| 13.05.2026 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von Montega AG): Kaufen
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von Montega AG
13.05.2026 / 10:06 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von Montega AG zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
| |
| Anlass der Studie: |
Update |
| Empfehlung: |
Kaufen |
| seit: |
13.05.2026 |
| Kursziel: |
4,00 EUR (zuvor: 3,50 EUR) |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
- |
| Analyst: |
Patrick Speck, CESGA |
Jahresergebnis und Ausblick positiv - Hoher NAV-Abschlag
Private Assets hat am 12.5 den Geschäftsbericht 2025 vorgelegt und darüber berichtet, dass im Zuge der Aufstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS-Standards (IAS 8) für das Geschäftsjahr 2024 Korrekturen im Zusammenhang mit der periodengerechten Umsatzrealisierung in einzelnen Projekten vorgenommen werden mussten. Dies führte zu einer Verschiebung von Ergebnisbeiträgen in das Jahr 2024 und entsprechend gegenläufigen Effekten in 2025. Nichtsdestotrotz wurden sowohl der Vorjahreswert als auch unsere Erwartungen an das operative Ergebnis (EBITDA) übertroffen.
In 2025 beliefen sich die Umsatzerlöse des Konzerns auf 168,3 Mio. EUR (Vj. korrigiert auf 173,8 Mio. EUR von 168,5 Mio. EUR). Im Segment Industrial gingen die Erlöse infolge der unterjährigen Entkonsolidierung der Gesellschaften Procast Guss España S.L. und Procast Handform GmbH auf 69,1 Mio. EUR (Vj.: 87,6 Mio. EUR) zurück, während der zuletzt gemeldete Erwerb der französischen TAM Groupe (vgl. Comment vom 04.12.2025) erst zum Jahresende erfolgte. Im Konzernabschluss per 31.12. wurde die TAM Groupe jedoch schon berücksichtigt. Auch im Segment Automation & Technology fielen die Erlöse mit 44,3 Mio. EUR (Vj.: 53,0 Mio. EUR) geringer aus, wobei die dazugehörige OKU Automation GmbH im März 2026 veräußert wurde. Das Segment Consumer, Solutions & Services legte dagegen auf Umsätze i.H.v. 55,1 Mio. EUR (Vj.: 33,2 Mio. EUR) zu. Während die Mitte 2024 erworbene Qlimate-Gruppe hier erstmals ganzjährig einbezogen wurde, fand der Verkauf der InstaLighting GmbH erst im Dezember 2025 statt.
Letzterer stellte mit einem Ertrag im mittleren einstelligen Mio.-Euro-Bereich aber nicht nur den ersten erfolgreichen Exit, sondern auch einen bedeutenden Proof of Concept des Geschäftsmodells von Private Assets dar. So wurden nach dem Erwerb der InstaLighting in 2022 im Rahmen einer strategischen Weiterentwicklung vor allem das Geschäft mit Eigenprodukten und der Export ausgebaut und so die Marktposition des Unternehmens spürbar verbessert. Nachdem alle wesentlichen Restrukturierungsschritte vollzogen worden waren, wurde letztendlich ein Multiple auf das investierte Kapital (MOIC) von 168x erzielt, was weit über den Zielkriterien des Konzerns (>10x) liegt.
Begünstigt durch die Erträge aus Entkonsolidierungen i.H.v. 6,3 Mio. EUR (Vj.: 0,0 Mio. EUR) und einen leicht niedrigeren Bargain Purchase von 5,2 Mio. EUR (Vj.: 5,7 Mio. EUR) stand in 2025 ein berichtetes EBITDA von 9,0 Mio. EUR (Vj. korrigiert auf EUR 6,3 Mio. EUR von 1,0 Mio. EUR) zu Buche, was etwas über unserer letzten Prognose (MONe: 7,6 Mio. EUR) liegt. Auch das Konzernergebnis fiel mit 0,5 Mio. EUR (MONe: -0,3 Mio. EUR) entsprechend höher aus. Bei einer Eigenkapitalquote per 31.12. von 17,6% schlägt der Vorstand gemäß unserer Erwartung jedoch keine Dividende vor.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Private Assets trotz konjunktureller Unsicherheiten einen moderaten Anstieg des Konzernumsatzes. Auf Basis der konsequenten Portfoliobereinigung und des Verkaufs verbliebener Verlustbringer (OKU Automation) sollen das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA und EBIT höher ausfallen. Wir erachten die Voraussetzungen hierfür weiterhin als gut, positionieren uns infolge möglicher negativer Effekte aus dem Irankrieg aber etwas vorsichtiger. Neuerliche Zukäufe oder Exits antizipieren wir dabei wohlgemerkt auch weiterhin nicht in den Prognosen.
Fazit: Private Assets konnte 2025 sowohl im Hinblick auf das Portfolio als auch die Equity Story wichtige Fortschritte erzielen. Da die aktuellen Beteiligungen u.E. insgesamt eine solide operative Entwicklung versprechen, gehen wir unabhängig von Einmaleffekten von einer sukzessiven Ergebnissteigerung aus. Vor diesem Hintergrund erachten wir den Abschlag auf den Buchwert (31.12.: 4,57 EUR je Aktie) als deutlich zu hoch und bestätigen das Rating 'Kaufen' mit einem höheren Kursziel von 4,00 EUR (zuvor: 3,50 EUR).
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++
Über Montega:
Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren. Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission: Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter, Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im Nebenwertebereich auf der anderen Seite.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet
Kontakt für Rückfragen:
Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: info@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag
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2326932 13.05.2026 CET/CEST
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| 08.05.2026 | Private Assets SE & Co. KGaA meldet Konzernzahlen 2025
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Private Assets SE & Co. KGaA
/ Schlagwort(e): Jahresergebnis
Private Assets SE & Co. KGaA meldet Konzernzahlen 2025
08.05.2026 / 15:44 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Private Assets SE & Co. KGaA meldet Konzernzahlen 2025
- Umsatz im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 168,3 Mio. nach EUR 173,8 Mio. im Vorjahr
- EBITDA bei EUR 9,0 Mio. nach EUR 6,3 Mio. in 2025
- Durch neue Beteiligungen und ein bereinigtes Portfolio gut für die Zukunft aufgestellt
Hamburg, den 8. Mai 2026. Die Private Assets SE & Co. KGaA (Private Assets; WKN: A3H223, ISIN: DE000A3H2234) legt Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Im Zuge der Aufstellung des Konzernabschlusses mussten Korrekturen gemäß internationaler Rechnungslegungsstandards nach IAS 8 für das Geschäftsjahr 2024 im Zusammenhang mit der periodengerechten Umsatzrealisierung in einzelnen Projekten vorgenommen werden. Dies führte zu einer Verschiebung von Ergebnisbeiträgen in das Jahr 2024 von EUR 3,7 Mio. und entsprechend gegenläufigen Effekten im Jahr 2025. Gemäß des geprüften und vom Aufsichtsrat und Verwaltungsrat gebilligten Konzernabschlusses beläuft sich das Konzernergebnis im Jahr 2025 auf EUR - 0,4 Mio. (Vorjahr EUR -11.355 Mio. korrigiert auf EUR - 7,6 Mio.). Die Umsatzerlöse betragen EUR 168,3 Mio. (Vorjahr EUR 168,5 Mio. korrigiert auf EUR 173,8 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, beträgt EUR 9,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,0 Mio., korrigiert auf EUR 6,3 Mio.). Das deutlich bessere Ergebnis ist im Wesentlichen auf den Abgang von verlustbringenden Beteiligungen, die Erstkonsolidierung der TAM Groupe und dem erfolgreichen Verkauf der InstaLighting GmbH zurückzuführen. Bei einem Eigenkapital von EUR 17,8 Mio. liegt die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2025 bei rund 17,6 % (Vorjahr 15,8%, nun korrigiert auf 19,7%).
