| 05.02.2026 | Crédit Mutuel Asset Management: Aktienmärkte: insgesamt zuversichtlich – eine Einschätzung im Februar
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La Française Group
/ Schlagwort(e): Marktbericht/Marktbericht
Crédit Mutuel Asset Management: Aktienmärkte: insgesamt zuversichtlich – eine Einschätzung im Februar
05.02.2026 / 08:37 CET/CEST
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Aktienmärkte: insgesamt zuversichtlich – eine Einschätzung im Februar
Text fertiggestellt am 27. Januar 2026
Von Caroline Lamy, Head of Equity Management, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft der Asset-Management-Sparte der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
In den letzten drei Monaten haben die Aktienmärkte den insgesamt positiven Trend des gesamten Jahres beibehalten. Unterstützt wurde dies durch die schrittweise Normalisierung der Geldpolitik, das robuste Wachstum und eine breitere Basis von Performance-Treibern, die über große US-Wachstumsaktien hinausgeht.
Im Laufe des Jahres 2025 erzielten die europäischen Märkte eine Performance von 20 %[1] in Euro (36 % in US-Dollar). Dies war auf eine kräftige Erholung bei zyklischen und Value-Aktien zurückzuführen – insbesondere bei Finanz-, Industrie- und Verteidigungsaktien. In den letzten drei Monaten zeigten die Märkte[2] eine solide Performance, vor dem Hintergrund sinkender Inflation und größerer Transparenz hinsichtlich der weiteren geldpolitischen Ausrichtung der EZB. Europäische Unternehmen profitierten von zwei Faktoren: (i) im Vergleich zu den USA weiterhin attraktive Bewertungen und (ii) die Erwartung anhaltend niedriger Zinsen im Jahr 2026. Dadurch konnte Europa trotz eines nach wie vor heterogenen makroökonomischen Umfelds zum Jahresende erneut eine Outperformance erzielen.
Die Bewertung europäischer Small- und Mid-Cap-Unternehmen bleibt attraktiv. Die Erholung könnte durch Konjunkturpakete und das Thema Verteidigung und Staatssouveränität begünstigt werden. Dabei stellt sich eine zentrale Frage: Wann wird diese Neubewertung erfolgen?
In den USA zeigen sich Wirtschaft und Verbraucher robust. Wir beobachten weiterhin eine hohe Konzentration in den Indizes, insbesondere im S&P 500, wo die „Magnificent 7“ fast ein Viertel des Indexgewichts ausmachen. Im Vergleich zu den Vorjahren[3] war die Outperformance dieser sieben Aktien gegenüber dem Rest des Marktes moderater und differenzierter. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist nach wie vor präsent, aber der Markt diversifiziert sich als Reaktion auf Fragen zur Rendite der angekündigten massiven Investitionen. Auch das Interesse an US-Aktien mit mittlerer Marktkapitalisierung ist wieder gestiegen. Der Referenzindex Russell 2000 beispielsweise hat sich seit Anfang 2026 überdurchschnittlich entwickelt.
Bei den Schwellenländern war das Jahresende von einem selektiven Ansatz geprägt, insbesondere im Technologiesektor. Wir sehen Asien in diesem dynamischen Umfeld weiterhin positiv. In Japan befindet sich die Wirtschaft seit mehreren Monaten auf solidem Wachstumskurs, dennoch bleiben wir gegenüber dieser Region neutral und bevorzugen andere Regionen. Wir können China zwar keine dramatische Verbesserung attestieren, doch scheint sich die Lage zu stabilisieren. Dies spiegelt sich in der starken Performance der chinesischen Aktienmärkte wider.
Bei unserer Asset-Allokation sehen wir Aktien weiterhin grundsätzlich positiv. Allerdings bestehen nach wie vor einige komplexe Einflussfaktoren:
- Als Beleg, dass KI keine Blase ist, muss jeder Sektor bzw. jedes Unternehmen aufzeigen, welche Produktivitätssteigerungen bis wann erzielt werden sollen.
- Das geopolitische Risiko wird mindestens bis zu den US-Zwischenwahlen bestehen bleiben.
Insgesamt sind wir für die kommenden Monate recht zuversichtlich. Die Berichtssaison dürfte die Gewinnerwartungen bestätigen und den Kurs für die Zukunft vorgeben. Wir beobachten natürlich weiterhin aufmerksam alle Veränderungen bei den Zinsen und geopolitischen Entwicklungen.
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[1] Quelle: Crédit Mutuel Asset Management, Bloomberg, Stand : 31.12.2025
[2] Quelle: Crédit Mutuel Asset Management, Bloomberg, Stand : 31.12.2025
[3] Quelle: Crédit Mutuel Asset Management, Bloomberg, Stand : 31.12.2025
05.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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2271462 05.02.2026 CET/CEST
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| 07.01.2026 | Crédit Mutuel Asset Management: Steigende Stromkosten durch KI?
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La Française Group
/ Schlagwort(e): Nachhaltigkeit/Nachhaltigkeit
Crédit Mutuel Asset Management: Steigende Stromkosten durch KI?
07.01.2026 / 09:02 CET/CEST
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Steigende Stromkosten durch KI?
Text fertiggestellt am 4. Dezember 2025
Von Océane Balbinot-Viale, Gabrielle Capron und Céline Zanella, Analyten des Financial und Extra-Financial Research-Bereichs, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Elektrizität: Enormer Bedarf und ungeklärte Lösungen
Bei generativer künstlicher Intelligenz geht es nicht nur um Daten. Ihr Betrieb erfordert enorme Strommengen. Hinter ihren beeindruckenden Möglichkeiten stehen energieintensive Infrastrukturen, die von ununterbrochen arbeitenden Rechenzentren gespeist werden, deren Wachstum rasant zunimmt. Ein Hyperscale-Rechenzentrum mit einer Kapazität von 100 MW verbraucht bei voller Auslastung jährlich so viel Strom wie etwa 100.000 Haushalte[1]. Dieser hohe Energiebedarf resultiert aus dem umfangreichen Einsatz stromhungriger Grafikprozessoren und aus kontinuierlich arbeitenden Kühlsystemen.
Laut AIE1 dürfte sich der weltweite Strombedarf von Rechenzentren von 460 TWh im Jahr 2024 auf über 1.000 TWh im Jahr 2030 mehr als verdoppeln und bis 2035 1.300 TWh erreichen. In diesem Zusammenhang investieren die US-Technologiegiganten in einem beispiellosen Tempo: Bis zu 300 Milliarden US-Dollar sollen 2025 in KI fließen, 20 % mehr als die Gesamtinvestitionen im US1-Energiesektor.
Die Abschaltungen im November in Santa Clara offenbaren ein wachsendes Risiko: unzureichende Stromversorgung zur Deckung des Bedarfs. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss der Energiemix[2] grundlegend umgestaltet werden. Laut dem aktuellen World Energy Outlook[3] der IEA werden erneuerbare Energien aufgrund ihrer Wettbewerbsfähigkeit und schnellen Verfügbarkeit bis 2035 voraussichtlich zur dominierenden Energiequelle werden. Ihr Anteil am globalen Energiemix dürfte gegenüber heute um rund 10 Prozentpunkte steigen, während der Anteil fossiler Brennstoffe von fast 80 % auf 71 % zurückgehen dürfte. Dieser Umstieg bringt jedoch große Herausforderungen mit sich: Die Anpassung des Stromnetzes und der Einsatz von Speicherlösungen wie Batterien oder Pumpspeicheranlagen sind unerlässlich, um die Schwankungen bei Wind-, Solar- und Wasserkraft auszugleichen.
