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Original-Research: AMAG Austria Metall AG – von Montega AG 24.02.2026 / 10:34 CET/CEST Einstufung von Montega AG zu AMAG Austria Metall AG
Schwergewicht mit Leichtmetall Die AMAG Austria Metall AG agiert als größter österreichischer Aluminiumproduzent und Premiumlieferant mit hohem Spezialitätenanteil. AMAG bietet ca. 5.000 verschiedene Produkte auf Basis von über 200 Legierungen und beliefert etwa 1.000 Kunden aus der Luftfahrt-, Automotive-, Maschinenbau-, Bau-, Verpackungs-, Elektronik- und Konsumgüterindustrie. Die Gruppe ist sowohl im Upstream- (Primäraluminiumerzeugung über die 20%-Beteiligung an der kanadischen Elektrolyse Alouette) als auch im Downstream-Geschäft (Gusslegierungen und Walzprodukte) aktiv, was die Flexibilität und Resilienz des Geschäfts weiter verstärkt. Die globale Nachfrage nach dem vielfältig einsetzbaren Basisgut Aluminium (geringes Gewicht, einfache Bearbeitung, hohe Rezyklierbarkeit etc.) resultiert überwiegend aus zyklischen Endmärkten, wächst jedoch strukturell. Vor allem der Bedarf für das aus Aluminiumschrott erzeugte Sekundäraluminium dürfte in den nächsten Jahren deutlich ansteigen (CAGR 2025-35e: +5%) und bis Mitte der 2030er-Jahre einen Marktanteil von ca. 40% erreichen (akt.: ca. 31%). Entscheidend hierfür ist die weltweite Dekarbonisierung, da für das Recycling von Aluminium bis zu 95% weniger Energie benötigt wird und damit i.d.R. erheblich weniger CO2-Emissionen anfallen. Als einer der nachhaltigsten Aluminiumplayer der Welt (u.a. EcoVadis Platin-Medaille) sehen wir AMAG hervorragend positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren. So ist das Unternehmen mit dem hochmodernen Walzwerk am Hauptsitz Ranshofen nicht nur einer der größten Aluminium-Recycler in Europa, sondern setzt durch die äußerst CO2-arme Primäraluminiumerzeugung an der Aluminerie Alouette (100% Wasserkraft) über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg Standards in puncto Nachhaltigkeit. Darüber hinaus gilt AMAG als einer der innovationsstärksten Player im Markt und weist im umsatzseitig wichtigsten Segment Walzen (Anteil ca. 70%) heute eine Spezialitätenquote von durchweg über 50% auf. All dies stärkt die Kundenbindung zu langjährigen Referenzkunden wie Airbus oder Audi und bescherte dem Konzern trotz schwieriger Rahmendaten für die europäische Industrie in den letzten Jahren eine solide Absatz- und Umsatzentwicklung (CAGR 2019-24: +6,3%). Ebenso zeigte sich die Profitabilität mit durchgehend deutlich zweistelligen EBITDA-Margen (Ø 13,3%) äußerst robust, was sich auch in kontinuierlichen Dividendenzahlungen niederschlägt (Ø 1,23 EUR). Das vergangene Jahr 2025 dürfte infolge des ‚Zollschocks‘ aus den USA einen Ausreißer nach unten darstellen (9M: EBITDA -22,6% yoy), angesichts deutlich höherer Aluminiumpreise seit Q4 rechnen wir jedoch mit einem Zieleinlauf oberhalb der EBITDA-Guidance (110-130 Mio. EUR). Nachdem sich die Aktienkurse von Peers wie Alcoa (6M: +90%), Kaiser Aluminum (+64%) oder Constellium (+78%) bereits kräftig erholt haben, sehen wir bei AMAG noch signifikantes Upside-Potenzial, was durch unsere DCF-basierte Bewertung und die Betrachtung historischer Multiples untermauert wird. Fazit: AMAG ist u.E. in vielerlei Hinsicht ein Qualitätsunternehmen mit Führungsrolle bei Low-Carbon-Aluminium und starken Resilienz-Faktoren. Nach einem herausfordernden GJ 2025 hellt sich das Marktumfeld aktuell wieder auf, was eine stetige Margenerholung ermöglichen solllte. Die Stärken von AMAG sehen wir noch nicht ausreichend im Kurs reflektiert und nehmen die Aktie mit ‚Kaufen‘ und einem Kursziel von 33,00 EUR neu auf. +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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