KI-Boom hält an: Rekordzahlen bei Nvidia – Aktie verliert

Ein Nvidia-Firmenschild vor einem Bürogebäude.

Nvidia hat am Mittwoch nach Börsenschuss Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt und die Markterwartungen erneut übertroffen. Trotz der hervorragenden Zahlen rutschte die Nvidia-Aktie am Donnerstag ins Minus. 

💡 Key Takeaways: Nvidia Quartalszahlen & Marktanalyse
  • Phänomenales Wachstum: Nvidia steigerte den Quartalsumsatz um 73 % auf 68,1 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen.
  • Data-Center-Power: Mit einem Erlösplus von 75 % im Bereich Data Center bleibt Nvidia der unangefochtene Infrastruktur-Hedge der KI-Revolution.
  • Markt-Skepsis: Trotz einer starken Prognose von 78,0 Mrd. $ für das nächste Quartal sackte der Kurs um 5,49 % ab – getrieben durch Sorgen vor einer KI-Blase und China-Risiken.

Der Halbleitergigant Nvidia hat mit seinen Ergebnissen für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 neue Maßstäbe gesetzt. Getrieben von einer „exponentiell wachsenden“ Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) meldete das Unternehmen aus Santa Clara einen Rekordumsatz von 68,1 Mrd. Dollar für das Abschlussquartal. Dies entspricht einer Steigerung von 73 % im Vergleich zum Vorjahr und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich.

Der Nettogewinn (GAAP) belief sich im vierten Quartal auf 42,96 Mrd. Dollar, während das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,76 Dollar lag. Über das gesamte Jahr hinweg erzielte der Konzern einen Gewinn von 120,1 Mrd. Dollar.

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Dominanz im Bereich Data Center

Das Rückgrat dieses Erfolgs bleibt das Segment Data Center. Hier stiegen die Erlöse im vierten Quartal auf 62,3 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 75 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf das gesamte Geschäftsjahr 2026 betrachtet, erwirtschaftete Nvidia einen Gesamtumsatz von 215,9 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 65 % entspricht.

Laut CEO Jensen Huang markiert die aktuelle Entwicklung den Wendepunkt zur sogenannten „Agentic AI“-Systemen, die als eigenständige Agenten agieren. Die Plattform Grace Blackwell liefere dafür bereits heute eine drastische Kostensenkung pro Recheneinheit.

Mit der neu vorgestellten Rubin-Plattform und sechs neuen Chips will Nvidia die Kosten für KI-Inferenz im Vergleich zur Blackwell-Architektur um das Zehnfache senken. Große Cloud-Anbieter wie AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und Oracle werden zu den ersten gehören, die auf die neue Vera-Rubin-Architektur setzen.

Starker Ausblick – Nvidia-Aktie verliert dennoch

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Nvidia einen weiteren Umsatzsprung auf 78,0 Mrd. Dollar (plus/minus 2 %). 

Trotz des starken Ausblicks und der operativen Höchstleistungen blieb die Reaktion am Aktienmarkt verhalten. Während die Zahlen in einer ersten Reaktion für Kursgewinne sorgten, trübten Sorgen über eine mögliche KI-Blase und der wachsende Druck durch chinesische Wettbewerber die Stimmung. Im Laufe des Tages rutschte die Nvidia-Aktie 5,49 % ins Minus. 

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Foto: © Bayer

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