Die derzeitigen Gas- und Kernkraftkapazitäten werden aufgrund ihrer Flexibilität weiterhin von strategischer Bedeutung sein, doch neue Anlagen unterliegen erheblichen Einschränkungen: Bei Gas gibt es derzeit Engpässe seitens der Ausrüstungslieferanten. Kernkraftwerke und kleine modulare Reaktoren (SMR) liefern zwar kohlenstoffarme Energie, erfordern jedoch lange Vorlaufzeiten – 10 bis 15 Jahre für konventionelle Kernkraftwerke. Der erste SMR wird 2026 in China erwartet, bei GE-Hitachi in Kanada nicht vor 2028 und in den USA nach 2030. Unterdessen bleibt die wirtschaftliche Rentabilität von SMR ungewiss. Kohle dürfte mittelfristig in Asien weiterhin dominieren.
Energie-Realitäten: unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Herausforderungen
Dieses Wettrennen hat je nach Region sehr unterschiedliche Auswirkungen – sowohl hinsichtlich der Nachfrage, wobei China und die USA bis 2030 fast 80 % des weltweiten Wachstums beim Stromverbrauch von Rechenzentren ausmachen dürften, als auch hinsichtlich der Marktstrukturen und der Verfügbarkeit von Strom, die nach wie vor sehr unterschiedlich sind.
- In den USA ist das Wachstum geradezu explosiv, mit einem geschätzten Anstieg von über 500 TWh[4] bis 2030, während bereits jetzt Spannungen im Stromnetz zu spüren sind. Die Kapazität von Rechenzentren könnte je nach Szenario3 zwischen 30 % und 65 % des neuen Strombedarfs ausmachen. Um diesen Bedarf zu decken und veraltete Anlagen zu ersetzen, werden bis 2030 85 bis 90 GW benötigt. Davon könnten etwa 25 GW aus Gas stammen (vorbehaltlich Kapazitätsbeschränkungen), was 60 GW aus erneuerbaren Energien oder 200 GW bei einer Auslastung von 30 % bedeutet. Dies entspricht dem aktuellen Tempo von 40 GW pro Jahr. Selbst in den USA verschiebt sich der Energiemix in Richtung erneuerbare Energien, wobei bis 2035 ein Anteil von 55 % kohlenstoffarmer Energie gegenüber 44 % im Jahr 2024 erwartet wird. In Bundesstaaten wie Texas, wo öffentliche Aufträge „anti-fossile” Anbieter ausdrücklich ausschließen, wird zynischerweise eine Energieknappheit befürchtet.
- In Europa hält sich der Anstieg der Nachfrage von Rechenzentren, der auf 115 bis 130 TWh[5] geschätzt wird, aufgrund strengerer Vorschriften (KI-Gesetz) und Energiesparmaßnahmen nach dem Krieg in der Ukraine in Grenzen. Dank der jüngsten Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien verfügt Europa über einen Produktionsüberschuss, wobei die fossilen Kapazitäten weitgehend ungenutzt bleiben. Europa sollte auch den gesamten zusätzlichen Bedarf durch zusätzliche Kapazitäten aus erneuerbaren Energien decken können, die bis 2030 voraussichtlich 710 TWh[6] erreichen werden. Die Bedenken konzentrieren sich auf die Dimensionierung des Netzes und Spitzenlasten. Dies gilt insbesondere dann, wenn keine erneuerbaren Energien zur Verfügung stehen[7] und diese Spitzenlasten die geplanten Kapazitäten in den Bereichen Gas, Wasserkraft, Kernkraft und Biomasse auslasten. In dieser Hinsicht werden die Regularien weiterentwickelt, um den Netzausbau durch bessere Kapitalrenditen zu fördern. Die Existenz überschüssiger fossiler Kapazitäten wird in Zeiten hoher Netzauslastung weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
- In der APAC-Region ist die Dynamik am ausgeprägtesten, obwohl der Verbrauch von Rechenzentren in China und Indien nach wie vor marginal ist. Der Aufstieg von KI und Cloud treibt die Expansion von Rechenzentren im asiatisch-pazifischen Raum voran, angeheizt durch kostengünstige Open-Source-Modelle (z. B. DeepSeek Anfang 2025) und Richtlinien zur digitalen Souveränität. Laut IEA[8] dürfte sich die installierte Leistung von 36 GW im Jahr 2024 auf 92 GW im Jahr 2030 mehr als verdoppeln (CAGR 20 %). Dieses Wachstum führt zu einem raschen Anstieg des Stromverbrauchs um 15 % bis 20 % pro Jahr, der 2030 300 TWh erreichen wird, verglichen mit 150 TWh im Jahr 2024. Die erforderlichen Investitionen werden auf 90 bis 110 Milliarden US-Dollar geschätzt, davon 60 % in erneuerbare Energien und 40 % in fossile Brennstoffe, ohne Netzwerkinfrastruktur. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: In riesigen Stromnetzen wie denen Chinas und Indiens, die von Schwerindustrie und einer hohen Bevölkerungsdichte gekennzeichnet sind, werden Rechenzentren mit einem Anteil von nicht mehr als 2 % am Gesamtverbrauch im Jahr 2030 (gegenüber 0,5 % bis 1 % im Jahr 2024) eine untergeordnete Rolle spielen. Die Energieversorgung bleibt jedoch eine große Herausforderung: In einer Region, in der der Strommix nach wie vor von Kohle dominiert wird (fast 70 % im Jahr 2024 und immer noch über 55 % im Jahr 2035), bleibt Kohle trotz des Aufstiegs erneuerbarer Energien und Kernkraft die wichtigste Option zur Sicherung der Versorgung.
Die versteckten Kosten der KI: Der Wettlauf um Energieeffizienz
Der explosionsartige Anstieg der Energienachfrage wirft eine soziale Frage auf: Wer bezahlt die Rechnung? In den USA sind die Endkundenpreise 2025[9] bereits um durchschnittlich 6 % gestiegen – mit spektakulären Anstiegen wie +19 % in New Jersey. Die Großhandelspreise dürften 2026 51 USD/MWh erreichen (gegenüber durchschnittlich 47 USD/MWh im Jahr 2025). Dies ist vor allem auf die starke Nachfrage von Rechenzentren zurückzuführen. In Europa könnte der Anstieg dank des Wachstums der erneuerbaren Energien begrenzt werden, aber der Druck auf Spitzenlasten[10] bleibt hoch. Wenn die Infrastruktur nicht Schritt hält, könnten Privathaushalte und KMU einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Kosten für die Versorgung großer Energieverbraucher tragen, was die sozialen Spannungen rund um die Energiewende verschärfen würde. Dieses Problem geht über den Preis hinaus: Texas hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das es dem Netzbetreiber erlaubt, den Verbrauch von Rechenzentren (ab 75 MW) in kritischen Zeiten zu begrenzen, um den Zugang der Haushalte zu Strom zu gewährleisten. Dies verdeutlicht die zunehmende Intervention des Staates zur Regulierung dessen, was der Markt nicht gewährleisten kann: die Verfügbarkeit von Ressourcen, sei es Energie oder Wasser.
