Emittent / Herausgeber: ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges 28.03.2025 / 12:32 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. vbw besorgt über deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024
Brossardt: „Deutschland und Bayern brauchen den wirtschaftlichen Aufbruch“ (München, 28.03.2025). Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert mit Blick auf die heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen zum Bayerischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2024 eine schnelle Wirtschaftswende. „Der Rückgang des BIP um 1,0 Prozent im vergangenen Jahr zeigt: Wir stecken tief in einer Kombination aus Konjunktur- und Strukturkrise. Auch in Gesamtdeutschland sank das BIP letztes Jahr um 0,2 Prozent. Im Gegensatz zum Freistaat war dies bereits der zweite Rückgang in Folge. Ein solch hoher Rückgang – auch im Vergleich mit anderen Bundesländern – zeigt, dass die sonst in Bayern hohen Wachstumsraten durch unseren hohen industriellen Wertschöpfungsverbund bedingt sind. Die schlechte Regierungspolitik der letzten Jahre aus Berlin fällt jetzt Bayern besonders auf die Füße. Umso höher sind die Erwartungen der bayerischen Wirtschaft an die derzeit stattfinden Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene. Unsere Betriebe setzen auf einen eindeutigen wirtschaftlichen Befreiungsschlag seitens der neuen Bundesregierung. Fakt ist: Wir können uns ein weiter so nicht mehr leisten“, macht vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt deutlich. Die vbw sieht mehrere Gründe für den Rückgang des BIPs in Bayern. „Die weiterhin hohen Energie- und Zinskosten, die geopolitischen Unsicherheiten, die Standortprobleme in Deutschland und die dadurch hervorgerufene Investitionsschwäche treffen vor allem die Industrie. In Bayern ist das Verarbeitende Gewerbe überdurchschnittlich stark vertreten, zugleich entwickelte sich die Industrie im Freistaat besonders schwach. Dies bestätigen die Zahlen zur Bruttowertschöpfung: Deutschlandweit verzeichnete die Industrie einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,9 Prozent, in Bayern waren es minus 5,5 Prozent. Die Belastungen durch das Verarbeitende Gewerbe schlagen zugleich auf die Gesamtwirtschaft durch, da stillstehende Betriebe auch weniger Dienst- und Vorleistungen einkaufen“, führt Brossardt weiter aus. Für das Jahr 2025 sieht die vbw ebenfalls keine Anzeichen für Wachstum. „Wir stehen vor einem weiteren schwierigen Jahr. Die wirtschaftliche Misere hat unser Land weiterhin fest im Griff und sorgt für den Verlust von immer mehr Arbeitsplätzen vor allem im Produzierenden Gewerbe. Erfreulich ist das erneute Plus bei den Dienstleistungen im Jahr 2024. Gleichzeitig liegt der wirtschaftliche Erfolg Bayerns aber in seiner ausgewogenen Wirtschaftsstruktur aus Dienstleistungen, Industrie und Handwerk. Den Standort Deutschland insgesamt wieder attraktiv und wettbewerbsfähig zu machen, muss deshalb das Ziel sein, um alle Branchen langfristig zu stärken. Hier muss die neue Bundesregierung schnell die dafür notwendigen grundlegenden Weichen stellen. Nur so gelingt der wirtschaftliche Aufbruch“, fordert Brossardt abschließend. Kontakt: Felix Fend, Tel. 089-551 78-335, E-Mail: felix.fend@ibw-bayern.de
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