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2025 |
2024 |
| |
bzw. 31.12.2025 |
bzw. 31.12.2024 |
| in Mio. Euro |
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|
| Umsatzerlöse |
168,3 |
173,8 |
| EBITDA |
9,0 |
6,3 |
| EBIT |
0,5 |
-5,6 |
| Konzernergebnis |
-0,4 |
-7,6 |
| |
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| Bilanzsumme |
120,0 |
109,4 |
| davon Zahlungsmittel |
14,7 |
9,0 |
| davon Eigenkapital |
21,1 |
21,5 |
| Eigenkapitalquote |
17,6% |
19,7% |
Der Private Assets Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 wesentliche Fortschritte in der strategischen Neuausrichtung erzielt und damit eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen. Die Ergebnisentwicklung war zwar noch von laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sowie Belastungen aus einzelnen, nicht nachhaltig profitablen Beteiligungen geprägt, zugleich konnten jedoch deutliche Fortschritte bei der gezielten Bereinigung und Weiterentwicklung des Portfolios erreicht werden. Die bestehenden Beteiligungen zeigen zunehmend stabile operative Entwicklungen. Vor diesem Hintergrund geht die Gesellschaft von einer insgesamt positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe im weiteren Jahresverlauf aus.
Der Geschäftsbericht ist ab 12. Mai 2026 auf der Homepage abrufbar.
Die Hauptversammlung der Private Assets SE & Co. KGaA findet am 25. Juni 2026 als Präsenzhauptversammlung in Hamburg statt.
Über Private Assets
Die Private Assets SE & Co. KGaA ist eine in Hamburg ansässige Beteiligungsgesellschaft, die auf Unternehmensbeteiligungen in Sondersituationen spezialisiert ist. Die Aktien werden im m:access der Börse München sowie im Freiverkehr der Börse Hamburg unter der Wertpapierkennnummer A3H223 gehandelt.
Private Assets beteiligt sich an Konzernabspaltungen und mittelständischen Unternehmen mit heute unterdurchschnittlicher Performance. Ein weiterer Beteiligungsschwerpunkt sind Unternehmen mit offenen Nachfolgefragen. Das Management von Private Assets hat viele Jahre Erfahrung und einen nachweisbaren Track Record bei Investments in Sondersituationen. Zur notwendigen schnellen Umsetzung verfügt die Gesellschaft über ein eingespieltes Team mit Inhouse-Erfahrung in Bereichen wie Product-Supply, Project-Management, Sales & Marketing, Recht und Finanzen. Durch die enge operative Begleitung seitens Private Assets erzielt die Gesellschaft in ihren Beteiligungen schnelle, effiziente und nachhaltige Veränderungen.
Weitere Informationen finden sich unter www.private-assets.de.
Kontakt:
Private Asset SE & Co. KGaA
Brook 1
20457 Hamburg
Telefon 040 37 41 10 22
E-Mail: ir@private-assets.de
08.05.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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| Sprache: |
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Private Assets SE & Co. KGaA |
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Brook 1 |
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20457 Hamburg |
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Deutschland |
| E-Mail: |
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| ISIN: |
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| WKN: |
A3H223 |
| Börsen: |
Freiverkehr in Hamburg, München (m:access) |
| EQS News ID: |
2324324 |
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| Ende der Mitteilung |
EQS News-Service |
2324324 08.05.2026 CET/CEST
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| 05.01.2026 | Private Assets SE & Co. KGaA schließt Erwerb der französischen TAM Groupe ab
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Private Assets SE & Co. KGaA
/ Schlagwort(e): Firmenübernahme
Private Assets SE & Co. KGaA schließt Erwerb der französischen TAM Groupe ab
05.01.2026 / 10:41 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Private Assets SE & Co. KGaA schließt Erwerb der französischen TAM Groupe ab
Hamburg, den 5. Januar 2026
Die Private Assets SE & Co. KGaA (Private Assets) hat zum Jahresende 2025 den Erwerb der französischen TAM Groupe erfolgreich abgeschlossen. Die TAM Groupe gehört in Frankreich zu den Marktführern in der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten für die Betonbauindustrie. Sie wird repräsentiert durch die Marken Technique Béton, Arteon und Mandelli-Setra. Zielsetzung der Private Assets ist es neben der Weiterentwicklung der Marken und der Produktpalette auch die geografische Ausweitung und den Ausbau vorhandener Märkte voranzutreiben. Die TAM Groupe wird bereits im Abschluss zum 31. Dezember 2025 der Private Assets berücksichtigt.
Über Private Assets
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Weitere Informationen finden sich unter www.private-assets.de.
Ansprechpartner Investor Relations
edicto GmbH
Ralf Droz / Jessica Pommer
Tel.: +49(0)69/90550550
E-Mail: PrivateAssets@edicto
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2254606 |
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| Ende der Mitteilung |
EQS News-Service |
2254606 05.01.2026 CET/CEST
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| 04.12.2025 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von Montega AG): Kaufen (zuvor: Halten)
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von Montega AG
04.12.2025 / 11:53 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von Montega AG zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
| |
| Anlass der Studie: |
Update |
| Empfehlung: |
Kaufen (zuvor: Halten) |
| seit: |
04.12.2025 |
| Kursziel: |
3,50 EUR (zuvor: 2,60 EUR) |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
- |
| Analyst: |
Patrick Speck, CESGA |
Ereignisreiches Q4: Auf weitere Akquisition in Frankreich folgt erster erfolgreicher Exit
Private Assets hat am 28.11. mit dem Verkauf der InstaLighting GmbH den ersten erfolgreichen Exit eines Portfolio-Unternehmens bekannt gegeben. Des Weiteren wurde kürzlich die bereits dritte Akquisition in Frankreich gemeldet.