Angesichts dieser Herausforderungen wird Effizienz zu einer strategischen Priorität. Eine Verbesserung der PUE (Power Usage Effectiveness) von 1,35 auf 1,20 würde den Verbrauch bis 2030[11] um 8 % bis 12 % senken und Hunderte von TWh einsparen. Zu den Hebeln gehören fortschrittliche Kühlsysteme, ein optimiertes Rechenzentrumsdesign und hybride Mikronetze, die Solarenergie, Batterien und modulare Gasturbinen kombinieren. Die Digitalisierung des Netzes durch KI fördert die vorausschauende Wartung, die Lastprognose und die Integration erneuerbarer Energien. Betreiber können die Versorgung auch durch Stromabnahmeverträge (PPAs) sichern, um langfristig grünen Strom zu garantieren. Letztendlich wird die Verfügbarkeit von dekarbonisiertem Strom zu einem wichtigen Kriterium für den Standort von Rechenzentren werden – auch wenn die Zuverlässigkeit des Netzes weiterhin oberste Priorität hat.
KI: über die Energiedebatte hinaus
Der Aufstieg der KI dreht sich nicht nur darum, wer die Rechnung bezahlt. Er stellt unsere Energiemodelle, unsere Souveränität und unsere Fähigkeit, Innovation und Wandel miteinander in Einklang zu bringen, infrage. Hinter dem Wettlauf um Rechenleistung stehen vielfältige Überlegungen: ökologische Aspekte wie der steigende Wasserverbrauch für die Kühlung von Rechenzentren und eine besorgniserregende CO2-Bilanz; soziale Aspekte wie der Wandel der Arbeitswelt, der Wegfall bestimmter Funktionen und das Entstehen neuer Kompetenzen; sowie governancebezogene Aspekte, bei denen Debatten über Ethik, Systemresilienz und die Verantwortung der Stakeholder im Mittelpunkt stehen. Für Europa ist die Herausforderung eine doppelte: die digitale Wettbewerbsfähigkeit erhalten und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Mehr denn je brauchen wir ein souveränes Modell, das digitale Performance und Energieautonomie miteinander verbindet. KI verspricht zwar Effizienzsteigerungen und bedeutende Innovationen, wirft aber auch systemische Herausforderungen auf, die weit über die Energiekosten hinausgehen. Sind wir bereit, uns diesen Herausforderungen zu stellen?
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[1] IEA – Energie und KI (Basisszenario)
[2] Ein Energiemix für Elektrizität bezieht sich auf die Verteilung der verschiedenen Energiequellen, die zur Stromerzeugung in einem Land, einem Unternehmen oder einem System genutzt werden.
[3] IEA - World Energy Outlook 2025
[4] IEA – Energie und KI und BNP Paribas (Gesamtwachstum des Stromverbrauchs in den USA um ca. 140 GW, davon 90 GW durch KI); Bernstein – Elektrische Infrastruktur für Maschinen in den USA: Wie wirkt sich die Änderung der Energiepolitik auf den Markt für erneuerbare Energien aus?
[5] IEA – Energie und KI; BNP Paribas – EU-Leitfaden zum Strombedarf: Mehr als nur KI (November 2025)
[6] BNP Paribas – EU-Leitfaden zum Strombedarf: Mehr als nur KI (November 2025)
[7] BNP Paribas – EU-Leitfaden zum Strombedarf: „Wir überbrücken einen Anstieg des Spitzenbedarfs um mehr als 60 GW in der EU-27 bis 2030, selbst unter konservativen Annahmen zur Spitzenauslastung von Gleichstrom.“
[8] IEA – Energie und KI; Moody’s – Wachstum der Rechenzentren im asiatisch-pazifischen Raum wird Stromnachfrage ankurbeln, mit unterschiedlichen Auswirkungen auf Versorgungsunternehmen (Juli 2025)
[9] Bloomberg – Wie KI-Rechenzentren Ihre Stromrechnung in die Höhe treiben
[10] Eine Spitzenlast bezeichnet den Zeitpunkt, an dem der Strombedarf innerhalb eines bestimmten Zeitraums seinen höchsten Stand erreicht.
[11] BNP Paribas – EU Power Demand Playbook: „Wir überbrücken einen Anstieg des Spitzenbedarfs um mehr als 60 GW in der EU-27 bis 2030, selbst unter konservativen Annahmen zur Spitzenauslastung von Gleichstrom.“
07.01.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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2255520 07.01.2026 CET/CEST
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| 22.12.2025 | Crédit Mutuel Asset Management: Energie: potenzieller Game-Changer für 2026
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EQS-Media / 22.12.2025 / 09:21 CET/CEST
Energie: potenzieller Game-Changer für 2026
Fertiggestellt am 17. Dezember 2025
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der Groupe La Française, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Credit Mutuel Alliance Fédérale.
Die Energiepreise sind derzeit niedrig – sowohl für ein Barrel Öl als auch für Erdgas. Für Öl ist dies durch ein derzeitiges Überangebot am Markt gerechtfertigt, das laut den jüngsten Prognosen der OPEC[1], der EIA[2] und der IEA[3] bis 2026 bestehen bleiben dürfte. Für Erdgas gilt ähnliches, und für beide Märkte lautet der Hauptgrund gleich: Die Produktion in den USA war 2025 stärker als erwartet. Nicht zu vergessen sind auch die Quotenerhöhungen, die die OPEC+[4] im Laufe des Jahres gewährt hat und die ebenfalls zu einer über den Erwartungen liegenden Ölproduktion zu Jahresbeginn beigetragen haben. Hinzu kommen die jüngsten Fortschritte im Prozess der „Beendigung der Feindseligkeiten” zwischen Russland und der Ukraine, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass russische Rohstoffe wieder für alle Länder „kaufbar” werden.
Folglich ist der Konsens hinsichtlich der Energiepreise derzeit recht negativ, was mehrere Konsequenzen hat. Erstens stützt dies die Wirtschaftsaussichten für alle Nettoimportländer – also nahezu alle Industrieländer und alle Länder der Eurozone. Zweitens fördert es den anhaltenden Deflationstrend, sowohl durch direkte (beispielsweise macht Energie 10 % der Inflation in der Eurozone aus) als auch durch indirekte Effekte. Drittens hat es erhebliche Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung vieler Unternehmen, mit positiven Auswirkungen für Sektoren wie Transport oder Chemie, aber auch negativen Auswirkungen für die Öl- und Gasindustrie.
Dieser Konsens könnte jedoch aus mehreren Gründen in Frage gestellt werden:
- Offensichtlich nähern wir uns einem Niveau, das die Profitabilität einiger US-Produzenten erheblich beeinträchtigen könnte. Nach den jüngsten Schätzungen der Federal Reserve Bank of Dallas liegt der Preis, bei dem die Produktion nicht mehr rentabel ist, für große Unternehmen bei etwa 61 US-Dollar. Der WTI (West Texas Intermediate; der US-Referenzpreis) notierte zum 16. Dezember unter 56 US-Dollar.
- Der Russland-Ukraine-Krieg könnte sich hinziehen. Dies würde die derzeitige Dynamik nicht grundlegend verändern, könnte jedoch zu einem Preisanstieg von 5–10 % führen. (Quelle: Bloomberg)
- Die Anleger sind derzeit sehr pessimistisch. Die Daten der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) zeigen derzeit extrem niedrige spekulative Positionen.
