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SARTORIUS AG / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis Sartorius wächst 2025 deutlich profitabel und blickt weiter positiv nach vorn (News mit Zusatzmaterial) 03.02.2026 / 07:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Göttingen, 3. Februar 2026
Sartorius wächst 2025 deutlich profitabel und blickt weiter positiv nach vorn
Der Life-Science-Konzern Sartorius hat das Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen wie erwartet mit einem deutlichen Anstieg von Umsatz und Ertrag abgeschlossen und ist weiter auf einem profitablen Wachstumskurs. Auch für das Jahr 2026 rechnet die Unternehmensleitung mit weiterem Wachstum und einer anhaltend hohen Profitabilität. „Das Jahr 2025 war in der gesamten Branche geprägt von einer Rückkehr zu normalem Nachfrageverhalten bei Verbrauchsmaterialien, einer hohen Innovationsdynamik bei etablierten Therapien und neuen Modalitäten sowie einer weiterhin verhaltenen Investitionstätigkeit der Kunden“, sagte Sartorius-Vorstandschef Dr. Michael Grosse. „Für Sartorius war es ein erfolgreiches Jahr: Wir haben unsere Umsatz- und Profitabilitätsziele zuverlässig erreicht und sind sehr zufrieden. Beide Sparten haben zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. Besonders erfreulich war die Entwicklung des margenstarken wiederkehrenden Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien, während sich das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten im Jahresverlauf zunehmend stabilisierte. Gleichzeitig haben wir unsere Profitabilität gesteigert und wichtige Weichen für unser weiteres Wachstum gestellt: Im Fokus standen dabei der kontinuierliche Ausbau unseres globalen Forschungs- und Produktionsnetzwerks, die Einführung innovativer Produkte sowie die Ergänzung unseres Portfolios im strategisch wichtigen Feld der Mikrogewebe durch die Übernahme von MATTEK. Auf dieser Basis erwarten wir, unseren profitablen Wachstumskurs im Jahr 2026 fortzusetzen und unseren Kunden noch besser dabei zu helfen, neue Therapien einfacher zu entwickeln, effizienter zu produzieren und so schneller zum Patienten zu bringen.“ Geschäftsentwicklung des Konzerns1 Der Ertrag des Konzerns gemessen am operativen EBITDA wuchs weiter deutlich überproportional um 11,2 Prozent auf 1.052 Millionen Euro. Volumen‑, Produktmix‑ und Skaleneffekte konnten dabei negative Währungseinflüsse sowie den dämpfenden Effekt der US‑Zölle mehr als ausgleichen. Die entsprechende Marge stieg entsprechend signifikant um 1,7 Prozentpunkte auf 29,7 Prozent, nach 28,0 Prozent im Vorjahr. Noch stärker entwickelte sich der maßgebliche Jahresüberschuss, der um 18,2 Prozent zulegte und einen Wert von 331 Millionen Euro erreichte, nach 280 Millionen Euro im Jahr 2024. Der bereinigte Gewinn je Stammaktie stieg auf 4,78 Euro (VJ 4,05 Euro), der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie auf 4,79 Euro (VJ 4,06 Euro). Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sartorius-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 in allen Regionen vor allem aufgrund der Einstellung zusätzlicher Beschäftigter in der Fertigung auf 14.042 und lag damit um 514 Personen über dem Stand zum Jahresende 2024. Die zentralen Bilanz- und Finanzkennziffern des Konzerns zeigen eine solide Entwicklung. Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2025 auf 39,8 Prozent (31. Dezember 2024: 38,6 Prozent). Der dynamische Verschuldungsgrad verringerte sich weiter planmäßig auf 3,55 (31. Dezember 2024: 3,96). Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Sartorius sein langfristig angelegtes Investitionsprogramm fortgesetzt und seine auf organisches Wachstum und Resilienz ausgerichtete weltweite Forschungs- und Produktionsinfrastruktur weiter ausgebaut. In Aubagne, Frankreich, hat das Unternehmen den Ausbau seines Produktionsstandorts für Bioprozesstechnologien abgeschlossen. Planmäßig voran gingen auch die Erweiterung der Membran- und Filterproduktion am Hauptsitz in Göttingen sowie der Aufbau des neuen Standorts in Songdo, Südkorea, von dem aus zukünftig der gesamte südasiatische Markt bedient werden soll. Die Gesamtinvestitionen in die Forschungs- und Produktionsinfrastruktur betrugen im