Exit mit signifikantem Ergebnis-Effekt: Nach erfolgter Restrukturierung und Neupositionierung der 2022 erworbenen 100%-Beteiligung InstaLighting wurde nun der Verkauf sämtlicher Anteile des deutschen Lichttechnik-Spezialisten an eine private Investorengruppe mit Sitz in München gemeldet. Das Closing der Transaktion soll noch im laufenden Jahr vollzogen werden. InstaLighting entwickelt und fertigt mit zuletzt 49 Mitarbeitern integrierte Systeme aus Leuchten und Steuerungen für moderne Architekturbeleuchtungen. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen laut Private Assets einen Umsatz von ca. 10 Mio. EUR und für 2025 hatten wir zuletzt einen leicht positiven operativen Ergebnisbeitrag erwartet. Durch den Exit generiert Private Assets nun einen positiven Effekt auf das Jahresergebnis im niedrigen siebenstelligen Bereich.
Akquisition in Frankreich: Jüngst wurde darüber hinaus der vollständige Erwerb der TAM Groupe vom bisherigen strategischen Eigentümer DYWIDAG Systems International kommuniziert. Bei TAM handelt es sich um einen französischen Marktführer bei der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten für die Betonbauindustrie. Die Produktpalette rund um Beton reicht vom Bau bis zur Instandhaltung und deckt die Bereiche Fundamente, Abdichtungen, strukturelle Fugen, Reparaturen sowie Befestigungs- und Hebewerkzeuge ab. Das Unternehmen verfügt über insgesamt drei Produktionsstätten sowie acht Vertriebszentren in Frankreich und dürfte einen Jahresumsatz im mittleren zweistelligen Mio.-Euro-Bereich erzielen (MONe: ca. 45 Mio. EUR). Private Assets plant, bei der aktuell defizitären Gesellschaft durch die geografische Expansion in weitere Märkte neue Ertragspotenziale zu heben und die Marktposition des Unternehmens so auszubauen, dass in rund zwei Jahren der Break Even erreicht werden kann. Die Akquisition sollte noch bis Ende 2025 geclosed werden, woraus u.E. ein nichtcashwirksamer Ergebnisbeitrag aus dem Bargain Purchase im unteren siebenstelligen Bereich zu erwarten ist.
Modell angepasst: Wir rechnen mit dem Vollzug beider Transaktionen in den nächsten Wochen und passen unser Modell in dieser Hinsicht an. Nachdem nach H1/25 noch ein deutlich negatives Konzernergebnis vorlag (-6,7 Mio. EUR), steuert Private Assets infolge der Abstoßung der wesentlichen Verlustbringer, des positiven Ergebniseffekts aus dem Exit der InstaLighting sowie des Badwills aus der Neu-Akquisition der TAM Groupe in 2025 u.E. nun sogar auf ein annähernd ausgeglichenes Jahresergebnis zu. Wir gehen dennoch nicht davon aus, dass der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende vorschlagen wird.
Fazit: Nach einem in dieser Hinsicht ereignisärmeren Q3 kommt bei Private Assets zum Jahresende wieder Bewegung ins Portfolio. Insbesondere der erste erfolgreiche Exit stellt u.E. das lange fehlende Puzzlestück in der Equity Story des Transformationsspezialisten dar. Nach Anpassung und Fortschreibung unseres Bewertungsmodells ermitteln wir ein neues Kursziel i.H.v. 3,50 EUR (zuvor: 2,60 EUR), was annähernd dem NAV je Aktie per 31.12. entsprechen dürfte. Angesichts eines Upside-Potenzials von ca. 40% stufen wir die Aktie wieder auf 'Kaufen' hoch.
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2240520 04.12.2025 CET/CEST
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| 14.10.2025 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von GSC Research GmbH): Halten
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von GSC Research GmbH
14.10.2025 / 12:38 CET/CEST
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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von GSC Research GmbH zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
| |
| Anlass der Studie: |
Halbjahreszahlen 2025 |
| Empfehlung: |
Halten |
| seit: |
14.10.2025 |
| Kursziel: |
3,00 Euro |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
14.10.2025, vormals Kaufen |
| Analyst: |
Jens Nielsen |
Weiterhin schwierige Rahmenbedingungen
Nach dem enttäuschenden Verlauf des Geschäftsjahres 2024 blieb die Entwicklung bei der Private Assets SE & Co. KGaA auch in den ersten sechs Monaten 2025 hinter den Unternehmenserwartungen zurück. Dabei fielen die Zahlen in den Segmenten Automation & Technology sowie Consumer, Solutions & Services zwar im Rahmen der Erwartungen aus, dies konnte die negativen Effekte in dem besonders stark durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen tangierten Segment Industrial jedoch letztlich nicht kompensieren.
Wenngleich sich die geschäftsführenden Direktoren mit der bisherigen operativen Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr nicht zufrieden zeigen, sehen sie aufgrund eingeleiteter Maßnahmen und stabilisierender interner Prozesse positive Perspektiven für die laufende zweite Jahreshälfte und darüber hinaus.
Dabei wird für die Mehrzahl der Beteiligungen im weiteren Jahresverlauf von Verbesserungen der Umsatz- und Ergebniskennzahlen ausgegangen. Vor allem haben die Hamburger Restrukturierungsspezialisten ihr Portfolio aber inzwischen auch um einige große Verlustbringer bereinigt. Damit sehen wir Private Assets insbesondere im Segment Industrial nun deutlich besser aufgestellt.
Die in diesem Rahmen freigesetzten Kapazitäten kann das erfahrene Management, das insgesamt direkt und indirekt mit knapp 63 Prozent der Aktien hinter der Gesellschaft steht, jetzt auf die Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen sowie den Ausbau des Portfolios durch weitere Akquisitionen fokussieren. Dabei wurde die Unternehmensleitung zum 1. September 2025 mit Daniel C. Grimm als geschäftsführender Direktor für Investments und M&A um einen Manager mit langjähriger internationaler Expertise im Bereich Business Development erweitert.
Allerdings stellt sich der M&A-Markt für Private Assets derzeit mit deutlich verlängerten Verhandlungsprozessen und zunehmenden Broken Deals, bei denen Verkaufsverhandlungen in einem unter Umständen schon weit fortgeschrittenen Stadium abgebrochen werden, sehr volatil dar. Dadurch erhöht sich sowohl der Aufwand für potenzielle Akquisitionen als auch das Risiko, dass bereits sicher geglaubte Deals letztendlich doch nicht zustande kommen.