- Die weltweite Konjunkturbelebung, ein schwacher US-Dollar, Rekorddefizite in den USA, das deutsche Konjunkturprogramm und Zinssenkungen durch die US-Notenbank usw. – insgesamt ein Umfeld, das sich positiv auf die Dynamik der Energienachfrage auswirkt und in der Vergangenheit mit Phasen steigender Energiepreise einherging.
- Der anhaltende Anstieg des Energiebedarfs von Rechenzentren dürfte sich fortsetzen. Dies stellt vermutlich das bedeutendste langfristige Risiko dar, das sich jedoch nicht auf alle Energiequellen gleichermaßen auswirken wird. Die EIA schätzt, dass sich der Strombedarf von Rechenzentren innerhalb von zwei Jahren auf 835 TWh verdoppeln dürfte, was dem Stromverbrauch Japans entspricht. Während erneuerbare Energien in Europa voraussichtlich ausreichen werden, um diesen erhöhten Bedarf zu decken, dürfte dies in den USA schwieriger werden. Dadurch dürften die Erdgaspreise tendenziell steigen, insbesondere wenn es zu Kapazitätsengpässen bei der Produktion kommt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zwar derzeit ein breiter Konsens hinsichtlich der Beibehaltung niedriger Öl- und Erdgaspreise zu bestehen scheint, ein plötzlicher Anstieg des Ölpreises jedoch viele der derzeitigen Gewissheiten untergraben würde: Deflation, Zinssenkungen der Fed, anhaltender Konsum usw. Dies könnte eine erhöhte makroökonomische Instabilität und größere Volatilität an den Finanzmärkten zur Folge haben.
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[1] Organisation erdölexportierender Länder
[2] Energy Information Administration
[3] Internationale Energieagentur
[4] OPEC-Mitglieder und andere Ölförderländer
Ende der Pressemitteilung
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2249436 22.12.2025 CET/CEST
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| 18.12.2025 | Crédit Mutuel Asset Management: Anfang einer durch künstliche Intelligenz ausgelösten Rezession für Angestellte?
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EQS-Media / 18.12.2025 / 08:57 CET/CEST
Anfang einer durch künstliche Intelligenz ausgelösten Rezession für Angestellte?
Fertiggestellt am 2. Dezember 2025
Von Yingwei Lin, Extra-financial Research-Analyst, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der Groupe La Française, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Credit Mutuel Alliance Fédérale.
- Derzeit bedroht KI zwar bestimmte Aufgabenbereiche, schafft aber auch neue. Dadurch verändert sich die Arbeitswelt allmählich, und von den Beschäftigten werden zunehmend analytische, strategische und funktionsübergreifende Kompetenzen verlangt.
- Personalabbau wird nicht nur durch Effizienzsteigerungen aufgrund von KI vorangetrieben, sondern auch durch finanziellen Druck, wie Margeneinschränkungen oder – in einigen Fällen – den Wunsch, die Wirksamkeit der eingesetzten Technologien exemplarisch zur Schau zu stellen.
Seit Anfang 2025 gibt es so viele Entlassungsankündigungen wie selten zuvor seit der Pandemie. In Sektoren wie Technologie, Logistik, Automobilindustrie und Telekommunikation werden Zehntausende von Arbeitsplätzen abgebaut. Von Intel (24.000) über UPS (20.000) Amazon (30.000) bis Verizon (15.000) und sogar Bosch (13.000) – die Zahlen steigen weiter und befeuern die Annahme, dass KI nach und nach menschliche Arbeitskräfte ersetzen wird. Einige Unternehmen wie Salesforce und Amazon machen keinen Hehl daraus, dass ein Teil ihres Personalabbaus auf KI zurückzuführen ist.
Dieses Phänomen ist global: Es betrifft die USA, Europa und sogar Asien und ähnelt eher einer strukturellen Neugestaltung der Arbeitswelt als einer zyklischen Anpassung. Ursprünglich auf Verwaltungs- und Supportfunktionen beschränkt, erweitert KI nun ihren Einflussbereich auf komplexere Aufgaben.
Strukturelle Transformation und finanzielle Kompromisse meistern
Nach Schätzungen von Salesforce könnte KI bis zu 50 % der internen Aufgaben übernehmen – was die Entscheidung für Entlassungen teilweise rechtfertigt. Allerdings kann KI nicht allein für den gesamten Personalabbau verantwortlich gemacht werden, da noch andere Faktoren eine Rolle spielen:
- Übermäßige Einstellungen nach der Pandemie: Bestimmte Branchen, wie Consulting und Technologie, haben in großem Umfang Personal eingestellt. Die derzeitige Konjunkturabschwächung erfordert jedoch Anpassungen.
- Margendruck: Unternehmen versuchen, Kosten zu senken und ihre Ressourcen auf die strategisch wichtigsten Aktivitäten zu konzentrieren.
Um die Folgen von KI auf den Arbeitsmarkt richtig einschätzen zu können, ist es daher wichtig, zwischen zyklischen und direkt durch KI verursachten Arbeitsplatzverlusten zu unterscheiden.
Die Coué-Autosuggestion der KI: eine neue narrative Fassade
KI ist mittlerweile zu einem Marketing-Schlagwort geworden, das als Garant für Fortschritt und Performance gilt. Für einige Unternehmen ist diese Integration jedoch eher eine Nebelkerze als eine echte strategische Neuausrichtung oder ein Wachstumsmotor. Laut dem Global AI Confessions Report (März 2025)[1] fürchten 74 % der CEOs um ihren Arbeitsplatz, wenn sie nicht schnell messbare Geschäftserfolge im Zusammenhang mit KI vorweisen können. Dieser Druck führt zu einem Anstieg von KI-Projekten. Dabei schätzen die befragten Führungskräfte, dass etwa 35 % dieser Initiativen reine Vorzeigeprojekte sind – ein Phänomen, das als „AI Washing” bezeichnet wird.
Darüber hinaus geht dieser KI-Wettlauf mit massiven Investitionen einher: In diesem Jahr werden die Technologiegiganten voraussichtlich mehr als 380 Milliarden US-Dollar[2] in KI-Infrastruktur investieren. Dies wirft eine entscheidende Frage auf: Woher sollen die Mittel zur Finanzierung dieser kolossalen Summen kommen? Auf den ersten Blick scheinen die steigenden Aktienkurse der Technologieunternehmen ausreichend zu sein, um die erforderlichen Mittel zu beschaffen. Die Dynamik der gegenseitigen Beteiligungen zwischen den großen Technologieunternehmen, die sich gegenseitig stärken[3], erzeugt jedoch einen Blasen-Effekt und zwingt diese Unternehmen, die Profitabilität ihrer KI-Projekte schnell unter Beweis zu stellen. Noch gleichen die tatsächlichen Produktivitätssteigerungen jedoch die entstandenen Kosten nicht aus. Diese Diskrepanz führt zu einer sich selbst erfüllenden Logik: Unternehmen sind gezwungen, die Wirksamkeit der eingesetzten Technologien symbolisch zu bestätigen, um das Vertrauen des Marktes aufrechtzuerhalten und ein Platzen der Blase zu verhindern. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Personalabbau zu einem der wichtigsten Hebel geworden ist, um die erwarteten Gewinne zu realisieren und den Eindruck zu verstärken, dass KI die Ursache für diese Gewinne ist.
