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EQS-Media / 23.02.2026 / 09:48 CET/CEST Presseinformation
Equal Pay Day: Männer erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus wie Frauen
Düsseldorf, 23.02.2026 – Ein Jobwechsel bringt Beschäftigten in Deutschland im Schnitt ein Gehaltsplus von 8 %. Doch für Frauen zahlt sich dieser Schritt oft viel weniger aus als für Männer. Das belegt eine aktuelle Befragung unter insgesamt 297 Recruiter*innen und 3.070 Beschäftigten im Rahmen des aktuellen Stepstone Gehaltsreports. Während Männer mit dem Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber signifikante Sprünge machen, fällt das Plus für Frauen im Median deutlich geringer aus. Ein wesentlicher Grund für diese Lohnlücke: Viele Beschäftigte empfinden Gehaltsverhandlungen als belastend – ein Unbehagen, das bei Frauen deutlich häufiger auftritt als bei ihren männlichen Kollegen. „Gehaltsverhandlungen wirken derzeit nicht als Ausgleich, sondern als struktureller Verstärker von Ungleichheit. Solange das Verhandlungsumfeld ungleiche Voraussetzungen schafft, hat “Equal Pay” ein systemisches Problem“, sagt Anna Wittich, Arbeitsmarktforscherin bei The Stepstone Group. Beim Jobwechsel geht die Schere weiter auseinander Ein Wechsel des Arbeitgebers gilt grundsätzlich als der größte Hebel für ein höheres Gehalt. Im Durchschnitt bringt er ein Plus von 8 %, während eine Gehaltserhöhungen im Rahmen der aktuellen Stelle laut Gehaltsreport nur 4 % mehr Geld bringen. Doch die Analyse offenbart ein messbares Ungleichgewicht. Betrachtet man die Median-Werte, erzielen Männer beim Jobwechsel eine Gehaltserhöhung von rund 10 %, während Frauen lediglich 5 % mehr bekommen. Damit ist der Jobwechsel für Männer doppelt so ertragreich wie für Frauen. Anstatt die Lohnlücke zu schließen, wird der berufliche Neustart so zum Verstärker des Gender Pay Gap. Wer sich bei Verhandlungen unwohl fühlt, holt weniger raus Das subjektive Wohlbefinden in Verhandlungssituationen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Allerdings sind Gehaltsverhandlungen für die meisten Arbeitnehmenden eine Stresssituation. Rund 60 % fühlen sich dabei eher oder sehr unwohl. Dieses Unbehagen schlägt sich unmittelbar in den Ergebnissen nieder: Während rund 44 % derjenigen, die sich grundsätzlich bei Verhandlungen wohlfühlen, im vergangenen Jahr eine Erhöhung erhielten, gelang dies nur etwa 32 % der Beschäftigten, die sich dabei unwohl fühlen. Ein Grund für diesen Druck ist das deutliche Machtgefälle am Verhandlungstisch: Während Fachkräfte oft unsicher in das Gespräch gehen, geben Führungskräfte deutlich häufiger an, sich in Verhandlungssituationen sicher zu fühlen. Für Mitarbeitende entsteht dadurch ein zusätzlicher Nachteil, der bestehende Ungleichheiten weiter verstärkt. „Wie wohl sich Menschen in Verhandlungen fühlen, ist eine Frage der Routine und der Machtverteilung. Wenn eine Seite sicher auftritt und die andere unter Druck steht, verstärkt das bestehende Hierarchien“, erklärt Wittich. Zwischen Generationenwandel und EU-Reform: Transparenz gewinnt an Bedeutung Ein Blick auf die junge Generation zeigt zudem einen kulturellen Wandel: Beschäftigte unter 30 sprechen deutlich selbstverständlicher über ihr Einkommen als ältere Altersgruppen, und fordern mehr Offenheit bei Gehaltsfragen, beobachtet Wittich: „Mehr Transparenz kann verhindern, dass Gehaltsverhandlungen bestehende Unterschiede weiter vergrößern. Klare Gehaltsangaben und nachvollziehbare Strukturen helfen Beschäftigten, ihren Marktwert realistisch einzuschätzen und informierter in Gespräche zu gehen. Gleichzeitig stärken transparente Kriterien die Fairness im Unternehmen.“ Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden muss, werden Unternehmen künftig verpflichtet, Gehaltsstrukturen offenzulegen und objektive Kriterien für Vergütungsentscheidungen festzulegen. Bewerbende sollen bereits vor Vertragsabschluss Informationen über das Einstiegsgehalt oder Gehaltsspannen erhalten. Zudem verpflichtet die Richtlinie Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden grundsätzlich zur Berichterstattung über den Gender Pay Gap. Die konkrete Ausgestaltung hängt von der nationalen Umsetzung ab. Über den Stepstone Gehaltsreport 2026 Über die Stepstone Gehaltsbefragung 2026 Gender Pay Gap Über The Stepstone Group Kontakt Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: The Stepstone Group
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