Auch wenn wir unsere Ergebnisschätzungen nach der erfolgten Portfoliobereinigung heraufgesetzt haben, fallen diese weiterhin äußerst schwach aus. Hierbei ist aber auch zu berücksichtigen, dass unsere Prognosen weder potenzielle künftige M&A-Transaktionen noch Sondereffekte aus Bargain Purchase und Loss Compensation Agreements beinhalten, die jedoch dem Private-Assets-Geschäftsmodell immanent sind und in der Vergangenheit teils erhebliche Ergebnisbeiträge geliefert haben. Außerdem können unsere Schätzungen auch Potenziale, die sich bei einer möglichen Realisierung in den Portfoliounternehmen vorhandener Wertsteigerungspotenziale ergeben, nicht abbilden.
Gleichwohl ist zu beachten, dass die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft mit 14,8 Mio. Euro entsprechend einer Eigenkapitalquote von 14,6 Prozent mittlerweile nicht mehr besonders üppig ausfällt und sich abhängig von der weiteren Entwicklung weiter verringern könnte.
Insgesamt und auch angesichts der unverändert sehr geringen Visibilität stufen wir die Private-Assets-Aktie daher bei einem auf Basis unserer aktualisierten DCF-Bewertung auf 3,00 Euro angepassten Kursziel derzeit nur noch als Halteposition für entsprechend risikobereite und längerfristig orientierte Anleger mit Interesse an Investments in Unternehmen in Sondersituationen ein. Aufgrund der geringen Handelsliquidität sollten Orders in dem Titel immer mit einem Limit versehen werden.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 2025-10-14_Private_Assets
Die Analyse oder weiterführende Informationen zu dieser können Sie hier downloaden: www.gsc-research.de
Kontakt für Rückfragen:
GSC Research GmbH Tiergartenstr. 17 D-40237 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211 / 179374 - 24 Fax: +49 (0)211 / 179374 - 44 Büro Münster: Postfach 48 01 10 D-48078 Münster Tel.: +49 (0)2501 / 440 91 - 21 Fax: +49 (0)2501 / 440 91 - 22 E-Mail: info@gsc-research.de Internet: www.gsc-research.de
Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter https://eqs-news.com
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2212732 14.10.2025 CET/CEST
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| 09.09.2025 | Original-Research: PRIVATE ASSETS SE & CO. KGAA (von Montega AG): Halten (zuvor: Kaufen)
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Original-Research: PRIVATE ASSETS SE & CO. KGAA - von Montega AG
09.09.2025 / 17:00 CET/CEST
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Einstufung von Montega AG zu PRIVATE ASSETS SE & CO. KGAA
| Unternehmen: |
PRIVATE ASSETS SE & CO. KGAA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
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| Anlass der Studie: |
Update |
| Empfehlung: |
Halten (zuvor: Kaufen) |
| seit: |
09.09.2025 |
| Kursziel: |
2,60 EUR (zuvor: 4,40 EUR) |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
- |
| Analyst: |
Patrick Speck, CESGA |
Feedback HIT: Listing in München gestartet, H1-Zahlen schwach
Private Assets hat sich jüngst auf den 14. Hamburger Investorentagen präsentiert. Vorab wurde gemeldet, dass die Aktien des Unternehmens nun auch im Mittelstandssegment m:access der Börse München notiert sind, was die Wahrnehmung bei institutionellen Investoren weiter stärken sollte. Der Wechsel an die Börse München ist allein schon deshalb sinnvoll, da das Listing der Gesellschaft an der Börse Berlin zum Jahresende 2025 planmäßig auslaufen wird. Ein ebenfalls mit dem Segmentwechsel angekündigtes XETRA-Listing dürfte in Kürze folgen. Die am 27.8. vorgelegten H1-Zahlen fielen vor allem ergebnisseitig indes sehr schwach aus.
Solides Umsatzwachstum, aber deutlicher Periodenverlust: Zwar konnte Private Assets in H1 den Konzernerlös um 7,3% yoy auf 75,7 Mio. EUR steigern, das EBITDA ging jedoch signifikant auf -1,6 Mio. EUR (Vj.: 2,1 Mio. EUR) zurück. Die Erträge aus Bargain Purchase fielen dabei mit 0,5 Mio. EUR (Vj.: 0,7 Mio. EUR) nur geringfügig niedriger aus als im Vorjahreszeitraum und beruhen auf einer Add-On-Akquisition im Rahmen eines Asset Deals für mechanische Bearbeitungskapazitäten bei der ProMachining GmbH. Darüber hinaus standen Erträge aus der Entkonsolidierung der Bever Elektronik GmbH und der Procast Handform GmbH i.H.v. 2,3 Mio. EUR (Vj.: 0 EUR) zu Buche. Diese fielen annähernd so hoch aus wie die im Vorjahr noch erzielten und nun entfallenen Erträge aus Loss Compensation Agreements (Vj.: 2,6 Mio. EUR). Das berichtete operative Ergebnis spiegelt somit in erster Linie die konjunkturbedingt schwache Geschäftsentwicklung des Segments Industrial wider, das ein EBITDA i.H.v. -2,6 Mio. EUR (Vj.: 1,3 Mio. EUR) verzeichnete. Hier wirkten sich insbesondere anhaltende Projektverschiebungen sowie die Verluste der aufgegebenen Beteiligungen negativ aus. Die Segmente Automation & Technology (EBITDA: -0,4 Mio. EUR; Vj.: -0,4 Mio. EUR) und Consumer, Solutions & Services (EBITDA: 0,2 Mio. EUR; Vj.: 0,4 Mio. EUR) zeigten sich dagegen weitgehend stabil. Unterm Strich stand ein auf 6,7 Mio. EUR (Vj.: 3,4 Mio. EUR) ausgeweiteter Periodenverlust. Die Eigenkapitalquote verringerte sich dadurch auf 14,6% (Vj.: 21,2%). Insgesamt zeigte sich der Vorstand mit dem bisherigen Jahresverlauf 'nicht zufrieden', verwies jedoch mit Blick auf die zweite Jahreshälfte auf die erwarteten positiven Effekte der eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung in den einzelnen Beteiligungen. Für 2025 wurde daher bei moderat steigenden Umsatzerlösen nach wie vor ein gegenüber Vorjahr deutlich höheres EBITDA bzw. EBIT in Aussicht gestellt.
Gießerei-Standort in Spanien verkauft: Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen gab die Tochtergesellschaft Procast jüngst den Verkauf des Gießereistandorts Procast Guss España an einen strategischen Investor bekannt. Die in Abadiño nahe Bilbao ansässige Gießerei wurde von Private Assets im Juli 2023 aus der Insolvenz übernommen und erfolgreich neu aufgestellt. Neben der Einführung eines straffen Kostenmanagementsystems wurde umfassend in die Ablauforganisation und die Technologie investiert. Durch die Neuordnung und den Ausbau des Vertriebs konnte darüber hinaus der Auftragseingang deutlich erhöht werden. Nicht zuletzt übernahm das spanische Werk von Procast Guss die Produktion des stillgelegten ehemaligen Standorts Bad Saulgau. Alle Procast-Kunden, die in Spanien produzieren, sollen vom Nachfolger weiter bedient werden. Käufer der Procast España ist die Unternehmerfamilie Vallespi aus Barcelona. Zum Verkaufserlös wurden keinerlei Angaben gemacht.