Diese Logik gilt nicht nur für den Technologiesektor: Auch andere Unternehmen greifen diese Argumentation auf und behaupten, sie würden „Mitarbeiter entlassen, weil sie durch KI effizienter geworden sind“ – obwohl die tatsächliche Integration dieser Tools noch unklar ist.
KI: Was sind die tatsächlichen Vorteile? Das Ende der Routineaufgaben? Ersetzte oder neugestaltete Arbeitsplätze?
Die Kluft zwischen den Versprechungen rund um KI und dem tatsächlich geschaffenen Wert dürfte zu einer allmählichen Marktkorrektur führen. Laut Gartner könnten bis zu 40 %[4] der agentenbasierten KI-Projekte bis 2027 aufgrund überhöhter Kosten, unklarer Nutzen oder schlecht gemanagter Risiken eingestellt werden.
Dennoch sind die Einflüsse der KI auf das Arbeitsumfeld sehr real. Sie ermöglicht die Automatisierung zahlreicher repetitiver und informativer Aufgaben (wenn auch nicht aller) und verändert damit nach und nach die Arbeitsabläufe. Oft unterschätzen die Mitarbeiter jedoch die Geschwindigkeit, mit der sich diese Technologien weiterentwickeln.
Ein Beispiel: OpenAI hat rund hundert ehemalige Investmentbanker eingestellt, um eine KI zu trainieren, die komplexe Finanzmodellierungen durchführen kann – eine Aufgabe, die früher Junior-Analysten zugeteilt wurde. Dadurch werden Einstiegsmöglichkeiten in diese Berufe immer weniger oder verschwinden sogar ganz. Verschiedene Studien zeigen, dass Unternehmen, die diese Technologie intensiv nutzen, jetzt weniger junge Fachkräfte einstellen als früher. Zwischen Januar 2024 und Juli 2025 gingen die Stellenanzeigen für junge Talente weltweit um 24 Prozentpunkte[5] zurück.
Ältere und erfahrenere Arbeitnehmer sind derzeit noch weniger betroffen, könnten sich jedoch einem raschen Wandel der erforderlichen Qualifikationen stellen müssen.
Ausbilden statt ersetzen: Eine strategische Notwendigkeit
Fachkräfte müssen nun: 1) Differenzierende Fähigkeiten identifizieren 2) Kreativität, kritisches Denken, Branchenexpertise und Systemdenken entwickeln 3) Entwicklungen in ihrer Branche und ihrem Unternehmen verfolgen 4) Den Umgang mit KI-Tools erlernen.
KI zu beherrschen, bedeutet nicht, ein Experte auf diesem Gebiet zu werden, sondern vielmehr, sie im Alltag genauso wie herkömmliche Bürotools einsetzen zu können. Dazu gehört auch, dass man weiß, wie man die Zuverlässigkeit und Qualität von Daten hinterfragt und überprüft, Voreingenommenheit in den generierten Ergebnissen vermeidet und sich an die Grundsätze der Vertraulichkeit und Berufsethik hält, die für ihre Nutzung gelten.
Einige Unternehmen verschärfen bereits ihre Anforderungen. So hat beispielsweise Accenture mehrere tausend Mitarbeiter entlassen, die KI nicht in ihre Arbeitsabläufe integrieren konnten, während KPMG nun von jedem Berater verlangt, den täglichen Einsatz von KI zu begründen. KI verändert unsere Arbeitsweise: Die Herausforderung besteht darin, diese Tools anzunehmen und in Weiterbildung zu investieren, anstatt den Wandel einfach nur zu erdulden. Das eigentliche Risiko besteht daher nicht nur im Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch in der beruflichen Obsoleszenz.
Unternehmen müssen bei diesem Wandel eine zentrale Rolle spielen: Sie sollten für einen fairen Umstieg sorgen, damit Produktivitätssteigerungen nicht zu schlechteren Beschäftigungsbedingungen führen. Dies erfordert einen konstruktiven Sozialdialog, umfassende Schulungsprogramme, die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit, die Gewährleistung von Fairness bei Abfindungsplänen und Transparenz bei der Entscheidungsfindung. Schulungen sollten nicht als Kostenfaktor betrachtet werden, sondern als strategische Investition, als Motor für Stabilität und Produktivität, die für den langfristigen Erfolg unerlässlich sind.
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[1] Muehmel, Kurt. « The High-Stakes Reality of Leading With AI: Confessions From 500 Global CEOs ». Dataiku Stories – Blog, 27. März 2025
[2] Levy, Ari. « How much Google, Meta, Amazon and Microsoft are spending on AI – Tech’s $380 billion splurge: This quarter’s winners and losers of the AI spending boom ». CNBC, 31. Oktober 2025
[3] Représentation des valeurs de marché des entreprises du secteur de l’IA. Quelle: Bloomberg News-Berichterstattung, 2025
[4] Gartner. « Gartner Predicts Over 40 Percent of Agentic AI Projects Will Be Canceled by End of 2027 ». Gartner Newsroom – Pressemitteilung, 25. Juni 2025
[5] Randstad. « 24% Decline in Financial Services Junior Roles Spurs Shift to an AI-Driven, Skills-First Approach ». Randstad – Pressemitteilung, 22. September 2025
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Schlagwort(e): Finanzen
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2246624 18.12.2025 CET/CEST
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| 16.12.2025 | Crédit Mutuel Asset Management: EZB noch weit von neuen Zinssenkungen entfernt
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EQS-Media / 16.12.2025 / 08:30 CET/CEST
EZB noch weit von neuen Zinssenkungen entfernt
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Die Botschaft der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte sich bei ihrer Dezember-Sitzung nicht grundlegend ändern. Es wird erwartet, dass die EZB ihre Geldpolitik unverändert beibehält und eine ähnliche Botschaft wie bei früheren Sitzungen vermittelt. Jüngste Äußerungen von EZB-Vorstandsmitglied Isabel Schnabel haben den Eindruck verstärkt, dass eine Zinssenkung in naher Zukunft höchst unwahrscheinlich ist: Sie scheint mit den aktuellen Markterwartungen (die für die nächsten zwölf Monate keine Veränderung und sogar eine geringe Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen vorhersagen) recht zufrieden zu sein.
Unsere Erwartungen:
- Der Einlagensatz dürfte bei 2 % bleiben, gestützt durch ein stabiles Wachstum und eine kontrollierte Inflation.
- Christine Lagarde dürfte die Markterwartungen bezüglich einer möglichen Zinserhöhung 2026 dämpfen.
- Dazu wird sie sich wahrscheinlich auf die neuen makroökonomischen Prognosen der EZB stützen.
- Diese Prognosen dürften auf ein besser als erwartetes Wachstumsszenario für 2025 und 2026 hindeuten, jedoch weiterhin keine Anzeichen für Inflationsdruck im Zeitraum 2026–2027 erkennen lassen.
- Letztendlich dürfte Christine Lagarde die Botschaft bekräftigen, dass die EZB ihren Ansatz, von Sitzung für Sitzung zu entscheiden, fortsetzen und die Geldpolitik auf Basis der verfügbaren Daten anpassen wird.
