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Original-Research: Private Assets SE & Co. KGaA – von GSC Research GmbH 23.06.2026 / 10:10 CET/CEST Einstufung von GSC Research GmbH zu Private Assets SE & Co. KGaA
2025 durch Portfolio-Reorganisation geprägt Der von der Private Assets SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2025 erzielte Konzernumsatz entsprach fast punktgenau unserer Schätzung. Bei den Ergebniskennzahlen konnten die Hamburger unsere Prognosen hingegen erheblich übertreffen. Ursächlich für die positive Entwicklung waren zum einen Sondereffekte im Zusammenhang mit einem direkten Zukauf und einer Add-on-Akquisition. Zum anderen wurden drei verlustbringende Beteiligungen entkonsolidiert. Und schließlich konnte erfreulicherweise auch ein erster erfolgreicher Exit realisiert werden. Dabei markiert die Übernahme der französischen TAM Groupe einen wichtigen Schritt bei der verstärkten Orientierung in Richtung des europäischen Auslands, um die Abhängigkeit von dem durch vielfältige Probleme geprägten deutschen Heimatmarkt zu reduzieren. Gleichzeitig werten wir die Akquisition, die nach der QLIMATE SAS und der Forgeem SAS nun bereits das dritte französische Unternehmen im Portfolio darstellt, auch als Beleg für den Erfolg der 2023 gegründeten Private Assets France. Darüber hinaus stellt sich das mit diesem Zukauf und nach der Bereinigung um die Verlustbringer Procast Handform, Procast Guss España und Bever Elektronik im Geschäftsjahr 2025 sowie OKU Automation im März 2026 reorganisierte Portfolio nun insgesamt diversifizierter und solider dar. Die positiven Auswirkungen des Abgangs der erstgenannten drei Beteiligungen im ersten Halbjahr sind allerdings im Zahlenwerk für 2025 zunächst nicht erkennbar, da dieses in der zweiten Jahreshälfte maßgeblich durch diverse Sondereffekte sowie auch durch negative Bestandsveränderungen beeinflusst war. Sichtbar werden sie jedoch bei einem Vergleich der Aufwandspositionen im Verhältnis zum Umsatz im ersten Halbjahr mit denen des Gesamtjahres 2025: Auf dieser Basis sank die Materialaufwandsquote von 42,6 auf 39,6 Prozent, die Personalaufwandsquote von 53,9 auf 46,3 Prozent und der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 15,6 auf 14,4 Prozent – insgesamt über alle drei Positionen eine Verbesserung um 11,8 Prozentpunkte. Besonders hervorzuheben ist zudem auch der bei der InstaLighting realisierte erste erfolgreiche Exit, der Private Assets nach einer Haltedauer von knapp dreieinhalb Jahren bei einem Multiple auf das investierte Kapital (MOIC) von 168x einen Ertrag im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich bescherte. Angesichts dieser Transaktion, die die Erfolgschancen des Private-Assets-Geschäftsmodells veranschaulicht, sind wir zuversichtlich, dass das erfahrene Management, das direkt und indirekt mit knapp 63 Prozent der Aktien hinter der Gesellschaft steht, auch künftig erfolgreich die bestehenden Beteiligungen weiterentwickeln und Zukäufe mit hohem Wertsteigerungspotenzial realisieren kann. Einerseits bietet das herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld dabei gute Chancen auf attraktive Akquisitionen. Andererseits zeigt sich der M&A-Markt aber weiterhin mit verlängerten Verhandlungsdauern, „Salami-Prozessen“ und Broken Deals, bei denen Verkaufsverhandlungen in einem unter Umständen bereits weit fortgeschrittenen Stadium abgebrochen werden, sehr volatil. Dadurch erhöht sich sowohl der Aufwand für potenzielle Zukäufe als auch das Risiko, dass schon sicher geglaubte Deals letztlich doch nicht zustande kommen. Bei Betrachtung unserer zwar merklich heraufgesetzten, aber weiterhin deutlich negativen Ergebnisschätzungen ist dabei zu beachten, dass wir keine Sondereffekte aus potenziellen künftigen M&A-Transaktionen einfließen lassen, diese jedoch dem Private-Assets-Geschäftsmodell immanent sind und in den letzten Jahren stets erhebliche Ergebnisbeiträge geliefert haben. Insgesamt stufen wir die Private-Assets-Aktie auf Basis unserer aktualisierten DCF-Bewertung und unter Berücksichtigung der sehr geringen Visibilität bei einem auf 3,60 Euro erhöhten Kursziel weiter als Halteposition für entsprechend risikoaffine und längerfristig orientierte Anleger mit Interesse an Investments in Unternehmen in Sondersituationen ein. Aufgrund des geringen Handelsvolumens sollten Orders stets mit Limit erteilt werden. Dabei liegt die Marktkapitalisierung der Gesellschaft auf dem aktuellen Kursniveau von 3,20 Euro bei 14,8 Mio. Euro. Demgegenüber beläuft sich das zum Bilanzstichtag ausgewiesene Konzerneigenkapital auf 21,1 Mio. Euro entsprechend 4,57 Euro je Aktie. Allerdings bleibt die Eigenkapitalquote hierbei mit 17,6 Prozent weiterhin recht schwach. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 2026-06-23_Private_Assets Kontakt für Rückfragen: Postanschrift: Tel.: +49 (0)2501 / 440 91 – 21 E-Mail: info@gsc-research.de Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. |
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