Folgen der Transaktion: Der Verkauf deutet u.E. darauf hin, dass sich das Management von Private Assets von der Idee der Schaffung eines europäischen Gießereiverbunds endgültig verabschiedet hat. Dieses Ziel wurde noch im Sommer letzten Jahres bei den Gesprächen zum Zukauf der französischen Eisengießerei Fonderie de Bretagne verfolgt, die jedoch Ende letzten Jahres nach mehrmonatigen Verhandlungen abgebrochen werden mussten, nachdem die wirtschaftliche Grundlage des Transformationskonzepts entfallen war. Vielmehr sind die Gießerei-Aktivitäten von Private Assets infolge der überraschenden Insolvenz der Procast Guss GmbH (siehe Comment vom 03.12.2024) sowie nachfolgend der Procast Handform GmbH (siehe Comment vom 13.03.2025) inzwischen auf die Procast Nortorfer Gusswerk GmbH zusammengeschmolzen, die im Zuge eines Asset Deals wiederum aus der Insolvenz übernommen worden war. Hier verlaufen die Restrukturierungsmaßnahmen laut Private Assets erfolgreich, das EBITDA lag in H1 über den Erwartungen des Managements und der Auftragseingang zeigte sich stabil. Durch die Veräußerung der Procast España entfällt für das Segment Industrial jedoch einerseits ein Umsatzvolumen von u.E. annualisiert rund 20 Mio. EUR, andererseits dürfte der spanische Standort in H1 auch noch ein leicht negatives Ergebnis beigetragen haben.
M&A-Markt volatil, zeitnah kein Exit zu erwarten: Durch den Zuschnitt des IndustrialExposures sollte die konjunkturelle Abhängigkeit im Beteiligungsportfolio nun spürbar geringer ausfallen. Der schwache Konjunkturverlauf führt nach Darstellung des Vorstands aber auch dazu, dass zurzeit kein größerer Exit mehr zu erwarten ist. Vielmehr beobachtet das Management in einem volatilen M&A-Markt zunehmend langwierigere Verhandlungsprozesse oder gar sogenannte Broken Deals, womit sich der Aufwand bei der Akquisition bzw. das Risiko des Scheiterns sicher geglaubter Deals erhöht. Wir bilden in unseren Prognosen weiterhin weder erwartete Zu- noch Verkäufe ab, sondern haben unsere Prognosen für 2025 ff. in Anbetracht des Verkaufs in Spanien sowie angesichts des schwachen H1 und der noch unzureichenden Sanierungserfolge erneut reduziert.
Fazit: Die Entwicklung bei Private Assets gleicht für uns zurzeit einer Black Box, durch das Listing in München sollten sich die Transparenz und die Liquidität der Aktie in Zukunft aber spürbar verbessern. Wir nehmen das Anlageurteil auf 'Halten' mit einem neuen Kursziel von 2,60 EUR zurück.
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Über Montega:
Die Montega AG ist eines der führenden bankenunabhängigen Researchhäuser mit klarem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Das Coverage-Universum umfasst Titel aus dem MDAX, TecDAX, SDAX sowie ausgewählte Nebenwerte undwird durch erfolgreiches Stock-Picking stetig erweitert. Montega versteht sich als ausgelagerter Researchanbieter für institutionelle Investoren und fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die Veranstaltung von Roadshows, Fieldtrips und Konferenzen. Zu den Kunden zählen langfristig orientierte Value-Investoren, Vermögensverwalter und Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus.
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2195112 09.09.2025 CET/CEST
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| 04.08.2025 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von GSC Research GmbH): Kaufen
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von GSC Research GmbH
04.08.2025 / 15:03 CET/CEST
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Einstufung von GSC Research GmbH zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
| |
| Anlass der Studie: |
Geschäftszahlen 2024 |
| Empfehlung: |
Kaufen |
| seit: |
04.08.2025 |
| Kursziel: |
4,20 Euro |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
./. |
| Analyst: |
Jens Nielsen |
Geschäftsjahr 2024 massiv durch deutsche Gießereien belastet
Das Zahlenwerk der Private Assets SE & Co. KGaA für das vergangene Geschäftsjahr 2024 fiel äußerst enttäuschend aus. Neben der das Portfolio insgesamt tangierenden konjunkturellen Schwäche in Deutschland resultierte dies vor allem aus signifikanten Planverfehlungen bei drei Beteiligungen in dem durch die widrigen Rahmenbedingungen besonders gebeutelten Segment Industrial.
Erhebliche Ergebnisbelastungen fielen dabei im Bereich der Gießereigruppe an, wo schließlich die Procast Guss im November 2024 sowie die Procast Handform im Februar 2025 Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet haben. Unbefriedigend gestaltete sich zudem auch die Situation bei dem per März 2024 erworbenen Carve-out Bever im Segment Automation & Technology, nachdem der Verkäufer und Hauptauftraggeber FRIWO begonnen hat, Teile seines die Geschäftsgrundlage für Bever bildenden Portfolios zu veräußern. Insgesamt positiv entwickelten sich hingegen die im letzten Jahr zugekauften Beteiligungen Forgeem, QLIMATE und JOBMACHER, die bei einem annualisierten Gesamtumsatz von 57,5 Mio. Euro in Summe Erlöse in Höhe von 26,6 Mio. Euro sowie ein mit 0,3 Mio. Euro leicht positives EBITDA beisteuerten.
Im Rahmen der forcierten Restrukturierung der Gießereigruppe ist der hoch defizitäre Procast-Guss-Standort Gütersloh inzwischen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Darüber hinaus wurde Bever im Zuge eines Rücktritts vom Kaufvertrag mit FRIWO Ende Januar 2025 verkauft. Damit hat Private Assets das Portfolio um zwei große Verlustbringer bereinigt. Die zudem dadurch freigesetzten Kapazitäten kann das erfahrene Management, das insgesamt direkt und indirekt mit gut 64 Prozent der Aktien hinter der Gesellschaft steht, nun auf die nachhaltige Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen und den Ausbau des Portfolios durch weitere Akquisitionen konzentrieren.
