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Original-Research: UZIN UTZ AG – von Montega AG 18.05.2026 / 09:46 CET/CEST Einstufung von Montega AG zu UZIN UTZ AG
Q1: Topline robust, aber Ergebnisziel ist nicht aufrechtzuhalten
UZIN UTZ hat 13.5. die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgelegt und ergebnisseitig die Guidance überraschend deutlich zurückgenommen. [Tabelle]Robuste Topline, Ergebnis jedoch unter Druck: Trotz der Eskalation im Irankonflikt und der insbesondere im Kernmarkt Deutschland witterungsbedingt anhaltenden Bauflaute erzielte UZIN UTZ im ersten Quartal einen u.E. vor allem volumengetriebenen Anstieg der Konzernerlöse um 6,6% yoy auf 132,2 Mio. EUR und erfüllte damit unsere Erwartungen. Beim operativen Ergebnis gingen wir in Anbetracht des im Zuge der Wachstumspläne vollzogenen Mitarbeiteraufbaus (Q1/26: 1.633 vs. Q4/25: 1.583) sowie erster Bremsspuren infolge gestiegener Rohstoff- und Logistikkosten von einem leichten Rückgang aus. Mit einem EBIT von 8,7 Mio. EUR (-14,2% yoy; MONe: 9,5 Mio. EUR) wurde unsere Prognose zwar moderat unterschritten, allerdings stellte Q1/25 auch das bis dato zweitstärkste Q1-EBIT der Unternehmenshistorie dar. Die EBIT-Marge fiel entsprechend auf 6,6% (-160 BP yoy) zurück. In Bezug auf die EPS (-22,3% yoy auf 1,10 EUR) und den Free Cashflow (-46,7% yoy auf -17,4 Mio. EUR) fielen die Rückgänge noch stärker aus. Letzteres dürfte jedoch neben höheren CAPEX (4,5 Mio. EUR; +6,9% yoy) zum Teil den Aufbau der Vorräte im Hinblick auf die mit der neuen Wachstumsstrategie GROW BIGGER unveränderten Ziele widerspiegeln. Guidance nur ergebnisseitig gesenkt: So rechnet der Vorstand trotz des schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Umfelds für das laufende Jahr weiterhin mit einem leichten Anstieg des Konzernumsatzes. Wesentliche Treiber hierfür bilden die robuste Nachfrage im Renovierungs- und Modernisierungsbereich, der Fokus auf innovative Systemlösungen sowie selektives Wachstum in internationalen Märkten. Allerdings ist laut Vorstand für das bisher gleichbleibend erwartete EBIT aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und damit verbundenen Volatilitäten an den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten eine verlässliche Prognose zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. So könne sich das EBIT gegenüber Vorjahr moderat (-10 bis -20% yoy), deutlich (-20 bis -30% yoy) oder stark (> -30% yoy) verschlechtern, wobei UZIN schon in 2022 (EBIT-Marge: 7,5%; -330 BP yoy) seine relative Krisenresilienz unter Beweis gestellt hat und kurzfristig mit Preisanhebungen gegensteuern dürfte. Wir waren beim FY-EBIT bereits unter dem Vorjahr positioniert, passen unsere Prognosen aufgrund der hohen Unsicherheit aber nochmals deutlich nach unten an. Hinsichtlich der anorganischen Wachstumspläne könnte sich eine neuerlich heraufziehende Baukrise für die profitable und bilanziell grundsolide aufgstellte UZIN UTZ (EK-Quote: 64,2%) aber auch als vorteilhaft erweisen. Nicht zuletzt erachten wir die Besonderheit, mit Alberdingk Boley einen Rohstofflieferanten als Kernaktionär zu haben, in der aktuellen Situation keinesfalls als nachteilig. Fazit: Die deutliche Gewinnwarnung am Tag der HV trübt kurzfristig den Investment Case, ist aber allein auf exogene Faktoren zurückzuführen und ändert die u.E. überzeugende Wachstumsstory nicht wesentlich. Infolgedessen bekräftigen wir das Rating ‚Kaufen‘ mit einem nur leicht niedrigeren Kursziel von 98,00 EUR (zuvor: 100,00 EUR). +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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