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Lenzing AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis Lenzing advances its transformation: Higher EBITDA, stronger free cash flow and more than EUR 200 million in cost savings 19.03.2026 / 07:35 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Lenzing erzielt Fortschritte bei Transformation: Höheres EBITDA, stärkerer Free Cashflow und über EUR 200 Mio. Kosteneinsparungen
Lenzing – Die Geschäftsentwicklung der Lenzing Gruppe war insbesondere im zweiten Halbjahr 2025 von externen Faktoren wie internationalen Zollmaßnahmen, verhaltener Nachfrage und sinkenden Marktpreisen belastet. Die Umsatzerlöse sanken demzufolge leicht um 2,3Prozent auf EUR2,6Mrd.; dies lag primär an reduzierten Faserverkaufsmengen sowie niedrigen Preisen für Fasern und Zellstoff, die zusätzlich durch ungünstige Währungsentwicklungen belastet wurden. Dennoch konnte Lenzing dank des umfassenden Performance Programms ihre operative Ergebnisentwicklung und zentralen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr verbessern: Das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte EBITDA stieg um 7,6 Prozent von EUR 395,4 Mio. im Jahr 2024 auf EUR425,6Mio. (EBITDA berichtet EUR 413 Mio.) Das EBIT – vor der Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte am indonesischen Produktionsstandort – belief sich 2025 auf EUR 99,6 Mio. (EUR 88,5 Mio. im Jahr 2024) und lag nach der nicht‑zahlungswirksamen Anpassung des Buchwerts bei EUR 17,6 Mio. Obwohl das Ergebnis nach Steuern weiterhin negativ war, verbesserte es sich leicht auf minus EUR 135,2 Mio. nach minus EUR 138,3 Mio. im Vorjahr. Der Free Cashflow stieg auf EUR 173,9 Mio. (EUR 169,41 Mio. im Jahr 2024), während der Unlevered Free Cashflow auf EUR 279,3 Mio. (EUR 244,6 Mio. im Jahr 2024) zunahm.
„Wir treiben die Transformation der Lenzing Gruppe weiter entschlossen voran. 2025 haben wir unter schwierigen Rahmenbedingungen wesentliche Fortschritte erzielt: ein höheres EBITDA, ein verbesserter Free Cashflow und deutliche Kosteneinsparungen. Mit dem Performance‑Programm, der organisatorischen Weiterentwicklung und gezielten Investitionen in unsere Standorte stärken wir die Profitabilität und setzen die Premiumisierungsstrategie konsequent fort. So schaffen wir Stabilität im Heute und Wachstumschancen für die Zukunft“, so das Vorstandsteam der Lenzing Gruppe: Mathias Breuer, CFO, Christian Skilich, CPO/CTO und Georg Kasperkovitz, COO. Marktumfeld und operative Maßnahmen Stapelfaserpreise standen 2025 unter Druck, Faserzellstoffpreise sanken deutlich; gleichzeitig blieben Rohstoff‑, Energie‑ und Logistikkosten hoch. Ergebnisrechnung Das um Restrukturierungsaufwand bereinigte EBITDA der Lenzing Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2025 auf EUR425,6[3]Mio. und wurde neben der wirksamen Umsetzung der Performance‑Maßnahmen auch durch Effizienzsteigerungen in den Kernprozessen gestützt. Das EBIT lag – beeinflusst durch eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von EUR82,1Mio. im Zusammenhang mit den strategischen Optionen für den Standort Indonesien – bei EUR17,6Mio. (EBIT‑Marge 0,7Prozent). Das EBT belief sich auf minus EUR122,5Mio.; der Steueraufwand lag bei EUR12,7Mio. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich leicht auf minus EUR135,2Mio. Cashflow, Liquidität und Finanzierung Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag bei EUR419,7Mio.; der Free Cashflow stieg auf EUR173,9Mio. und der Unlevered Free Cashflow auf EUR279,3Mio. Zur Unterstützung des Cashflows passte Lenzing gezielt Produktionskapazitäten an und reduzierte dadurch das Working Capital um 21,6Prozent auf EUR453,4Mio. Lenzing stärkte die Kapitalstruktur durch eine syndizierte Finanzierung über EUR545Mio. (Darlehen EUR355Mio. / revolvierende Kreditfazilität: EUR190Mio.) sowie die Platzierung einer neuen Hybridanleihe über EUR500Mio. und die Rückzahlung der Hybridanleihe 2020. Der Liquiditätsbestand per 31.12.2025 belief sich auf EUR690,9Mio.; die Nettofinanzverschuldung sank auf EUR1,35Mrd.; die bereinigte Eigenkapitalquote lag bei 29,6Prozent. Investitionen und Kostenprogramm Über EUR200Mio. Kosteneinsparungen (2024: EUR130Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2025 realisiert. Die Investitionen (CAPEX) beliefen sich auf EUR141,1Mio. und entfielen überwiegend auf Maintenance‑ und License‑to‑Operate‑Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Steigerung der operativen Exzellenz und Energieoptimierung. Ergänzend dazu setzt