründete das Abschneiden mit dem anhaltend robusten Marktinteresse an diesen führenden Fertigungsverfahren.
TSMC-Aktie verliert trotz solider Prognose
Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert das Management eine Fortsetzung des positiven Trends, gestützt durch einen erwarteten steilen Hochlauf der 2-Nanometer-Technologie. Das Unternehmen rechnet für das Folgequartal mit einem Umsatz zwischen 44,6 Mrd. und 45,8 Mrd. US-Dollar. Auf Basis eines angenommenen Wechselkurses von 1 US-Dollar zu 32 Taiwan-Dollar wird eine Bruttomarge zwischen 65 und 67 % sowie eine operative Marge zwischen 56 und 58 % angestrebt.
Für die TSMC-Aktie ging es dennoch nach unten, auf Wochensicht notiert das Papier mehr als 9 % im Minus. Dem steht jedoch ein Plus von rund 23 % seit Jahresbeginn gegenüber. Marktbeobachter fürchten, dass der Investionsboom rund um künstliche Intelligenz die Chipbranche erschöpft, während die hohen Ausgaben von TSMC in den kommenden Jahren die Margen drücken könnten.
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