Trump setzt auf Krypto und sorgt damit für Kursgewinne bei Bitcoin und Co. Der US-Präsident kündigte beim „Crypto Summit“ an, den Clarity Act voranzutreiben und die Bedingungen für Kryptounternehmen zu verbessern.
- Kursfeuerwerk am Markt: Die Ankündigungen auf dem Crypto Summit ließen den Bitcoin-Kurs innerhalb von 24 Stunden um über 10 % auf über 70.000 US-Dollar steigen.
- Ende der Regulierungswut: Trump erklärt den „Krieg gegen Kryptowährungen“ für beendet und plant einen klaren US-Rechtsrahmen für Krypto-, KI- und Prognosemärkte.
- Der Clarity Act kommt: Das Gesetz teilt die Zuständigkeiten auf – die CFTC übernimmt „digitale Rohstoffe“ (wie Bitcoin), während die SEC für Krypto-Wertpapiere zuständig bleibt.
- Anlegerschutz & Registrierung: Kryptobörsen und Broker müssen Kundengelder strikt vom Eigenvermögen trennen und Registrierungsvorgaben der CFTC erfüllen.
Donald Trumps „Crypto Summit“ im Weißen Haus ist vorbei. An dem Gipfeltreffen nahmen der Vorsitzende der Wertpapieraufsicht SEC Paul Atkins und der Vorsitzende der Derivateaufsicht CFTC Michael Selig teil.
Auch Führungskräfte aus der Krypto- und Technologiebranche nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Coinbase-CEO Brian Armstrong, Ripple-CEO Brad Garlinghouse und Robinhood-CEO Vlad Tenev.
Mit seinen Aussagen zum Thema Kryptowährungen sendete der US-Präsident bullishe Signale an die Märkte. Der Bitcoin legte innerhalb von 24 Stunden mehr als 10 % und schaffte damit den Sprung über die 70.000-Dollar-Marke. Auch andere Währungen wie Solana und Ethereum legten deutlich zu.
Krieg gegen Kryptowährungen beendet
„Wir haben den Krieg gegen Kryptowährungen ein für alle Mal beendet“, sagte Trump bei der Veranstaltung im Weißen Haus. „Wir konzentrieren uns darauf, einen klaren Regulierungsrahmen für Pioniere und Entwickler wie die Menschen zu schaffen, die heute hier bei mir sind, damit sie auf amerikanischem Boden mit Zuversicht Geschäfte machen können.“
Seine Administration werde dafür sorgen, dass Amerika der unangefochtene Spitzenreiter bleibe – und das nicht nur bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen, sondern auch bei „Technologien wie Prognosemärkten, künstlicher Intelligenz und vielem mehr“.
Trump sagte zudem, die mögliche Ansammlung erheblicher Bitcoin-Bestände durch die USA sei bereits diskutiert worden. Konkrete Käufe kündigte er jedoch nicht an.

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Nach Angaben Trumps arbeitet CFTC-Chef Michael Selig daran, Hyperliquid in vollständig rechtskonformer Form den Zugang zum US-Markt zu ermöglichen. Die blockchain-basierten Börse ermöglicht es Händlern, auf die Preise von Vermögenswerten zu spekulieren, ohne diese selbst zu halten.
Clarity Act soll für Planungssicherheit sorgen
Trump drängte bei dem Treffen weiterhin auf die Verabschiedung des Clarity Act. Der Gesetzentwurf betrifft vor allem die Marktstruktur für Kryptowährungen – anders als der Genius Act, der sich speziell mit Stablecoins beschäftigt.
Im Kern sieht der Clarity Act Folgendes vor:
- Klare Aufgabenteilung: Digitale Vermögenswerte, die als Wertpapiere gelten, bleiben grundsätzlich unter Aufsicht der SEC. „Digitale Rohstoffe“ wie Bitcoin und viele ausreichend dezentralisierte Token sollen überwiegend von der CFTC beaufsichtigt werden.
- Regulierung des Kassamarkts: Kryptobörsen, Broker und Händler müssten sich grundsätzlich bei der CFTC registrieren und Vorgaben zu Marktüberwachung, Aufzeichnungen und Interessenkonflikten erfüllen.
- Kundenschutz: Börsen sollen Kundengelder grundsätzlich von eigenen Vermögenswerten trennen. Hinzu kommen Vorschriften gegen Betrug, Manipulation und problematischen Eigenhandel.
Praktisch würde das Gesetz die Zuständigkeit der CFTC erheblich erweitern und den bisherigen Ansatz der SEC, viele Token über das Wertpapierrecht zu regulieren, einschränken.
Befürworter versprechen sich davon Rechtssicherheit, stärkeren Verbraucherschutz und bessere Bedingungen für Kryptounternehmen in den USA. Vor allem die demokratische Minderheit im Senatsausschuss warnt hingegen vor Lücken im Wertpapier-, Geldwäsche- und Anlegerschutz sowie eine zu starke Verlagerung von Zuständigkeiten weg von der SEC.
Nicht zu früh freuen
Nach den positiven Marktreaktionen hoffen viele Krypto-Investoren auf ein Ende des Bärenmarktes – doch dafür könnte es noch zu früh sein.
Die weiterhin restriktive Geldpolitik und die hohen Renditen sicherer Staatsanleihen könnten für Bitcoin und Co. zum Problem werden. Auch sind die ETF-Zuflüsse noch nicht stabil genug, um einen nachhaltigen Trendwechsel zu belegen. Insgesamt war das Handelsvolumen zuletzt vergleichsweise gering.
Die jüngsten Kurszuwächse machen damit Hoffnung auf mehr, ein Ende des Bärenmarktes ist damit aber noch lange nicht sicher.
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