Zwar fallen unsere Ergebnisschätzungen für den Hamburger Restrukturierungsspezialisten derzeit äußerst schwach aus. Hierbei ist aber auch zu berücksichtigen, dass unsere Prognosen weder potenzielle künftige M&A-Trans-aktionen noch Sondereffekte aus Bargain Purchase und Loss Compensation Agreements beinhalten, die jedoch dem Private-Assets-Geschäftsmodell immanent sind und in den vergangenen Jahren stets erhebliche Ergebnisbeiträge geliefert haben. Außerdem können unsere Schätzungen auch die Potenziale, die sich bei einer sukzessiven Realisierung der in den Portfoliounternehmen vorhandenen Wertsteigerungspotenziale ergeben, letztlich nicht abbilden.
Aus diesem Grund stellen wir unsere Anlageempfehlung für die Private-Assets-Aktie auf eine DCF-Bewertung ab. Auch infolge der derzeit sehr geringen Visibilität resultiert daraus momentan eine deutliche Rücknahme unseres Kursziels auf 4,20 Euro. Auf dem in den letzten Monaten massiv gesunkenen Kursniveau ergibt sich auf dieser Basis aber dennoch ein aktuelles Upside-Potenzial von gut 70 Prozent.
Dabei beläuft sich die derzeitige Marktkapitalisierung der Private Assets SE & Co. KGaA mit 11,3 Mio. Euro nur auf knapp 65 Prozent des zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Eigenkapitals (ohne Anteile Dritter) von 17,5 Mio. Euro, das 3,79 Euro je Aktie entspricht.
Insgesamt empfehlen wir daher weiterhin vor allem längerfristig orientierten und entsprechend risikoaffinen Anlegern mit Interesse an Investments in Unternehmen in Sondersituationen, den Anteilsschein der Hamburger Beteiligungsgesellschaft zu „kaufen“. Angesichts der geringen Handelsliquidität sollten Orders in dem Titel nur mit Limit erteilt werden.
Dabei ist die Private-Assets-Aktie neben dem Freiverkehr der Börse Berlin, die das Listing mit Wirkung zum 1. Januar 2026 einstellen wird, sowie dem Freiverkehr Hamburg nun seit einigen Tagen auch im Freiverkehrssegment m:access der Börse München notiert. Im Zuge der weiteren Intensivierung der Kapitalmarkt- und IR-Aktivitäten ist darüber hinaus auch ein Xetra-Listing geplant.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 2025-08-04_Private_Assets
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Kontakt für Rückfragen:
GSC Research GmbH Tiergartenstr. 17 D-40237 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211 / 179374 - 24 Fax: +49 (0)211 / 179374 - 44 Büro Münster: Postfach 48 01 10 D-48078 Münster Tel.: +49 (0)2501 / 440 91 - 21 Fax: +49 (0)2501 / 440 91 - 22 E-Mail: info@gsc-research.de Internet: www.gsc-research.de
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2179130 04.08.2025 CET/CEST
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| 26.05.2025 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von Montega AG): Kaufen (zuvor: Halten)
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von Montega AG
26.05.2025 / 10:46 CET/CEST
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Einstufung von Montega AG zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
| |
| Anlass der Studie: |
Update |
| Empfehlung: |
Kaufen (zuvor: Halten) |
| seit: |
26.05.2025 |
| Kursziel: |
4,40 EUR (zuvor: 6,00 EUR) |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
- |
| Analyst: |
Patrick Speck, CESGA |
Zurück auf Los - Portfolio um größte Verlustbringer bereinigt
Private Assets hat am 21.5. den Geschäftsbericht 2024 vorgelegt. Neben der erheblichen Ergebnisbelastung durch die Planverfehlung dreier Beteiligungen im Segment Industrial, darunter die Insolvenz der bislang größten Tochter Procast Guss (PCG; vgl. Comment vom 03.12.2024), wurde die Geschäftsentwicklung durch drei neue Beteiligungen geprägt, die laut Konzern bereits positive operative Ergebnisse erzielen.
Der Konzernumsatz fiel mit 168,5 Mio. EUR leicht höher aus als erwartet (MONe: 165,0 Mio. EUR). Hiervon entfielen 87,6 Mio. EUR (-15,9% yoy) auf das Segment Industrial, wobei der Umsatzrückgang im Wesentlichen durch die Nachfrageschwäche der per 30. November 2024 entkonsolidierten PCG (Umsatzbeitrag: 43,5 Mio. EUR; -40,1% yoy) verursacht wurde. Demgegenüber standen erstmalige Erlöse der zum 01. August 2024 erworbenen Forgeem SAS (3,8 Mio. EUR). Das Segment Automation & Technology erzielte mit 47,7 Mio. EUR (+1,0% yoy) ein stabiles Erlösniveau, wobei die Beteiligung SIM Automation leicht wuchs (+4% yoy) und die zum 01. März 2024 erworbene Bever Elektronik GmbH (Umsatzbeitrag: 7,5 Mio. EUR) den durch Projektverschiebungen verursachten Rückgang bei OKU Automation in etwa kompensierte. Im Segment Consumer, Solutions & Services legten die Erlöse signifikant auf 33,2 Mio. EUR zu (+216,4% yoy), was im Wesentlichen auf die neuen Beteiligungen QLIMATE GmbH/SAS (in Summe: 14,6 Mio. EUR; seit 01.07.2024) und JOBMACHER (8,2 Mio. EUR; seit 01.08.2024) zurückzuführen ist. Gegen den Branchentrend konnte zudem InstaLighting (+10% yoy) spürbar wachsen.
Ertragsseitig fielen die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Gewinne aus günstigen Unternehmenszukäufen (Bargain Purchase) mit 5,7 Mio. EUR (Vj.: 6,1 Mio. EUR) sowie die Verlustausgleichszahlungen durch Verkäufer (Loss Compensations) mit 4,5 Mio. EUR (Vj.: 5,0 Mio. EUR) höher aus als von uns antizipiert. Dennoch verfehlten das EBITDA i.H.v. 1,0 Mio. EUR (MONe: 3,8 Mio. EUR) wie auch das Konzernergebnis (nach Minorities) von -8,9 Mio. EUR (MONe: -7,0 Mio. EUR) unsere Prognose. Dies beruht vor allem auf dem hohen Verlustbeitrag der PCG, die bis zur Entkonsolidierung einen Fehlbetrag von 5,5 Mio. EUR sowie einen Abgangsverlust von 3,3 Mio. EUR verursachte. Bereinigt um Sondereffekte lag das adj. EBITDA bei -6,0 Mio. EUR (Vj.: 3,8 Mio. EUR). Infolge des negativen Jahresergebnisses reduzierte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 auf 17,8 Mio. EUR (EK-Quote: 15,8%; Vj.: 24,7%). Allerdings konnte durch den mit der PCG-Insolvenz einhergehenden Wegfall von Pensionsverpflichtungen (6,1 Mio. EUR) die Nettoverschuldung deutlich auf 25,6 Mio. EUR (Vj.: 33,9 Mio. EUR) reduziert werden. Überdies wurde ein positiver Free Cashfow von 4,8 Mio. EUR erzielt.