Zusammenfassend:
Die EZB dürfte ein besseres Wachstumsszenario als noch vor drei Monaten signalisieren und bestätigen, dass sich die Geldpolitik derzeit in einer „guten“ Position befindet. Die bisherige dovishe Tendenz dürfte sich nicht fortsetzen. Da sich die Märkte weitgehend auf die Äußerungen von Isabel Schnabel eingestellt haben, dürfte die Reaktion nach der EZB-Sitzung begrenzt ausfallen. Langfristig halten wir die aktuellen geldpolitischen Erwartungen jedoch angesichts des Wachstumspotenzials der Eurozone für zu hoch.
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Fertiggestellt am 15.12.2025. Dieser Kommentar dient nur zu Informationszwecken. Die von La Française geäußerten Meinungen beruhen auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Diese Meinungen können von denen anderer Anlageexperten abweichen. Herausgegeben von La Française Finance Services mit Sitz in 128 boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich, einem Unternehmen, das von der Autorité de Contrôle Prudentiel als Anbieter von Wertpapierdienstleistungen unter der Nummer 18673 X reguliert wird, einer Tochtergesellschaft von La Française. Crédit Mutuel Asset Management: 128 boulevard Raspail, 75006 Paris ist eine von der Autorité des marchés financiers unter der Nummer GP 97138 zugelassene und bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nummer 25003045 seit dem 11/04/2025 eingetragene Verwaltungsgesellschaft. Société Anonyme mit einem Kapital von 3871680 €, RCS Paris n° 388.555.021, Crédit Mutuel Asset Management ist eine Tochtergesellschaft der Groupe La Française, der Vermögensverwaltungs-Holdinggesellschaft der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Ende der Pressemitteilung
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2246208 16.12.2025 CET/CEST
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| 09.12.2025 | La Française gibt die Ernennung von Guillaume Allard zum CEO von La Française Real Estate Managers bekannt
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EQS-Media / 09.12.2025 / 14:15 CET/CEST
Paris, 9. Dezember 2025
PRESSEMITTEILUNG
La Française gibt die Ernennung von Guillaume Allard zum CEO von La Française Real Estate Managers bekannt
Die Groupe La Française, die Asset-Management-Tochtergesellschaft der Crédit Mutuel Alliance Fédérale, gibt die Ernennung von Guillaume Allard zum CEO von La Française Real Estate Managers (REM) mit Wirkung zum 1. Januar 2026 bekannt.
Allard, zuvor Deputy Managing Director und Head of Funds and Finance des Privatkundenbereichs von La Française REM, tritt die Nachfolge von Philippe Depoux an, der in den Ruhestand geht. In seiner neuen Funktion wird Allard von einem Managementteam bestehend aus Virginie Wallut, Antoine Le Treut, Thierry Molton und David Rendall unterstützt, um eine neue Organisation zu definieren, die auf drei Säulen basiert: Strategie, Immobilien und Produktangebot.
Darüber hinaus wurde Guillaume Allard bei der Sitzung des Aufsichtsrats der Groupe La Française am 9. Dezember mit Wirkung zum 1. Januar 2026 zum Mitglied des Vorstands des Unternehmens ernannt. Guillaume Allard wird alle Aufgaben übernehmen, die zuvor Philippe Depoux wahrgenommen hat.
Guillaume Cadiou, CEO der Groupe La Française, sagt: „Ich freue mich, Guillaume diese neuen Aufgaben anzuvertrauen. Dies ist eine natürliche Erweiterung seiner Rolle bei La Française REM und passt perfekt zu seiner Finanzkompetenz sowie seinen fundierten Kenntnissen der Immobilienmärkte. Immobilien bleiben ein Eckpfeiler der Wachstumsstrategie von La Française. Ich bin überzeugt, dass Guillaume diese neue Herausforderung meistern wird. Ich möchte auch Philippe meinen aufrichtigen Dank für sein Engagement und seinen Beitrag zur Entwicklung der Gruppe während seiner Tätigkeit bei La Française aussprechen.“
Beruflicher Werdegang
Guillaume Allard, 41, begann seine Karriere 2007 bei DTZ Eurexi als Projektmanager und wechselte 2011 zu La Française Real Estate Managers – zunächst als Immobilienportfoliomanager und später als Immobilienfondsmanager. 2017 wurde er zum Leiter des SCPI-Fondsmanagements befördert und übernahm 2021 die Verantwortung für den Bereich Retail Fund Finance. Im Jahr 2023 wurde Allard zum Deputy Managing Director von La Française Real Estate Managers ernannt.
Allard ist Absolvent der École Spéciale des Travaux Publics, du Bâtiment et de l’Industrie (Jahrgang 2007).
Über La Française
La Française, die Asset-Management-Sparte der ersten Benefit-Corporation-Bank Crédit Mutuel Alliance Fédérale, bietet eine fundamentale, aktive Vermögensverwaltung, die Performance- und Nachhaltigkeitsziele über alle Anlageklassen hinweg verbindet. Als Multi-Spezialist im Bereich Vermögensverwaltung konzentrieren sich die Teams auf ihre Kernkompetenzen und integrieren dabei fortschrittliche ESG-Grundsätze in ihre Analysen und Investmentprozesse. La Française ist in börsennotierten und nicht-börsennotierten Märkten tätig, einschließlich Immobilien. Mit einem verwalteten Vermögen von über 160 Milliarden Euro*, 1.000 Experten und einer Präsenz in zehn Ländern entwickelt La Française innovative Investmentlösungen, die auf die Ziele und Anlagehorizonte der Kunden abgestimmt sind.
*30.06.2025
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Die Portfoliomanagementgesellschaft La Française Real Estate Managers erhielt am 26. Juni 2007 die AMF-Zulassung Nr. GP-07000038 und am 24. Juni 2014 die AIFM-Zulassung gemäß der Richtlinie 2011/61/EU (www.amf-france.org).
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2242538 09.12.2025 CET/CEST
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| 09.12.2025 | Crédit Mutuel Asset Management: Fed steht vor wichtiger Entscheidung
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EQS-Media / 09.12.2025 / 08:57 CET/CEST
Fed steht vor wichtiger Entscheidung
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Trotz eines schwierigen Umfelds – einem schwächelnden Arbeitsmarkt und einer nach wie vor hohen Inflation – wird erwartet, dass die US-Notenbank (Fed) bei ihrer letzten Sitzung im Jahr 2025 eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschließen wird. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im September verdeutlicht die wachsenden Risiken für den Arbeitsmarkt. In Kombination mit Leitzinsen, die nach wie vor über dem geschätzten neutralen Niveau liegen, dürfte dies die Zentralbank zu einer dritten Zinssenkung in Folge im Dezember veranlassen.
Unsere Erwartungen:
- Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) dürfte seine Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,50 % bis 3,75 % senken, um die Risiken zwischen Inflation und Beschäftigung auszugleichen.
- In der Pressekonferenz dürfte Jerome Powell die vorübergehende Natur der mit den Zöllen verbundenen Preissteigerungen betonen, die mit der Konjunkturabkühlung verbundenen Risiken für den Arbeitsmarkt hervorheben und klarstellen, dass diese dritte Lockerungsmaßnahme die Geldpolitik näher zu einer neutralen Haltung bringt.
- Wichtige Daten zu Beschäftigung und Inflation, deren Veröffentlichung sich aufgrund des Shutdowns der US-Regierung verzögert hat, werden erst nach der Sitzung verfügbar sein. Die Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (Summary of Economic Projections, SEP) dürfte daher weitgehend unverändert bleiben: Der langfristige Leitzins wird bei 3,0 % belassen und der „Dot Plot” deutet auf eine größere künftige Unsicherheit hin.