Berichtsjahr 442 Millionen Euro nach 410 Millionen Euro im Vorjahr; die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote lag wie geplant bei 12,5 Prozent (VJ 12,1 Prozent). Geschäftsentwicklung der Sparte Bioprocess Solutions Noch deutlicher als der Umsatz entwickelte sich das operative EBITDA der Sparte, das um 15,2 Prozent auf 907 Millionen Euro anstieg (VJ 787 Millionen Euro). Die Marge erhöhte sich signifikant um 2,4 Prozentpunkte auf 31,7 Prozent (VJ 29,3 Prozent). Volumen‑, Produktmix‑ und Skaleneffekte konnten dabei negative Währungseinflüsse sowie den dämpfenden Effekt der US-Zölle mehr als ausgleichen. Mit Fokus auf die Bedürfnisse ihrer Kunden hat die Bioprozesssparte ihr Produktportfolio im abgelaufenen Geschäftsjahr gezielt weiterentwickelt. Die Technologien zielen darauf ab, die Produktivität und Nachhaltigkeit in der Herstellung von Arzneimitteln zu steigern, neue Therapien zu ermöglichen und für Patienten weltweit zugänglich zu machen. Auf den Markt kamen unter anderem Systeme zur Prozessintensivierung, die den Übergang von der Produktion in Chargen zu kontinuierlichen Herstellungsprozessen unterstützen, innovative Filtrationslösungen sowie Software- und App-Angebote. In Zusammenarbeit mit dem US-Startup Nanotein Technologies erweiterte die Sparte zudem ihr Reagenzienportfolio für die Zellaktivierung und -expansion in der Herstellung von Zelltherapien. Fortschritte beim Ökodesign der Produkte zeigen sich insbesondere in der Einführung eines PFAS-freien Filters sowie im Einsatz zertifizierter, erneuerbarer Rohstoffe in ausgewählten Einwegbeuteln, Bioreaktoren und Filtern. Geschäftsentwicklung der Sparte Lab Products & Services Mit einer währungsbereinigten Entwicklung von 0,2 Prozent (nominal -2,5 Prozent) lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 bei 673 Millionen Euro. Der Anfang Juli 2025 akquirierte Mikrogewebe-Spezialist MATTEK steuerte etwas mehr als 1 Prozentpunkt zum Umsatzwachstum bei. Das Geschäft mit Verbrauchsmaterialien für Labore sowie mit Services legte weiter deutlich zu, während das Geschäft mit Instrumenten gedämpft blieb, sich aber im Jahresverlauf zunehmend stabilisierte. Dazu trug auch eine positive Dynamik im Bereich Bioanalytik bei, unterstützt durch die im ersten Halbjahr eingeführten Produktneuheiten. Das operative EBITDA der Sparte verringerte sich um 8,6 Prozent auf 145 Millionen Euro, nach 158 Millionen Euro im Vorjahr; die Marge lag hauptsächlich aufgrund von Währungs-, Produktmix- und Zolleffekten bei 21,5 Prozent (VJ 22,9 Prozent). Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat die Laborsparte zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen in ihr Produktportfolio aufgenommen, die Forschenden im Labor dabei helfen, Krankheiten besser zu verstehen und die vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten schneller zu identifizieren. Im Fokus standen weiterhin Organoide, die als eine Schlüsseltechnologie für die Life-Science-Forschung gelten: Durch die Übernahme von MATTEK vertreibt die Sparte nun auch humane zellbasierte Mikrogewebe und 3D-Modelle, die die Struktur und Funktion von menschlichem Gewebe nachahmen und im Vergleich zu 2D-Zellkulturen präzisere Ergebnisse liefern sowie dabei helfen, Tierversuche zu reduzieren. Im Bereich der Bioanalytik wurden mehrere Geräte neu eingeführt, unter anderem eine Lösung, die als einzige am Markt konfokale Bildgebung im Inkubator ermöglicht und sich so besonders für die Analyse komplexer 3D-Zellkulturen eignet. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 „Der Biopharmamarkt bleibt dynamisch und bietet weiterhin enorme Chancen. Die steigende Nachfrage nach Biologika trifft auf wachsenden Kostendruck in den Gesundheitssystemen und erhöht so den Bedarf an Technologien, die die Entwicklung und Herstellung dieser Therapien effizienter machen. Mit Blick auf 2026 zeigt sich: Unsere Branche ist zurück auf Kurs, hat ihr langfristiges Wachstumsniveau aber noch nicht vollständig erreicht – insbesondere bei der Nachfrage nach Anlagen und Instrumenten. Hinzu kommen makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten, die ein hohes Maß an Flexibilität verlangen,“ sagte Sartorius-Vorstandschef Dr. Michael Grosse. „Das Jahr ist noch jung, daher haben wir bewusst einen breiten Prognosekorridor festgelegt, um der weiterhin hohen makroökonomischen und branchenspezifischen Volatilität Rechnung zu tragen. Die untere Bandbreite spiegelt ein vorsichtiges Szenario wider, in dem sich die Marktbedingungen abschwächen würden. Demgegenüber gehen wir aktuell eher von einer fortschreitenden Normalisierung der Marktdynamik und den derzeit zu beobachtenden positiven Trends aus. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer starken Marktposition und unserem resilienten Geschäftsmodell sehr gut aufgestellt sind. Mit klarem Fokus auf unsere Kunden, Innovationen und operative Exzellenz, haben wir die richtigen Voraussetzungen, um die Entwicklung der Branche aktiv mitzugestalten und auch mittelfristig profitabel zu wachsen.“ Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Sartorius eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses, wobei mit einer anhaltend positiven Entwicklung der Sparte Bioprocess Solutions und einer Belebung der Sparte Lab Products & Services gerechnet wird. Den währungsbereinigten Umsatzzuwachs des Sartorius-Konzerns erwartet die Unternehmensleitung zwischen rund 5 und 9 Prozent, einschließlich eines Beitrags von etwa 1 Prozentpunkt aus der MATTEK-Akquisition sowie den US-Zollzuschlägen. Die operative EBITDA-Marge sollte sich durch Volumen- und Skaleneffekte auf etwas über 30 Prozent erhöhen (VJ 29,7 Prozent). Die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote wird voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2025 (VJ 12,5 Prozent) liegen. Dies reflektiert die fortgesetzten, gezielten Investitionen in Forschungs- und Produktionskapazitäten, Technologien und Innovationen zur Unterstützung der mittelfristigen Wachstumsambitionen des Konzerns. Den dynamischen Verschuldungsgrad, ohne Berücksichtigung möglicher Kapitalmaßnahmen und/oder Akquisitionen, erwartet die Unternehmensleitung bei etwas über 3 (VJ 3,55). Die Sparte Bioprocess Solutions sollte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 6 bis 10 Prozent erreichen, hauptsächlich getrieben durch das Geschäft mit Verbrauchsmaterialien, während für das Anlagengeschäft eine mindestens stabile Entwicklung erwartet wird. Die operative EBITDA-Marge sollte bei etwas über 32 Prozent liegen (VJ 31,7 Prozent). Für die Sparte Lab Products & Services erwartet die Unternehmensleitung ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 2 bis 6 Prozent, worin ein Wachstumsbeitrag von MATTEK von rund 1,5 Prozentpunkten enthalten ist. Dies reflektiert ein weiterhin starkes Geschäft mit Verbrauchsmaterialien und Services sowie ein mindestens stabiles Instrumentengeschäft. Die operative EBITDA-Marge sollte bei etwas unter 21 Prozent (VJ 21,5 Prozent) liegen, hauptsächlich beeinflusst durch verstärkte Investitionen in den Bereich Advanced Cell Models, ungünstige Währungs- und Produktmixeffekte sowie den Verwässerungseffekt der derzeit bestehenden Zölle. Aufgrund der weiterhin hohen Dynamiken und Volatilitäten in der gesamten Life-Science-Industrie unterliegt die Prognose von Geschäftszahlen immer noch einer größeren Unsicherheit, was sich in der aktuellen Bandbreite der Prognose widerspiegelt. Hierin sind potenziell zusätzliche US-Zölle ebenfalls nicht berücksichtigt. 1 Sartorius veröffentlicht alternative Leistungskennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind. Diese werden mit dem Ziel ermittelt, eine bessere Vergleichbarkeit der Geschäftsleistung im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen.
2 EMEA = Europa, Mittlerer Osten, Afrika Erläuterung der Geschäftsergebnisse für Investoren Weitere Informationen und Medieninhalte Nächste Termine Vorläufige Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2025
1 Wechselkursbereinigt: Bei der Darstellung von wechselkursbereinigten Zahlen werden für die jeweils vergleichenden Perioden Sartorius in Kürze Besuchen Sie unseren Newsroom oder folgen Sie Sartorius auf LinkedIn Kontakt Zusatzmaterial zur Meldung: Datei: Sartorius wächst 2025 deutlich profitabel und blickt weiter positiv nach vorn | Medieninformation
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| WKN: | 716563, 716560 |
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