Implenia AG: Implenia gewinnt neue Aufträge im Brücken- und Tunnelbau

Glattpark (Opfikon), 15. Januar 2026 – Implenia hat in Deutschland und Norwegen neue Aufträge für drei Brücken sowie einen Tunnel für wichtige Autobahnabschnitte und Strassenverbindungen gewonnen. Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt rund EUR 350 Mio. Die Projekte entsprechen dem strategischen Fokus der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der Spezialisierung auf Infrastrukturbauten für Mobilität und Energieversorgung. 

Neue Peenebrücke Wolgast, Verbindung Autobahn A 20 und Insel Usedom, Deutschland
Die Arbeitsgemeinschaft unter der Führung von Implenia mit den Partnern DSD Brückenbau GmbH, Victor Buyck Steel Construction N.V. und Stahl Technologie Niesky GmbH hat den Zuschlag für den Neubau der Neuen Peenebrücke Wolgast erhalten.
Die neue Brücke über den Peenestrom verbindet Usedom mit dem Festland und wird als Zügelgurtbrücke errichtet. Einschliesslich der Vorlandbrücke Wolgast sowie der Brücke über die Sauziner Bucht ergibt sich eine Gesamtlänge von rund 1,4 km. Mit einer lichten Höhe von 42 m über dem Wasser und 70 m hohen Pylonen zählt sie zu den grössten Brücken ihrer Art in Europa. Sie verbessert die Erreichbarkeit einer Region, die bislang nur über Klappbrücken erschlossen war und wird zu einer zentralen Verkehrsader für Wirtschaft und Tourismus an der Ostsee. Die Arbeiten starteten im Dezember 2025 und sollen im Februar 2030 abgeschlossen werden.

Ersatzneubau Mainbrücke Marktbreit, Autobahn A7, Deutschland 
Implenia hat als technischer Federführer in einer Arbeitsgemeinschaft mit Plauen Stahl Technologie – beide Partner haben je einen Anteil von rund 50% – den Zuschlag für den Abbruch sowie den Ersatzneubau der Mainbrücke Marktbreit, einem Teilstück der wichtigen deutschen Verkehrsachse Autobahn A7 erhalten. Der Neubau ist ausgerichtet auf das zunehmende Verkehrsaufkommen auf der A7, insbesondere im Güter- und Schwerlastverkehr.
Ausgeführt wird die neue Mainbrücke als Stahlverbund-Hohlkasten im Taktschiebeverfahren mit einer Gesamtlänge von rund 925 m und einer Breite von 31 m. Bereits die Entwurfs- und Ausschreibungsplanung erfolgte mit Building Information Modelling (BIM) und diese Methode wird auch für die Ausführungsplanung einschliesslich der Werkstattzeichnungen eingesetzt. Nach Fertigstellung wird ein vollständiger, digitaler Zwilling der Brücke an den Auftraggeber übergeben. Der Bau der neuen Brücke wird bei laufendem Verkehr durchgeführt, um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Baustart war im Herbst 2025 und die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2033 dauern.

Neubau Lågen-Brücke, Autobahn E6, Norwegen
Implenia wurde von AF Gruppen mit dem Bau der Lågen-Brücke, einem wichtigen Abschnitt der neuen Autobahn E6 Roterud–Storhove beauftragt. 
Mit einer Länge von 552 m wird die Lågen-Brücke den Fluss Lågen nördlich von Lillehammer überspannen. Sie wird als vierspurige Betonhohlkastenträgerbrücke mit einer Breite von 20 m gebaut und durch zehn Pfeiler mit Spannweiten von bis zu 61 m verankert. Das Projekt stellt sowohl technisch als auch ökologisch hohe Anforderungen: Die Umweltbelastung im sensiblen Lågen-Delta wird minimiert, in dem die Brückensegmente nach dem Taktschiebeverfahren an Land vorgefertigt und dann in Position geschoben werden. Zudem wurden strenge Auflagen zum Schutz von Brutvögeln, Laichgebieten und der Artenvielfalt im Delta-Gebiet erlassen. Der Einsatz von BIM sowie die schrittweise Verlegung vom Land aus reduzieren den Platzbedarf und die Eingriffe in die Natur. Baubeginn war im Oktober 2025.