Zusammenfassend:
Angesichts des gespaltenen Ausschusses und der verspäteten Datenveröffentlichungen dürfte Jerome Powell erneut die Bedeutung der Datenabhängigkeit betonen und das doppelte Mandat der Fed bekräftigen: Stabilisierung der Inflation bei etwa 2 % und maximale Beschäftigung. Das Ergebnis sollte keine Überraschung sein, und die Auswirkungen dürften begrenzt sein.
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2241868 09.12.2025 CET/CEST
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| 19.11.2025 | November – Asset Allocation Convictions, Crédit Mutuel Asset Management
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EQS-Media / 19.11.2025 / 08:17 CET/CEST
November – Asset Allocation Convictions, Crédit Mutuel Asset Management
Text fertiggestellt am 30. Oktober 2025
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft der Asset-Management-Sparte der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Zum Jahresende dominieren weiterhin Diskussionen über politische und geopolitische Spannungen. Kaum eine Woche vergeht ohne neue Ankündigungen von Zöllen gegen China, Kanada oder andere Länder – oft aus eher symbolischen als substanziellen Gründen. Dennoch hat die Unsicherheit in den letzten Monaten deutlich abgenommen. Die US-Zölle haben sich bei etwa 17–18 % stabilisiert, und die Märkte scheinen mit diesem Niveau zufrieden zu sein. Dies deutet darauf hin, dass der globale Handel nicht aus den Fugen geraten ist und das Schlimmste vermieden werden konnte – trotz der jüngsten Drohungen mit einer 100%igen Erhöhung gegenüber China.
Auch wenn diese Debatten in den kommenden Monaten wahrscheinlich weiterhin im Rampenlicht stehen werden, sollten sie nicht darüber hinwegtäuschen, was wirklich zählt: Die Aussichten für die globale Wirtschaft sind robust. Die Wachstumsprognosen wurden in den letzten sechs Monaten – in den USA, der Eurozone und China – kontinuierlich nach oben korrigiert, und dieser positive Trend dürfte bis zum Jahresende anhalten.
Zwei wesentliche Faktoren treiben diese positive Dynamik voran:
- Starke fiskalische Unterstützung in den USA. In diesem Jahr wird die US-Regierung voraussichtlich 6,2 Billionen US-Dollar ausgeben – ein Anstieg von 8 % gegenüber 2024. Trotz eines Anstiegs der Steuereinnahmen um 8 % und Zöllen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar wird das Defizit 2025 voraussichtlich um rund 100 Milliarden US-Dollar steigen. Die Anfang des Jahres beschlossenen Steuersenkungen werden zusammen mit den erhöhten Verteidigungsausgaben auch 2026 positive Auswirkungen haben. Diese fiskalische Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf die USA: Die umfangreichen Investitionsprogramme Deutschlands beginnen die Wirtschaft anzukurbeln. Dieser positive Trend dürfte sich trotz einiger Verzögerungen bei der Umsetzung bis 2026 fortsetzen. Auch in Japan erwarten wir nach der Wahl von Sanae Taksishi zum Premierminister weitere staatliche Unterstützungsmaßnahmen.
- Das Ausmaß der Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz – insbesondere in den USA – ist beachtlich. Hyperscaler liefern sich einen Wettlauf um die Marktherrschaft und investieren Summen, die jede europäische Volkswirtschaft in den Schatten stellen: über 440 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025, mit Prognosen von über 500 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Auch wenn Fragen zur langfristigen Rentabilität offen bleiben, leisten diese Investitionen aus makroökonomischer Sicht derzeit einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum.
Die Inflationsrisiken bleiben weitgehend begrenzt – selbst in den USA, wo die Erwartungen stabil geblieben sind. Dies gibt den Zentralbanken Spielraum, ihre akkommodierende Haltung beizubehalten, was Risikoanlagen weiter stützt. Allerdings halten wir die Markterwartungen hinsichtlich Zinssenkungen durch die Fed im Jahr 2026 für leicht überschätzt.
Noch ein kurzes Wort zu Frankreich: Das Land bleibt sowohl wirtschaftlich als auch politisch die Schwachstelle der Eurozone. Leider gibt der mittelfristige Ausblick wenig Anlass zu Optimismus, und der Spread gegenüber Deutschland dürfte nur schwer langfristig unter 80 Basispunkten zu halten sein.
Insgesamt rechnen wir mit einem günstigen Umfeld für weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten, wobei wir Schwellenländer mit attraktiveren Bewertungen bevorzugen. Auch Anleihen dürften von der anhaltend starken Nachfrage profitieren.
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2231938 19.11.2025 CET/CEST
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| 13.11.2025 | GABRIELLE CAPRON WECHSELT ZU CRÉDIT MUTUEL ASSET MANAGEMENT
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EQS-Media / 13.11.2025 / 09:00 CET/CEST
PRESSEMITTEILUNG
GABRIELLE CAPRON WECHSELT ZU CRÉDIT MUTUEL ASSET MANAGEMENT
Paris, 13. November 2025: Crédit Mutuel Asset Management, eine Asset-Management-Gesellschaft von La Française, der Multi-Asset-Management-Sparte von Crédit Mutuel Alliance Fédérale, freut sich, die Ernennung von Gabrielle CAPRON zur Senior Analystin in ihrer Abteilung für Kredit- und ESG-Research bekannt zu geben. CAPRON berichtet an Marie LASSEGNORE, CFA, Head of Financial and ESG Analysis und Mitglied des Executive Committee von Crédit Mutuel Asset Management.
Marie LASSEGNORE kommentiert: „Mit über zwanzig Jahren Erfahrung in der Unternehmensfinanzanalyse, darunter mehr als einem Jahrzehnt in der Zusammenarbeit mit Emittenten von High Yields, wird CAPRON an der Entwicklung des stringenten und ganzheitlichen Ansatzes für Finanz- und ESG-Analysen mitwirken, den wir bei Crédit Mutuel Asset Management verfolgen. Ihre Fähigkeit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden, ist für unseren Ansatz von zentraler Bedeutung und wird einen Beitrag zur Wertschöpfung für unsere Anleger leisten.“
Gabrielle CAPRON, 52, Senior Analystin, Kredit- und ESG-Research-Team
CAPRON verfügt über ein breites Fachwissen sowohl in der Finanzanalyse als auch in der Integration von nichtfinanziellen Faktoren, das sie in 23 bzw. 20 Jahren erworben hat. Sie begann ihre Karriere 1997 in der Abteilung für Wirtschaftsstudien bei AGF Asset Management, bevor sie als Portfoliomanagerin für Fixed Income zu Eurofin Gestion wechselte. Vier Jahre später, im Jahr 2002, ging sie als Kreditanalystin zu CNP Assurances, wo sie sich auf den Finanz- und Versorgungssektor spezialisierte.
Seit 2005 war sie bei Groupama Asset Management tätig, wo sie 20 Jahre lang in verschiedenen Funktionen einen 360°-Blick auf die Finanzanalyse entwickelte. Dort erwarb sie branchenübergreifende Fachkenntnisse, indem sie strategische und finanzielle Analysen für alle Anlageklassen (Aktien, Kredite, Geldmärkte) mit einer ausgeprägten Kompetenz in der nichtfinanziellen Analyse verband.