Lenzing ein umfassendes Kostenoptimierungsprogramm um, das unter anderem einen Personalabbau von rund 600 Stellen in Österreich vorsieht. Die jährlichen Einsparungen von rund EUR45Mio. sollen spätestens Ende 2027 voll wirksam werden. Davon sind bereits EUR 22 Mio. in den letzten Monaten des Jahres durch die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses von mehr als 200 Mitarbeitenden umgesetzt worden. Segment- und Vertriebsentwicklung Neue Kunden für Schlüsselprodukte sowie Expansion in wichtige, margenstarke Märkte in Nordamerika und Asien stützten die Umsatzentwicklung; die externen Umsätze verteilten sich 2025 mit 61Prozent auf Asien, 29 Prozent auf Europa inkl. Türkei, neunProzent auf Amerika und einProzent auf weitere Regionen. Faserverkaufsmengen lagen bei rund 904.000Tonnen (2024: rund 960.000Tonnen). Das Zellstoffgeschäft sicherte einerseits die Eigenversorgung von Faserzellstoff für die Faserproduktion, und erzielte andererseits auch wesentliche Umsätze am externen Zellstoffmarkt, die positiv zum Konzernergebnis beigetragen haben. Vorstand und Governance Im Jahr 2025 kam es zu mehreren Veränderungen im Vorstand der Lenzing Gruppe. Nach dem Ausscheiden von Walter Bickel als Chief Transformation Officer mit Ende März 2025, übernahm Georg Kasperkovitz mit 1.Juni 2025 die Funktion des Chief Operations Officers (COO). Zudem trat Mathias Breuer am 1.Jänner 2026 die Nachfolge von Nico Reiner als CFO an, nachdem dessen Mandat regulär ausgelaufen war. Das Vorstandsmandat von Christian Skilich wurde vorzeitig bis 31.Mai 2029 verlängert. Vorstandsvorsitzender Rohit Aggarwal legte sein Mandat mit 31.Jänner 2026 zurück; seither wird das Unternehmen von einem dreiköpfigen Vorstandsteam geführt – CFO Mathias Breuer, COO Georg Kasperkovitz und CPO/CTO Christian Skilich. Zur weiteren organisatorischen Weiterentwicklung wurde ein Executive Committee eingerichtet. Ausblick Handelspolitische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen – darunter auch die indirekten Auswirkungen des US-Iran-Konflikts auf Energiemärkte, Lieferketten und das Verbrauchervertrauen – bremsen die globale Entwicklung und führen zu eingeschränkter Visibilität. Die Preise im Markt für generische Fasern dürften aufgrund weiterer Kapazitätserweiterungen unter Druck bleiben. Allerdings zeigen sich in Q1 2026 leicht verbesserte Preisentwicklungen sowie Nachfrage im Zellstoff- und Fasergeschäft. Lenzing wird die Transformation des Unternehmens durch das ganzheitliche Performance-Programm sowie die Premiumisierungsstrategie konsequent weiterführen um das Unternehmen profitabler, resilienter und agiler aufzustellen.
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[1]Exkl. Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 12,6 Mio. [2]Zur besseren Transparenz und Vergleichbarkeit der finanziellen Steuerungskennzahlen hat die Lenzing Gruppe die Wahlrechte gem. IAS 7 neu ausgeübt und somit die Darstellung der Kapitalflussrechnung angepasst. Die neue Struktur beginnt mit dem EBT und ermöglicht die Berechnung des Unlevered Free Cashflow, der zusätzlich zum Free Cashflow als zentrale Steuerungsgröße im Rahmen des Performance-Programms dient. Die Anpassung steht im Einklang mit marktüblichen Reporting-Praktiken und verbessert die Aussagekraft der Kapitalflussrechnung für interne und externe Stakeholder. Die Darstellungsänderung wurde gem. IAS 8 rückwirkend durchgeführt. Eine Überleitung zu den angepassten Zahlen der Vergleichsperiode ist im Konzernabschluss in Note 2 ersichtlich.
[3] Exkl. Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 12,6 Mio. [4] Das Ergebnis nach Steuern wird auf die Aktionäre der Lenzing AG, den nicht beherrschenden Gesellschaftern und den Hybridkapitalbesitzern aufgeteilt. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird der den Aktionären der Lenzing AG zuzurechnende Anteil am Ergebnis nach Steuern, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt. Trotz besserem Ergebnis nach Steuern hat sich das Ergebnis pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr negativ entwickelt. Dies ist einerseits auf die Erhöhung des Anteils der Hybridkapitalbesitzer und andererseits auf die Veränderung des Anteils der nicht beherrschenden Gesellschaftern zurückzuführen (insbesondere aufgrund Währungseffekte im Ertragsteueraufwand). [5] Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 neu dargestellt (vergleiche Fußnote 1). 19.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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