«Diese drei weiteren Aufträge mit einem Auftragsvolumen von über EUR 300 Mio. für den Bau grosser und anspruchsvoller Brücken ergänzen unsere aktuell laufenden Projekte und vergangenen Referenzen in diesem Bereich», sagt Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, und ergänzt: «Mit dem deutschen Infrastrukturprogramm und dem enormen Sanierungsbedarf der Brücken erwarten wir in Deutschland in den nächsten Jahren einen hohen Bedarf an Ersatzneubauten von Brücken. Dank unserer umfassenden Expertise und langjährigen Erfahrung im Brückenbau sind wir ausgezeichnet aufgestellt, um davon zu profitieren.» 

Neubau innerstädtischer Autobahntunnel Riederwald, Frankfurt am Main, Deutschland
Die Autobahn GmbH des Bundes hat einer Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Partnern Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Bickhardt Bau SE und Implenia den Zuschlag für den ersten Bauabschnitt des Neubaus Riederwaldtunnel in Frankfurt am Main erteilt.
Der Tunnel unter dem Stadtteil Riederwald ist rund 1,1 km lang und das Kernstück des Lückenschlusses zwischen zwei wichtigen Autobahnabschnitten im Osten Frankfurts. Erstellt wird er im Schutze einer wasserundurchlässigen Baugrubenumschliessung in offener Bauweise. Das Tunnelbauwerk besteht aus einem geschlossenen Stahlbetonrahmen mit versetzten Tunnelportalen je Fahrtrichtung. Zwischen Baugrubenverbau und Bauwerk sowie unterhalb der Bauwerkssohle wird ein Filter eingebaut, der nach Fertigstellung des Tunnels eine Grundwasserströmung ermöglicht. Die Arbeiten haben 2025 begonnen und werden voraussichtlich rund drei Jahre dauern. 

Visualisierung Neue Peenebrücke Wolgast (Bild: ©strassen-mv.de).

Visualisierung Mainbrücke Marktbreit (Bild: ©Die Autobahn GmbH des Bundes/Hajo Dietz).

Lågen-Brücke in Norwegen: BIM und Vorfertigung der Brückensegmente erlauben eine umweltschonende Realisierung der Brücke (Bild: ©Nye Veier).

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Investoren-Agenda:
4. März 2026: Jahresergebnis 2025, Analysten- und Medienkonferenz
31. März 2026: Generalversammlung

Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister entwickelt, realisiert und bewirtschaftet Implenia Lebensräume, Arbeitswelten und Infrastruktur für künftige Generationen in der Schweiz und in Deutschland. Zudem bietet Implenia in weiteren Märkten Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturleistungen an. Entstanden 2006, blickt Implenia auf eine rund 150-jährige Bautradition zurück. Das Unternehmen fasst das Know-how aus hochqualifizierten Beratungs-, Entwicklungs-, Planungs- und Ausführungseinheiten unter einem Dach zu einem integrierten, multinationalen Bau- und Immobiliendienstleister zusammen. Mit ihrem breiten Angebotsspektrum sowie der Expertise ihrer Spezialisten realisiert die Gruppe grosse, anspruchsvolle Projekte und begleitet Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Bauwerke. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kunden und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg sowie sozialer und ökologischer Verantwortung im Fokus. Implenia mit Hauptsitz in Opfikon bei Zürich beschäftigt europaweit über 8‘500 Mitarbeitende (FTE) und erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von CHF 3,6 Mrd. Das Unternehmen ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (IMPN, CH0023868554). Weitere Informationen unter implenia.com.

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