CAPRON hat einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und einen Postgraduierten-Abschluss in Geld-, Bank- und Finanzwesen der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Sie ist außerdem Absolventin der SFAF (Französische Gesellschaft der Finanzanalysten) und verfügt über die CESGA-Zertifizierung.
Über La Française
La Française, die Asset-Management-Sparte der ersten Benefit-Corporation-Bank Crédit Mutuel Alliance Fédérale, bietet überzeugungsbasierte Anlagestrategien für alle Anlageklassen, die Performanceziele und Nachhaltigkeitsziele miteinander verbinden. Als Multi-Asset-Manager konzentrieren sich die Teams auf ihre Kernkompetenzen und integrieren dabei fortschrittliche ESG-Prinzipien in ihre Analysen und Anlageprozesse. La Française ist auf börsennotierten und nicht börsennotierten Märkten tätig, einschließlich Immobilien. Mit einem verwalteten Vermögen von über 160 Milliarden Euro (Stand:30.06.2025), 1.000 Fachleuten und einer Präsenz in 10 Ländern entwickelt La Française innovative Anlagelösungen, die auf die Ziele und Anlagehorizonte der Kunden zugeschnitten sind.
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2228618 13.11.2025 CET/CEST
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| 10.11.2025 | Crédit Mutuel Asset Management: Die Bedingungen bleiben günstig
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EQS-Media / 10.11.2025 / 08:55 CET/CEST
Die Bedingungen bleiben günstig
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Politische Spannungen und Nervosität an den Märkten: Sorgen um Technologie im Mittelpunkt
Der Oktober war aus mehreren Gründen ein weiterer turbulenter Monat für die US-Politik.
Die Spannungen zwischen den USA und China verschärften sich erneut, nachdem China den Export Seltener Erden eingestellt hatte. Dies führte zu Drohungen der Amerikaner mit drastischen Zollerhöhungen. Auch hier handelt es sich eher um Angst als um tatsächliche Verluste, da nach Verhandlungen das Schlimmste zumindest für ein Jahr abgewendet worden zu sein scheint. Die Märkte haben sich an die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gewöhnt und gehen davon aus, dass das Worst-Case-Szenario theoretisch immer vermieden werden kann. Dies zeigt die verhaltene Reaktion der Märkte auf diese Entwicklung.
In der Innenpolitik können sich Demokraten und Republikaner nach wie vor nicht einigen und verlängern damit den Shutdown. Historisch gesehen sind die Folgen eines Shutdowns aus makroökonomischer Sicht vernachlässigbar, doch ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stillstand die derzeitige Nervosität an den Märkten weiter verstärkt. Der 35-tägige „Rekord“ aus Trumps Amtszeit dürfte diesmal gebrochen werden, da die momentane Situation festgefahren scheint.
Warum sprechen wir von Nervosität an den Märkten? Weil der Markt trotz einer insgesamt positiven Berichtssaison sowohl in den USA als auch in der Eurozone derzeit dazu neigt, schlechte Nachrichten hart zu bestrafen. Unternehmen, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn enttäuschen, verzeichnen seit Beginn der Berichtssaison (in den USA) im Durchschnitt eine Underperformance von rund 6 % zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Laut UBS ist dies die stärkste „Abstrafung“, die unterdurchschnittlich abschneidende Unternehmen seit 2005 hinnehmen mussten.
Die Gründe für diese Nervosität sind vielfältig, aber einige scheinen offensichtlicher zu sein als andere. Geopolitische Unsicherheiten dürften einen Teil dieser Volatilität auf sehr kurze Sicht erklären. Doch diese Erklärung erscheint zu „einfach“. Die Konzentration der Renditen auf Technologie und KI sowie die Bedenken hinsichtlich der Profitabilität von KI-Investitionen scheinen uns eine relevantere Erklärung zu sein, insbesondere angesichts der aktuellen Bewertungen. Die Ergebnisse von Meta, die durch massive Ausgaben für KI belastet sind, sind ein gutes Beispiel dafür, was Investoren derzeit beunruhigt. Die massiven Anleiheemissionen von Meta (über 30 Mrd. US-Dollar) und Alphabet (über 20 Mrd. US-Dollar) könnten als Anzeichen für gewisse Exzesse angesehen werden.
Unserer Ansicht nach ist es jedoch noch zu früh, um sich Sorgen zu machen. Die Investitionen der Hyperscaler werden mindestens bis Ende 2025 anhalten, Nvidia gibt an, dass das Auftragsbuch für sechs Quartale (!) voll ist, und vor allem sind die Ergebnisse weiterhin intakt. Insgesamt überraschte der US-Technologiesektor im dritten Quartal mit einem 10%igen Anstieg und erreichte ein Gewinnwachstum von 25,9 % über 12 Monate. Zum Vergleich: Der S&P 500 ohne Technologieunternehmen liegt nur bei 5,8 % (Stand: 31.10.).
Vielversprechende Aussichten, aber die Zentralbanken bleiben vorsichtig
Ein weiterer wichtiger Punkt Ende Oktober war, dass die Zentralbanksitzungen das derzeitige Gleichgewicht nicht gestört haben, obwohl die Fed den Markt mit ihrer Ankündigung überraschte, dass eine mögliche Zinssenkung im Dezember „alles andere als sicher“ sei. Diese Aussage entspricht unseren Erwartungen: Eine Verringerung der Erwartungen der Fed hinsichtlich Zinssenkungen in den Jahren 2025-2026. Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielwert, und der Arbeitsmarkt scheint sich nach wie vor nur sehr langsam abzukühlen, während die Konjunkturzahlen robust bleiben, was Jerome Powell einen Grund gibt, nichts zu überstürzen.
Auf Seiten der EZB ändert sich nicht viel, da die Inflation weiterhin leicht über dem Zielwert liegt und die wirtschaftlichen Bedingungen widerstandsfähiger sind als erwartet. Die europäische Institution scheint unter Druck zu stehen abzuwarten. Wir glauben nicht, dass vor März viel zu erwarten ist. Bis dahin dürften die negativen Basiseffekte die Inflation auf 1,7 bis 1,8 % gesenkt haben, was die Tür für eine weitere Zinssenkung öffnen könnte, falls das Wachstum enttäuscht.
In Frankreich gab es indes keine größeren Überraschungen – abgesehen von einem positiven BIP-Wachstum im dritten Quartal von 0,5 % gegenüber erwarteten 0,2 %. Dennoch bleiben wir zurückhaltend, da diese gute Nachricht vor allem auf einen Rückgang der Importe zurückzuführen ist – ein Signal, das mittelfristig wenig ermutigend ist.
Insgesamt bleibt das Umfeld somit weitgehend unverändert im Vergleich zu den vergangenen Monaten: ein insgesamt solides wirtschaftliches Umfeld, das theoretisch eine positive Positionierung in Risikoanlagen rechtfertigt. Die Bewertungen sind jedoch nach wie vor nicht ermutigend. Wir halten an unserer positiven Einschätzung für Aktien aus Schwellenländern und Gold fest.
November Ausblick
Das Wachstum bleibt positiv, aber in diesem Monat können wir die zunehmende Nervosität am Markt nicht ignorieren. Die Anleger wissen, dass ein Shutdown historisch gesehen nur geringe Auswirkungen hat, aber nach mehr als 30 Tagen Stillstand macht sich der Mangel an Daten allmählich bemerkbar. Dennoch bleiben wir vorsichtig optimistisch.
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