Trotz eines aktuell volatilen Marktumfelds und kurzfristiger Kursverluste bleibt die Zuversicht der Analysten für den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ungebrochen. Während die Rheinmetall-Aktie zuletzt an Boden verlor, setzt das Unternehmen mit dem Start der Serienproduktion von Drohnenbooten in Hamburg operative Meilensteine.
- Historische Dimension: Ein Zusammenschluss könnte den global größten Telekom-Anbieter mit einer Marktkapitalisierung von über 384 Mrd. Dollar erschaffen.
- Staatlicher Einfluss: Da die Bundesregierung und die KfW rund 28 % der Anteile kontrollieren, ist das politische Einverständnis die größte Hürde für den Deal.
- Divergierende Kursentwicklung: Während T-Mobile US in den USA zuletzt um 2,8 % stieg, verlor die Deutsche Telekom auf Wochensicht rund 5,4 %.
- Wettbewerbsdruck: Trotz der Fusions-Spekulationen belasten die massiven Investitionsankündigungen der US-Konkurrenten Verizon und AT&T das aktuelle Sentiment.
Ein möglicher Mega-Deal sorgt für Bewegung – aber nicht für Begeisterung. Die Deutsche Telekom prüft offenbar eine Fusion mit ihrer US-Tochter T-Mobile US. Während die Dimension historisch wäre, reagieren die Märkte bislang zurückhaltend.
Die Deutsche Telekom erwägt Medienberichten zufolge einen Zusammenschluss mit ihrer US-Tochter T-Mobile US. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, befinden sich entsprechende Überlegungen noch in einem frühen Stadium. Eine Einigung sei nicht sicher, Gespräche könnten auch scheitern.
Diskutiert wird demnach eine Struktur, bei der eine neue Holdinggesellschaft Angebote für die Aktien beider Unternehmen abgeben würde. Ein solcher Schritt hätte historische Dimensionen und könnte eines der größten öffentlichen Übernahmegeschäfte überhaupt darstellen. Offiziell äußerten sich weder die Telekom noch T-Mobile zu den Spekulationen.
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Politische und strukturelle Hürden
Ein möglicher Zusammenschluss wäre nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch komplex. Der deutsche Staat hält über direkte Beteiligungen sowie die Förderbank KfW zusammen rund 28 % an der Telekom. Entsprechend wäre eine Zustimmung der Bundesregierung erforderlich. Auch Regulierungsbehörden wie die Bundesnetzagentur sowie US-Behörden müssten eingebunden werden.
Die Telekom hält derzeit rund 53 % an T-Mobile US und ist damit Mehrheitsaktionär. Ein Zusammenschluss könnte dazu führen, dass ein Konzern mit einer Marktkapitalisierung von über 384 Mrd. Dollar entsteht – gemessen daran wäre es der größte Telekommunikationsanbieter weltweit.
Analysten sehen in den Überlegungen mehrere mögliche Motive. So könnte eine Fusion helfen, den Bewertungsabschlag der Deutsche Telekom gegenüber ihrer US-Tochter zu verringern und den Zugang zu Kapital zu erleichtern. Eine Holdingstruktur auf neutralem Boden – etwa in Europa – könnte zudem Flexibilität für künftige Übernahmen oder Abspaltungen schaffen. Auch eine Doppelnotierung in den USA und Europa gilt als denkbar. Vergleichbare Konstruktionen gab es bereits bei internationalen Fusionen, etwa bei der Zusammenführung von Praxair und Linde.
Kein Rückendwind für Telekom-Aktie
An den Kapitalmärkten stößt das Szenario bislang nicht auf breite Zustimmung. Die Telekom-Aktie bewegte sich im Laufe des Handelstages kaum, auf Wochensicht ging es rund 5,4 % nach unten. Bereits zuvor hatte das Papier unter Druck gestanden und notiert aktuell deutlich unter dem Niveau von Ende Februar.
Als Belastungsfaktor gilt unter anderem der zunehmende Wettbewerb im wichtigen US-Markt. Die Konkurrenten Verizon und AT&T haben zuletzt verstärkte Investitionen angekündigt. Während die Telekom-Aktie unter Druck geriet, zeigten sich Anleger in den USA etwas optimistischer. Die Papiere von T-Mobile US notierten zuletzt rund 2,8 % im Plus.
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Foto: © Deutsche Telekom




