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Original-Research: Deutsche Grundstuecksauktionen AG – von GBC AG 29.01.2026 / 10:00 CET/CEST Einstufung von GBC AG zu Deutsche Grundstuecksauktionen AG
Geschäftsjahr 2025 klar über Erwartung Die Deutsche Grundstücksauktionen AG hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutlich besseres operatives Bild geliefert als zuletzt erwartet und die eigene Zielmarke von 80 Mio. € Objektumsatz klar übertroffen. Mit einem Gruppenobjektumsatz von rund 90,88 Mio. € (VJ: 73,87 Mio. €) entspricht dies einem Zuwachs von gut 23% gegenüber dem Vorjahr und bestätigt die bereits in früheren Aussagen adressierte Marktbelebung im zweiten Halbjahr 2025. Auch die bereinigten Nettoeinnahmen aus Aufgeldern und Provisionen legten mit rund 8,10 Mio. € (VJ: 7,43 Mio. €) um etwa 9% zu und bewegen sich damit oberhalb der zuletzt unterstellten Entwicklung. Treiber der positiven Abweichung war vor allem ein außergewöhnlich starkes viertes Quartal. Nach der Zwischenmeldung Mitte Dezember konnte der Objektumsatz nochmals signifikant ausgeweitet werden, da bis zum Jahresende sowohl Nachverkäufe aus zurückliegenden Auktionen als auch zusätzliche Maklertransaktionen realisiert wurden. Bereits zuvor war darauf hingewiesen worden, dass sich Finanzierungsprozesse insbesondere bei größeren und gewerblich geprägten Objekten verlängern und Auktionserfolge zunehmend zeitversetzt realisiert werden. Diese Dynamik hat sich im Schlussquartal klar bestätigt. Käufer sichern sich häufiger zunächst Finanzierungszusagen und treten erst im Nachverkauf in den Kaufvertrag ein. In mehreren Fällen konnten so auch komplexere Transaktionen noch erfolgreich beurkundet werden. Ergänzend profitierte die Gruppe im zweiten Halbjahr von einem sehr starken Maklergeschäft. Bis in die letzten Tage des Jahres wurden größere Wohnanlagen, unter anderem im Berliner Umland, vermittelt. Einzelne Transaktionen, die ursprünglich erst für 2026 erwartet worden waren, fielen damit noch ergebniswirksam in das abgelaufene Geschäftsjahr und unterstreichen die zusätzliche Ergebnisdynamik aus diesem Geschäftsbereich. Auf Ebene der Tochtergesellschaften zeigt sich ein differenziertes, insgesamt jedoch positives Bild. Während Muttergesellschaft, Sächsische und Westdeutsche Grundstücksauktionen sowie Plettner & Brecht spürbar zulegten, dürfte die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG erneut ein negatives Ergebnis ausweisen. Für den Großteil der Gesellschaften wird jedoch ein sehr gutes bzw. verbessertes Ergebnis erwartet, sodass sich auf Konzernebene eine klare Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr abzeichnet. Die Verkaufsquote ging im Jahresvergleich auf 80,8% (VJ: 84,3%) zurück, was aus unserer Sicht kein strukturelles Nachfragesignal darstellt. Der Rückgang ist maßgeblich auf die bewusste Reduzierung sehr niedrigpreisiger Objekte zurückzuführen, die in der Vergangenheit vor allem im Onlinegeschäft für hohe Quoten sorgten, jedoch nur begrenzt zur Wertschöpfung beitrugen. Entsprechend sank die Anzahl der verkauften Immobilien deutlich, während der Objektumsatz signifikant anstieg. Die Entwicklung bestätigt damit die strategische Fokussierung auf wertigere Objekte. Auf Ergebnisebene kommt es im Zuge einer bewusst strengeren Bilanzpolitik zu erhöhten Forderungsbereinigungen. Diese reflektieren aus unserer Sicht primär eine beschleunigte Aufarbeitung von Altlasten aus den Jahren 2022 bis 2024 und erhöhen die Transparenz sowie die Qualität der Ertragsbasis. Der Effekt ist zeitlich begrenzt und ändert nichts daran, dass operativ ein klarer Fortschritt erzielt wurde. Entsprechend rechnen wir trotz dieser Bereinigungen mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Jahresergebnis, wobei die finale Ergebnishöhe erst mit Abschluss der Jahresabschlussarbeiten feststehen wird. Für den weiteren Ausblick gehen wir von einer fortschreitenden Stabilisierung des Immobilienmarktes aus. Nach den deutlichen Preisrückgängen der vergangenen Jahre erwarten wir eine moderate Erholung mit überschaubaren Wachstumsraten. Während in urbanen Kernlagen und deren Umland weiterhin Nachfrageüberhänge bestehen, bleiben ländliche Regionen heterogen. Hohe Baukosten und restriktive Finanzierungsbedingungen begrenzen die Neubautätigkeit und begünstigen das provisionsbasierte, bilanzschlanke Auktionsmodell der DGA, das ohne eigene Immobilienrisiken auskommt. In Summe bestätigt das Geschäftsjahr 2025 die operative Wende der Deutschen Grundstücksauktionen AG. Steigende Objektumsätze, anhaltende Kostendisziplin und eine sich normalisierende Marktaktivität bilden aus unserer Sicht eine solide Basis für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unser Kursziel von 12,85 € sowie unser Rating Kaufen. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20260129_DGA_Comment_Objektumsatz2025 Kontakt für Rückfragen: Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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