Im Ausblick 2025 rechnet der Vorstand mit einer leichten Umsatzsteigerung bei den bestehenden Beteiligungen und einem deutlich höheren adj. EBITDA bzw. EBIT (vor Einmaleffekten). Nach wie vor erachten wir die InstaLighting und die SIM Automation als die kurzfristig aussichtsreichsten Exit-Kandidaten. Nachdem Hauptauftraggeber FRIWO durch eigene Portfolioverkäufe der Bever Elektronik die Geschäftsgrundlage entzog, trat das Management bereits im Februar vom Kaufvertrag zurück und veräußerte die Tochter wieder. Mit Bever (EBITDA 2024: -1,2 Mio. EUR) und PCG sind somit zwei wesentliche Verlustbringer des letzten Geschäftsjahres inzwischen nicht mehr Teil des Portfolios.
Fazit: Private Assets hat ein turbulentes Jahr hinter sich und muss nun zeigen, dass das Portfolio in der Breite in die Profitabilität geführt bzw. punktuell gewinnbringend veräußert werden kann. Darüber hinaus ist das als Ersatz für die Börse Berlin angestrebte XETRA-Listing noch ausstehend, dieses soll laut Management aber 'in den nächsten Wochen abgeschlossen sein'. Wir haben unser DCF-basiertes Modell auf Basis des Geschäftsberichts umfassend aktualisiert und stellen uns insbesondere bezüglich der Profitabilitätserwartungen noch deutlich vorsichtiger auf. Nichtsdestotrotz erwarten wir infolge der Portfoliobereinigung eine signifikante Ergebnisverbesserung und erachten die mittlerweile unter Buchwert notierende Aktie vor diesem Hintergrund wieder als attraktiv. Mit einem neuen Kursziel von 4,40 EUR (zuvor: 6,00 EUR) nehmen wir das Anlagevotum auf 'Kaufen' hoch.
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2145318 26.05.2025 CET/CEST
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| 14.03.2025 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von Montega AG): Halten (zuvor: Kaufen)
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von Montega AG
14.03.2025 / 10:52 CET/CEST
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Einstufung von Montega AG zu Private Assets SE & Co. KGaA
| Unternehmen: |
Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
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| Anlass der Studie: |
Update |
| Empfehlung: |
Halten (zuvor: Kaufen) |
| seit: |
13.03.2025 |
| Kursziel: |
6,00 EUR (zuvor: 11,00 EUR) |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
| Letzte Ratingänderung: |
- |
| Analyst: |
Patrick Speck, CESGA |
Weitere Gussbeteiligung wird in Eigenverwaltung saniert
Private Assets hat jüngst gemeldet, dass für die Gießereitochter Procast Handform GmbH mit Sitz in Kiel ein Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt wurde. Einen vergleichbaren Schritt hatte der Sanierungsspezialist zuvor bei der Schwestergesellschaft Procast Guss GmbH vollzogen (vgl. Comment vom 03.12.2024) und befindet sich dort inzwischen in einem weit fortgeschrittenen Stadium.
Die Procast Handform GmbH (MONe: Jahresumsatz 2024 ca. 6 Mio. EUR) ist spezialisiert auf komplexe und große Gussteile, die in Einzelfertigung oder Kleinserien z.B. für Schiffsmotoren, Baumaschinen oder Energieaggregate hergestellt werden. Wenngleich die Nachfrage nach den Großgusserzeugnissen u.E. von strukturellen Treibern u.a. aus dem Energiesektor profitieren sollte, litt das Unternehmen zuletzt wie die gesamte Gießereibranche unter der schwachen konjunkturellen Lage, hohen Energiepreisen und Auftragsstornierungen. So erreichte auch der europäische Foundry Industry Sentiment Indicator (FISI) Ende letzten Jahres mit 89,9 Pkt. einen Tiefpunkt.
[Abbildung]
Hinzu kommen laut Private Assets vergleichsweise hohe Kostenstrukturen des Standorts mit seinen aktuell ca. 95 Beschäftigten. Diese erhalten nun drei Monate lang Ihre Löhne und Gehälter von der Agentur für Arbeit, was Procast Handform eine finanzielle Atempause verschafft. Überdies bietet das Eigenverwaltungsverfahren Private Assets einen rechtlichen Rahmen, um notwendige Sanierungsschritte wie Anpassungen von Kostenstrukturen bei laufendem Geschäftsbetrieb schneller und einfacher umzusetzen.
Das Ende November 2024 bei der Procast Guss GmbH eingeleitete Eigenverwaltungsverfahren kommt laut Private Assets bereits zügig voran. Der Gießereistandort Nortorf wurde von der Procast Holding zum 01. Februar aus der Insolvenz in Eigenverwaltung herausgelöst. Im Rahmen eines Asset Deals sind dabei sämtliche Vermögenswerte des Standorts Nortorf auf die neue, insolvenzfreie Gesellschaft übertragen worden. Neben Maschinen und Anlagen, Kundenaufträgen und immateriellen Vermögensgütern wurde des Weiteren die gesamte Belegschaft von rund 80 Beschäftigten übernommen. Das Unternehmen firmiert künftig als 'Procast Nortorfer Gusswerk GmbH“ unter dem Dach der Procast Holding, die damit aktuell die Produktionsstandorte in Nortorf und Abadiño (Spanien) umfasst. Der Standort Gütersloh wurde laut Vorstand inzwischen im Rahmen eines Assets Deals rückwirkend zum 01.03. verkauft.
Die Pläne zur Übernahme der französischen Eisengießerei Fonderie de Bretagne (FdB; vgl. Comment vom 29.07.2024) wurden laut Vorstand derweil auf Eis gelegt. Hintergrund dessen ist, dass die Renault Group als bisher einziger Kunde der FdB nach mehrmonatigen Gesprächen überraschend die eigenen Abnahmemengen in Frage gestellt habe und zu keinen verlässlichen Aussagen bereit gewesen sei, womit die wirtschaftliche Grundlage des Transformationskonzepts entfallen ist.
