Hälfte nicht-weißer Briten in Arbeitswelt entfremdet

Börsenbär und Bulle

Schwarze Angestellte: Am Arbeitsplatz entfremdet (Foto: pixabay.com, Eligrek243)pressetext.redaktion

London (pte005/02.07.2020/06:15) – Fast die Hälfte der britischen Arbeitnehmer, die einer ethnischen Minderheit angehören, fühlt sich dazu genötigt, die eigentliche Persönlichkeit im Arbeitsleben zu verbergen. Dies ergibt eine aktuelle Umfrage, die die Beratungsagentur Utopia https://weareutopia.co vor der Coronakrise unter 2.000 britischen Arbeitnehmern durchgeführt hat.

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Zwang zur Verhaltensänderung

Laut Befragung spüren viele der betroffenen Mitarbeiter einen starken Druck, spezifische Verhaltensweisen im Job an den Tag zu legen, die üblicherweise ihre weißen Konkurrenten begünstigen, weil diese damit im Gegensatz zu ihnen vertraut sind. In der Umfrage erklärten 49 Prozent (bei Frauen sogar 59 Prozent) der nicht-weißen Briten, dass sie Teile ihrer Persönlichkeit verbergen müssen, um im Arbeitsleben zurechtzukommen. Zum Vergleich: Bei weißen Mitarbeitern traf dieser Umstand auf 43 Prozent der Befragten zu.

Tolu Farinto von Utopia erklärt die Ergebnisse mit kulturspezifischen Unterschieden und entsprechenden Bedingungen, die in der britischen Arbeitswelt gesetzt seien. Insbesondere Mitglieder der schwarzen Community sähen sich in ihren Jobs dazu genötigt, sich “wie Weiße” zu verhalten. Diese Strukturen seien als “weiße Kulturen” im Arbeitsleben etabliert und würden es schwarzen Mitarbeitern erschweren, Karriere zu machen und sich gegen weiße Kollegen zu behaupten.

Inklusive Arbeitskultur

Farinto appelliert an Business-Verantwortliche in Großbritannien, strukturelle Verhältnisse im Arbeitsleben zu überwinden, welche Mitglieder nicht-weißer Ethnien dazu nötigen, sich wie Angehörige der weißen Mehrheit zu verhalten, um somit mehr Chancengleichheit herzustellen. Er plädiert für eine “inklusive Arbeitskultur” ohne ethnische Barrieren für beruflichen Erfolg.

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