Allianz & Co. gewinnen (fast) immer

Ein Hochhaus mit Allianz-Schriftzug.

Von Frank Fischer, CEO und CIO der Shareholder Value Management AG

Viele Aktienanleger werden noch ihre Wunden lecken. Denn die Folgen des Iran-Krieges dürften bei vielen so manches Loch ins Portfolio gerissen haben. Doch der Kurseinbruch hat auch etwas Gutes, denn dadurch kann man nun wieder günstiger in dividendenstarke Aktien investieren.

💡 Key Takeaways: Investieren in Versicherungs-Aktien
  • Starke Ausschüttungen: Top-Titel wie Allianz und Münchner Rück locken aktuell mit attraktiven Dividendenrenditen zwischen 4,5 % und über 5 %.
  • Wachstum der Aristokraten: Die Münchner Rück steigerte ihre Dividende aktuell von 20 Euro auf 24 Euro (+20 %), während die Allianz von 15,40 Euro auf 17,10 Euro erhöhte.
  • Kalkuliertes Risiko: Rekordgewinne resultieren aus strikter Kalkulation; unberechenbare Risiken wie Kriegsfolgen sind meist explizit vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Unter Dividendengesichtspunkten sticht vor allem ein Sektor hervor: Versicherungen! Die Dividendensaison steht kurz bevor. Der Mai ist hier der Wonnemonat für Anleger. Und fast schon traditionell sorgen Versicherungen für einen warmen Ausschüttungsregen. 

Allen voran die Allianz und die Münchner Rück, zwei Titel aus den Portfolios unserer Mandate wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value. Sie gehören zu den sogenannten Dividendenaristokraten, die Jahr für Jahr ihre ohnehin schon üppigen Ausschüttungen erhöhen. Und damit werden jetzt wieder Dividendenrenditen von 4,5 bis über 5 % erzielt. 

Die Münchner Rück hat die Dividende in diesem Jahr von 20 auf 24 Euro je Aktie erhöht. Und die Allianz immerhin von 15,40 auf nun 17,10 Euro. Noch deutlicher wird es, wenn man einen größeren Zeitraum in Betracht zieht. So betrug die Dividende der Allianz im Jahr 2028 je Aktie gerade mal 8 Euro. Und die der Münchner Rück 5 Euro. Das sind bis heute schon starke Steigerungsraten. Halt echte Aristokraten. Und die Zahlen der Hannover Rück sehen nicht viel schlechter aus.

Aristokraten sorgen für Stabilität im Portfolio

Dabei haben die Versicherungsriesen ihre Gewinne auf ein Rekordhoch gesteigert. Und was die Ziele betrifft und die Prognosen der Analysten, so wird das im laufenden Jahr nicht anders aussehen. Denn: Allianz & Co. gewinnen eigentlich (fast) immer. Denn Versicherungen versichern nur das, was sie auch kalkulieren können. Und ein Krieg und seine Folgen sind nicht berechenbar – und damit auch nicht versicherbar. Deshalb haben die meisten in der Meerenge von Hormus gestrandeten Schiffe keine Versicherungspolice. Das gilt auch für viele gestrandeten Urlauber in der Golfregion. Auch hier greifen aus Kriegsgründen keine Versicherungspolicen.

Bedeutet das nun, dass die Gewinne immer nur sprudeln? Natürlich nicht, denn wo es Rendite gibt, lauern auch immer Risiken. Zum Beispiel gehen bei Schaden- und Unfallversicherungen (P&C) die Prämiensteigerungen zurück. Nach sehr starken Preiserhöhungen in den Jahren 2022 bis 2024 normalisiert sich der Markt. 

Und nicht zu vergessen: Versicherer sind sehr zinssensitiv. Und derzeit weiß niemand, wie die Europäische Zentralbank auf die steigende Inflationsgefahr durch die teils dramatisch gestiegenen Öl- und Gaspreise reagiert. Doch die EZB achtet bei ihren Zinsentscheidungen besonders auf die Kerninflationsrate. Diese klammert schwankungsanfällige Preise wie die für Energie und Nahrungsmittel aus. Sicher kann man sich da aber nicht sein. Im Falle von Zinserhöhungen würden auch Allianz & Co. leiden.

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Zum Autor

Frank Fischer

Frank Fischer, Jahrgang 1964, ist Vorstandvorsitzender (CEO) der Shareholder Value Management AG und übt dort die Funktion des Chief Investment Officers (CIO) aus. Frank Fischer wurde 2018 als Fondsmanager des Jahres ausgezeichnet. Er ist Diplom-Kaufmann, verheiratet und hat zwei Kinder. Zudem ist er Stifter und Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Starke Lunge.

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