Prognosen überarbeitet, Transformationserwartungen zurückgeschraubt: Der jüngste Newsflow rund um die Procast-Gruppe als größte Portfolioeinheit von Private Assets ist alles andere als erbaulich und spiegelt das angespannte wirtschaftliche Umfeld im Industriesektor wider. Durch die dauerhafte Entkonsolidierung des Standorts Gütersloh dürfte seit Ende 2024 ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse des Segments Industrial (H1/24: 45,7 Mio. EUR) aber auch ein großer Verlustbringer entfallen. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Topline-Prognosen für 2024 ff. spürbar reduziert. Ergebnisseitig gehen wir darüber hinaus nun nicht mehr davon aus, dass in H2/24 eine deutliche Verbesserung gegenüber der ersten Jahreshälfte erzielt wurde. Vielmehr rechnen wir damit, dass im Rahmen des Jahresabschlusses 2024 (vorläufige Zahlen avisiert für April 2025) noch vollumfängliche Abschreibungen auf den Goodwill der Procast Guss vorgenommen werden müssen (MONe: ca. 2 Mio. EUR). Hinsichlich der operativen Ergebnisentwicklung in 2025 ff. erachten wir die Visibilität als sehr gering und setzen unsere Erwartungen an die Transformationserfolge im Portfolio nun deutlich konservativer an. Mit u.a. der InstaLighting GmbH (MONe: Jahresumsatz ca. 8 Mio. EUR) und der SIM Automation GmbH (MONe: Jahresumsatz ca. 22 Mio. EUR) verfügt Private Assets im Jahresverlauf 2025 u.E. aber nach wie vor über potenzielle Exit-Kandidaten.
Neben den Prognoseanpassungen haben wir den Risikofaktor Beta unseres DCF-Modells auf 1,80 (zuvor: 1,50) erhöht, was insbesondere die geringe Prognostizierbarkeit der Erträge und Cashflows abbildet. Daraus ergibt sich ein höherer WACC i.H.v. 11,33% (zuvor: 10,06%).
Fazit: Private Assets muss erneut auf ein Eigenverwaltungsverfahren zurückgreifen, um die gesamtwirtschaftlich-bedingte Notlage einer Gießereitochter zu adressieren. Das Für und Wider dieser Maßnahme und ihre Auswirkung auf die Finanzkennzahlen des Konzerns lässt sich u.E. derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Überdies schränkt der weiterhin ausstehende Vollzug des XETRA-Listings die Liquidität der Aktie weiter erheblich ein. Vor diesem Hintergrund und infolge unserer Prognoseanpassungen stufen wir unsere Anlagevotum bei einem neuen Kursziel von 6,00 EUR (zuvor: 11,00 EUR) auf 'Halten' zurück.
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fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die
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Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die
Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum
Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der
Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/31970.pdf
Kontakt für Rückfragen:
Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: research@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag
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2100350 14.03.2025 CET/CEST
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| 03.12.2024 | Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA (von Montega AG): Kaufen
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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA - von Montega AG
03.12.2024 / 11:00 CET/CEST
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Private Assets SE & Co. KGaA |
| ISIN: |
DE000A3H2234 |
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| Empfehlung: |
Kaufen |
| seit: |
03.12.2024 |
| Kursziel: |
11,00 EUR |
| Kursziel auf Sicht von: |
12 Monaten |
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Private Assets leitet strukturiertes Sanierungsverfahren bei größter Beteiligung Procast Guss ein
Private Assets hat jüngst gemeldet, dass für die größte Beteiligung Procast Guss GmbH im Rahmen des Restrukturierungsprozesses ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet wurde.
Hintergründe des Insolvenzerfahrens: Die Procast Guss zählt zum Segment Industrial (Segment-Umsatz H1/24: 45,7 Mio. EUR) und dürfte angesichts der konjunkturell bedingt niedrigen Auslastung hauptverantwortlich für die Verlustsituation dieses Geschäftsfelds sein (Segment-EBIT H1/24: -2,0 Mio. EUR). Im Zuge des Restrukturierungsprozesses konnte zuletzt die Verlagerung des Standorts Bad Saulgau zur Tochter in Spanien erfolgreich abgeschlossen werden, während sich die verbliebenen deutschen Standorte Gütersloh und Nortorf in Kurzarbeit befinden. Darüber hinaus dürfte der beabsichtigte Zukauf von Gießereikapazitäten in Frankreich (vgl. Comment vom 29.07.) Teil des Restrukturierungsplans von Private Assets sein, ein erfolgreicher Abschluss des Deals in der Bretagne konnte bislang jedoch nicht vermeldet werden. Ungeachtet dessen bietet die Einleitung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung dem Unternehmen nun einen rechtlichen Rahmen, um die bei Procast Guss nach wie vor notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen im laufenden Geschäftsbetrieb und unter der aktuellen Geschäftsführung schnell und wirksam umzusetzen. Dabei kann Private Assets nach Angaben des Vorstands nun auf eine Reihe von Instrumenten zurückgreifen, die außerhalb eines solchen Prozesses nicht zur Verfügung stünden. Die ebenfalls zur Procast-Gruppe gehörenden Gesellschaften Procast Handform GmbH in Kiel sowie die Procast Guss Espana S.L sind dabei explizit nicht von der Insolvenz betroffen.
Mögliche Folgen des Insolvenzverfahrens: Die Insolvenz in Eigenverwaltung dürfte als konsequentes Mittel der Sanierung vom Management nicht unbedacht eingeleitet worden sein und letztendlich auf eine beschleunigte Anpassung der Kostenstrukturen in Deutschland zielen. Einerseits erwarten wir daraus für das laufende Geschäftsjahr keine gravierenden Auswirkungen auf das operative Zahlenwerk und Spill-Over-Effekte sind u.E. aufgrund der Konzernstrukturierung über Zwischenholdings, die grundsätzlich keine Ergebnisabführungs- oder Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften geschlossen haben, auzuschließen. Andererseits könnten jedoch Abschreibungen der bilanziellen Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) drohen, die per 31.12.2023 mit 2,0 Mio. EUR in der Bilanz standen und im Gros auf Procast entfallen dürften. Gleiches gilt u.E. aber ebenso für die Pensionsrückstellungen, die zuletzt knapp 7,7 Mio. EUR ausmachten und je nach Ausgestaltung des Insolvenzverfahrens zum Teil oder vollständig auf den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) übergehen könnten. Auch die Auswirkungen auf die Bonität der Procast-Gruppe und damit die Finanzierungskosten des Konzerns lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen.
Fazit: Die Einleitung eines Insolvenzverfahrens bei Procast Guss kam für uns zwar völlig überraschend, zählt letztlich aber zum Handwerkszeug eines Sanierungsspezialisten wie Private Assets. Da sich damit die nachhaltige Neuaufstellung der Kernbeteiligung rascher vollziehen lassen sollte, erachten wir die Maßnahme aus Aktionärssicht grundsätzlich als attraktive Lösung und halten an unserem Bewertungsmodell sowie dem Anlagevotum unverändert fest. Nichtsdestotrotz raten wir Investoren dazu, zunächst die Bekanntgabe weiterer Details rund um den Restrukturierungsprozess bei Procast Guss sowie dessen operative und bilanzielle Folgewirkungen abzuwarten.
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